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Azubis werden Mangelware Azubi-Verträge: Zahl der Neuabschlüsse sinkt auf Tiefststand

Es sind keine schönen Zahlen, die das Statistische Bundesamt vorlegt. Die Zahl der neuabgeschlossenen Azubi-Verträge sinkt auf einen Tiefststand seit der Wiedervereinigung. Die Gründe dafür liefern die Statistiker auch.

In Deutschland ist 2013 die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge ging um 23.700 auf 523.000 zurückgegangen. Gegenüber 2012 entspricht das einem Rückgang um 4,3 Prozent. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.

Unterschiedliche Entwicklung in West und Ost

Gründe für den seit 2007 anhaltenden Rückgang sind nach Einschätzung der Statistiker die geburtenschwachen Jahrgänge. Darüber hinaus würden sich viele Schulabgänger für ein Studium entscheiden.

In den neuen Bundesländern (einschließlich Berlin) hat sich die Zahl der Neuabschlüsse gegenüber 2012 überdurchschnittlich um 6,7 Prozent verringert. Und auch im früheren Bundesgebiet sind die Vertragsabschlüsse um 3,9 Prozent gesunken.

Rückgang im Handwerk um 5 Prozent

Laut Informationen der Online-Ausgabe der Zeit ist die Gesamtzahl der Lehrlinge in Deutschland auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Die Zeit berichtet weiter, dass 1,39 Millionen Jugendliche eine Ausbildung im dualen System gemacht haben. Das waren 2,7 Prozent weniger als 2012. In Westdeutschland ist das Minus mit 2,0 Prozent vergleichsweise gering ausgefallen, im Osten dagegen mit 6,7 Prozent deutlicher.

Im größten Ausbildungsbereich Industrie und Handel, zu dem auch die Ausbildungsberufe von Banken und Versicherungen gehören, wurden im Jahr 2013 insgesamt 4,7 Prozent weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Vorjahr. Im Handwerk, dem zweitgrößten Ausbildungsbereich, ging die Zahl der neuen Ausbildungsverträge um 5,0 Prozent zurück. dhz

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