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Steuertipp Beerdigungskosten steuerlich absetzen: So klappt´s

Das Thema Beerdigung im steuerlichen Kontext zu sehen, ist heikel. Dennoch bewegt es viele Erben, weil sie nicht wissen, wann das Finanzamt für Beerdigungskosten steuersparende außergewöhnliche Belastungen zum Abzug zulässt. Hier ein kurzer Überblick.

Aufwendungen für Beerdigungskosten darf ein Erbe immer dann steuerlich absetzen, wenn diese Beerdigungskosten nicht aus dem Erbe bezahlt werden können (siehe u.a. BFH, Urteil vom 21. Februar 2018, Az. VI R 11/16). Weitere Voraussetzung ist, dass sich der Erbe den Beerdigungskosten aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann. Handelt es sich bei dem Verstorbenen um ein Familienmitglied (steuerlicher Begriff "naher Angehöriger"), kann von der Zwangsläufigkeit aus sittlichen Gründen ausgegangen werden.

Handelt es sich bei dem Verstorbenen nicht um einen nahen Angehörigen, muss der Erbe plausibel nachweisen, dass er die Beerdigungskosten als Erbe aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen getragen hat.

Steuertipp: Abgezogen werden als Beerdigungskosten dürfen übrigens nur die Kosten, soweit sie notwendig sind. Nicht abziehbar sind dagegen Kosten für die Bewirtung der Trauergäste, für Trauerkleidung, für die Reise zur Teilnahme an der Bestattung oder für Grabpflege. dhz

Im DHZ Steuerarchiv finden Sie weitere Steuertipps.

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