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Social Media im Kfz-Gewerbe Auto-Spezialisten trafen sich zum "CarCamp"

Eigentlich heißt es "BarCamp". Für das Kfz-Gewerbe bot sich jedoch an, die erste Ad-hoc-Konferenz ohne vorab erstellte Agenda oder Referentenliste namentlich anzupassen. Die Teilnehmer beim "CarCamp" hatten trotzdem keine Schwierigkeiten, eine abwechslungsreiches Programm zum Thema Social Media zu erarbeiten.

Kommunikation auf mehreren Ebenen

Viele BarCamp-Neulinge wären dem Konzept in Mannheim zunächst skeptisch begegnet, berichtet der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe. Am Ende hätten sich jedoch viele überrascht gezeigt von der Eigendynamik, mit der sich ein vielfältiges Angebot an Arbeitsgruppen, so genannten Sessions, entwickelt hätte.

Die Teilnehmer hätten gemeinsam den Ablaufplan für den Tag erarbeitet, indem sie spontan Themen vorschlugen und je nach Interesse in einen Stundenplan eintrugen. Schnell sei der Plan, das so genannte Grid, mit Vorschlägen gefüllt gewesen.

Viele Fragen aus der Praxis

Die Themen reichten von der Grundsatzfrage "Social Media im Kfz-Betrieb – Ja oder Nein" über "Suchmaschinenoptimierung" bis hin zu "Arbeiten in der Cloud".Viele Fragen aus der Praxis eines Kfz-Betriebes standen auf dem Grid: "Wie binde ich die Mitarbeiter in die Social-Media-Aktivitäten ein?", fragte Thorsten Podlech vom Autohaus Podlech. Und Besim Karadeniz stellte den Gerstelblog als das erste Weblog eines Autohauses in Deutschland in seiner Session "Königsklasse Bloggen" vor.

Vor allem die Plattform Facebook stand im Zentrum des Interesses mit den Fragen nach Sinn und Unsinn von Gewinnspielen, technische Applikationen und vielem mehr. Praxisbeispiele aus Facebook und einer Community stellte die Community Managerin der "Bosch Open Innovation Plattform", Amelie Kummler, vor. Auch Locations Based Services und einschlägige Bewertungsplattformen wurden diskutiert.

Wenn der Name plötzlich online ist

"Hilfe! Mein Name steht im Internet." titelte Michael Albert, Community Manager von der Auto- und Motor-Community Motor-Talk.de und lieferte einen Mix von rechtlichen Hinweisen und Praxistipps zum Umgang mit negativen Bewertungen von Autokunden.Bei den rund 50 Teilnehmern kamen besonders die intensiven Gespräche in den kleinen Arbeitsgruppen gut an.

In Autohäusern und Werkstätten, so das Fazit der Teilnehmer, bleibe mit Blick auf die Kommunikation in den neuen Medien noch viel zu tun, und das bei sehr engem Zeitbudget. Man befürworte auch ein zweites CarCamp und hoffe, noch mehr Social-Media-Verantwortliche aus Kfz-Betrieben für dieses Format gewinnen zu können.Da es üblich ist, die Vorträge zu BarCamps auch der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen, gibt es die Präsentationen in der CarCamp-Community unter carcamp.mixxt.de. dhz

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