Sächsischer Handwerkstag -

Novelle des Sächsischen Vergabegesetzes Baugewerbe sehr zufrieden

Die Unternehmen des sächsischen Baugewerbes sind mit der Novelle des Sächsischen Vergabegesetzes „sehr zufrieden“. Das Gesetz trage auch den Belangen der Privatwirtschaft Rechnung.

Baugewerbe-Verbandspräsident Andreas Baumann äußerte am 11. April 2013 vor Journalisten in Dresden die Hoffnung, dass jetzt noch eine zentrale Nachprüfstelle für öffentliche Aufträge bei der Vergabekammer in Leipzig der Landesdirektion angesiedelt wird. Dann hätte Sachsen „in der Tat das bundesweit beste Vergabegesetz“.

Für viele Bauunternehmen nach wie vor ein Problem stellt nach Einschätzung des Sächsischen Baugewerbeverbandes das Zahlungsverhalten der öffentlichen Hand dar. Sahen sich Bauunternehmen in früheren Zeiten zuallererst mit massiven Forderungsausfällen konfrontiert, so gebe jetzt vor allem die Nichteinhaltung von Zahlungsfristen Anlass zur Sorge, wie Verbandsgeschäftsführer Klaus Bertram erläuterte.

Für 2012 zog die Interessenvertretung von 800 Mitgliedsunternehmen aus dem Baugewerbe eine gute Bilanz. Obwohl der baugewerbliche Umsatz in Sachsen mit 6,1 Milliarden Euro leicht unter dem Ergebnis des Vorjahres blieb, sei dies – im Vergleich zu den vorangegangenen Flaute-Jahren – dennoch ein „ordentliches Ergebnis“, sagte Baumann. Knapp ein Drittel des baugewerblichen Umsatzes im Osten Deutschlands würde damit nach wie vor allein in Sachsen  generiert. Für das laufende Jahr sei wegen der seit 2012 deutlich gestiegenen Auftragseingänge insbesondere im Wohnungsbau davon auszugehen, dass  Sachsens Bauwirtschaft keine neuen Umsatzrückgänge befürchten muss.        

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