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Chef der sächsischen Staatskanzlei Beermann zur Bundesbank

Johannes Beermann wird Bundesbank-Vorstand. Mehr als sechs Jahre hat er als Staatsminister die sächsische Staatskanzlei geleitet. Im Handwerk war oft Gast.

Johannes Beermann (53), Chef der sächsischen Staatskanzlei, wechselt zur Deutschen Bundesbank. Der CDU-Politiker wird zum 1. Januar 2015 Vorstandsmitglied der Bundesbank. Das hat der Bundesrat auf seiner Sitzung am 10. Oktober beschlossen.

Beermann folgt auf Vorstand Rudolf Böhmler (68). Böhmler verantwortet die Ressorts Personal, Controlling, Rechnungswesen und Verwaltung und wird zum Jahresende aus dem Gremium ausscheiden.

Der Jurist Beermann ist seit 2008 Chef der Staatskanzlei in Dresden. Der Staatsminister gilt als ausgewiesener Fachmann und Verwaltungsjurist, der über Steuerrecht promoviert habe.

Beermann Verbündeter des Handwerks

Beermann ist im sächsischen Handwerk nicht unbekannt und Verbündeter bei vielen Themen. 2010 lobte er auf der Meisterfeier der Handwerkskammer Chemnitz den Meisterbrief als "zentrales Weiterbildungselement des Handwerks", der eine hohe Ausbildungsquote gewährleiste. "Die Aus- und Weiterbildung sind zweifelsohne die Bereiche, bei denen sich das Handwerk besonders hervorhebt", so Beermann.

2011 hielt der Staatskanzleichef die Festrede auf der Meisterfeier in Dresden und sprach über die Chancen des Handwerks vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung. Im Frühjahr 2014 betonte er in seiner Rede auf der Messe WIR in Kamenz die Bedeutung des Handwerks vor Ort als wichtige Säule der regionalen Wirtschaft. Im Sommer traf sich Beermann mit dem Handwerk auf dem regionalen Forum in Bautzen. "Beermann bekannte sich zum System der dualen Ausbildung als zentrale Komponente der Fachkräftestrategie 2020 des Freistaates Sachsen", schrieb die "Deutsche Handwerks Zeitung" in der Regionalausgabe Dresden.

Ein Nachfolger für Beermann in der Dresdner Staatskenzlei ist noch nicht benannt.

Der Bundesbank-Vorstand wird auf Vorschlag des Bundesrats im Einvernehmen mit der Bundesregierung vom Bundespräsidenten bestellt. Sachsen und Thüringen hatten dieses Mal das Vorschlagsrecht. Die beiden CDU-geführten Länder hatten sich im Vorfeld auf Beermann geeinigt. dhz

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