Vor der Ausbildung -

Ausbildungsstart Azubi-Schultüte: Was neue Auszubildende zum Start wirklich brauchen

Zu spät kommen, dauernd aufs Handy schauen und Termine vergessen. Sicher kein guter Start in die neue Ausbildung. Tipps für angehende Azubis und was sie wirklich brauchen. Achtung Spoiler: Ein Wecker gehört dazu.

Im August und September beginnt das neue Ausbildungsjahr und damit für viele Jugendliche ein neuer Lebensabschnitt. Auch wenn angehende Azubis keine Schultüte mehr brauchen, ist ein bisschen Vorbereitung hilfreich. Die Ausbildungsberater der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald haben deshalb ein paar Geschenkideen für einen guten Start zusammengestellt. Hier die Tipps für ein Willkommenspaket und was angehende Azubis wirklich brauchen:

  1. Einen Wecker
    Pünktlichkeit zählt im Arbeitsleben nach wie vor. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn das ganze Team auf einen Spätaufsteher warten muss. Gut also, wenn man sich schon früher an den neuen Rhythmus gewöhnt und von Beginn an pünktlich und ausgeschlafen zur Arbeit erscheint.
  2. Eine Vesperbox und Trinkflasche
    Nichts gegen das Fleischkäsebrötchen oder die Currywurst, aber als Handwerkervesper schmecken durchaus auch selbst belegte Vollkornbrote und frisches Obst und Gemüse. Schließlich braucht man ein bisschen mehr Energie und muss auch etwas länger durchhalten als gewohnt. Obendrein schont die Refill-Variante den Geldbeutel und die Umwelt.
  3. Frische T-Shirts
    Die persönliche Schutzausrüstung bekommen Auszubildende generell vom Betrieb gestellt. Was ansonsten an Arbeitskleidung erforderlich ist, sollte direkt beim Betrieb erfragt werden. Klar ist: Was man trägt, muss angemessen, praktisch und sauber sein – schließlich ist man auch als Azubi ein Aushängeschild des Unternehmens.
  4. Eine Armbanduhr
    Das ist natürlich kein Muss – aber bevor der Blick andauernd aufs Handy fällt, ist eine Armbanduhr eine gute Sache. Das Thema Handynutzung während der Arbeitszeit ist heikel. Am besten, man erkundigt sich direkt am Anfang nach den jeweils geltenden Spielregeln und hält sich dran.
  5. Schreibzeug
    Wenn etwas zum Start in die Ausbildung ganz sicher auftauchen wird, dann sind es Fragen. Weil man die nicht immer alle auf einmal loswerden kann, helfen ein Notizblock und ein Stift. Auch für die vielen Informationen, die gerade in den ersten Wochen auf einen Azubi einprasseln, gilt: Wer schreibt, bleibt. Das Berichtsheft übrigens, das als Nachweis über die Zeiten und Inhalte der Ausbildung vom ersten Tag bis zur Prüfung zu führen ist, wird in digitaler oder analoger Form vom Betrieb gestellt.
    << 8 Tipps wie man ein Berichtsheft schreibt >>
  6. Einen Kalender
    Egal, ob digital oder auf Papier: Jeder Azubi sollte seine Termine im Blick haben, also zum Beispiel die Berufsschultage, die Termine der überbetrieblichen Ausbildung, Urlaubszeiten und so weiter.
  7. Einen Fahrplan
    Wer mit Bus und Bahn zur Arbeit oder in die Berufsschule kommt, tut gut daran, sich einen aktuellen Fahrplan zu besorgen. Auch ansonsten kann es nicht schaden, die Strecke vorab schon mal zu testen. "Ich habe den Weg nicht gefunden" ist kein guter erster Satz für den Beginn einer erfolgreichen Zusammenarbeit.
  8. Einen kleinen Knigge
    Eine kleine Erinnerung an die gute Kinderstube kann auch bei Heranwachsenden nicht schaden. Dazu gehört, dass man grüßt, sich vorstellt, "Bitte" und "Danke" sagt, sich offen zeigt und bereit ist, sich ins Team zu integrieren. Schließlich wird man mit seinen Kolleginnen und Kollegen in Zukunft viel Zeit verbringen. Und auch gegenüber Vorgesetzten und Kunden ist ein höfliches und freundliches Auftreten wichtig.
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  9. Die wichtigsten Informationen
    Was Inhalt und Ziel der Ausbildung ist, welche Meilensteine auf einen Azubi warten und in welchem Rahmen er sich bewegt – all das ist in berufsspezifischen Ausbildungsordnungen geregelt. Die jeweils gültige Regelung gibt es mit dem bei der Handwerkskammer registrierten Ausbildungsvertrag vom Betrieb oder vorab zum Download beim Bundesinstitut für Berufsbildung.
  10. Einen großen Batzen Motivation
    Da hat man sich jahrelang beruflich orientiert, hat einen Ausbildungsbetrieb gefunden und einen Vertrag unterzeichnet, nur um dann mit einem müden Lächeln in der Werkstatt zu stehen? Das wäre schade. Denn ohne Neugier und den Willen, sich einen Beruf wirklich zu eigen zu machen, wird es mit dem Lernen schwer. Motivation gehört also unbedingt dazu.
  11. Viele gute Ratschläge
    Wo trotz bester Vorbereitung Fragen oder Probleme auftauchen, helfen die Ausbildungsexperten der Handwerkskammern weiter. Die Ausbildungsberater sind dabei die ersten Ansprechpartner für rechtliche und organisatorische Fragen vorab aber auch während der Ausbildung. Sie begleiten und unterstützen Betriebe und Azubis bei der erfolgreichen Durchführung. dhz

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