Sächsischer Handwerkstag -

Bis Oktober ist ein Start in die Lehre noch möglich Ausbildung im Handwerk stark nachgefragt

In Sachsen entscheiden sich junge Leute zunehmend für eine duale Berufsausbildung im Handwerk. Bis Ende Juli kamen hier 3.865 Neu-Lehrverträge für das jetzt startende Ausbildungsjahr 2018/2019 zustande; das sind 230 (+ 6,3 Prozent) mehr als zum Vorjahreszeitpunkt.

Damit setzt sich hierzulande das fünfte Jahr in Folge der Aufwärtstrend bei Neu-Lehrverträgen fort. – Gegenüber 2017 spürbar mehr Zulauf fanden Offerten von Dachdeckern, Fleischern, Tischlern und Zimmerern. Gleichwohl: Die meisten Lehrverträge wurden, wie schon seit Jahren, bei Kfz-Mechatronikern, Elektronikern und Friseuren geschlossen.

Trotz erneuten Zuwachses bei neuen Ausbildungsverhältnissen im Handwerk sind sachsenweit weiterhin rund 900 Plätze unbesetzt. Ein großer Teil davon entfällt auf das Elektro-, das Friseur- sowie auf das Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik-Handwerk. Gesucht werden aber z.B. auch künftige Metallbauer, Maler/Lackierer, Estrichleger, Maurer, Bäcker. Sogar in eher selten gewordenen Handwerksberufen gibt es vereinzelt noch Lehrstellen: Müller, Orgel- und Harmoniumbauer, Schuhmacher, Keramiker… – In der Online-Lehrstellenbörse können Bewerber unter Stellen in mehr als 80 unterschiedlichen Gewerken wählen.

Für Kurzentschlossene ist ein Einstieg ins erste Ausbildungsjahr bei der „Wirtschaftsmacht von nebenan“ bis in den Oktober 2018 hinein möglich. Individuelle Auskünfte hierzu erteilen die Bildungsexperten von Handwerkskammern sowie die von größeren Landesinnungs- und Fachverbänden.

Online-Lehrstellenbörse des Sachsen-Handwerks: www.ich-kann-etwas.de

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