Halle (Saale) -

Auslastung steigt weiter Baukonjunktur nicht zu bremsen

Die wirtschaftliche Lage im Handwerk im südlichen Sachsen-Anhalt erreichte im 2. Quartal 2018 ein sommerliches Hoch. Die beste Stimmung herrscht in den Baugewerken.

„Die Handwerkskonjunktur ist im Vergleich zum Vorquartal noch einmal angestiegen“, sagt Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle, bei der heutigen Vorstellung der Konjunkturzahlen. „Die Hochkonjunktur stützt sich weiterhin auf die Bauhaupt- und Ausbauhandwerke und die Handwerke für gewerblichen Bedarf. In den anderen Handwerken ist die Stimmung gut, aber gegenüber den baunahen Handwerken deutlich abgeschwächt und auch stärker schwankend“, schätzt Thomas Keindorf ein.

Der Geschäftsklimaindex erreichte im 2. Quartal 2018 einen Wert von plus 54 und lag damit deutlich über dem Vorquartalswert von plus 43 und dem Wert aus dem Vorjahr (ebenfalls plus 43).

57 Prozent der befragten Betriebsinhaber bewerten ihre Geschäftslage mit „gut“, nur sieben Prozent mit „schlecht“. Die Auftragsreichweiten blieben mit 8,4 Wochen auf weiterhin sehr hohem Niveau (Vorjahr 6,7 Wochen). Die Auslastung stieg von 84 auf 87 Prozent. Das Handwerk arbeitet erkennbar in vielen Bereichen an der Kapazitätsgrenze.

Die Zahl der Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer blieb im Vergleich zum letzten Quartal mit 13.842 Mitgliedsbetrieben weitgehend stabil (minus 34). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 243 Betriebe weniger. Die Zahl der Beschäftigten im Handwerk stieg um 1.000 auf 71.500 Personen.

Beginn des Ausbildungsjahres 2018-2019

Etwa 3.500 Lehrlinge absolvieren gegenwärtig eine Ausbildung in Handwerksunternehmen im Bezirk der Handwerkskammer Halle. Davon hatten 1.079 ihre Ausbildung im Vorjahr begonnen. Aktuell wurden für das neue Ausbildungsjahr bereits 684 neue Verträge erfasst. Es wird insgesamt mit rund 1.000 Neuverträgen gerechnet. Zugleich sind rund 400 freie Stellen der Handwerkskammer bekannt.

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