Vor der Ausbildung -

Ausbildungserneuerung Aus dem Zweiradmechaniker wird der Zweiradmechatroniker

Der Absatz von E-Bikes und elektronischen Systemen bei Zweirädern wächst rasant. Um diesen technologischen Entwicklungen gerecht zu werden, hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) die Ausbildung des Zweiradmechanikers modernisiert.

Das BIBB hat im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis die dreieinhalbjährige Berufsausbildung des Zweiradmechanikers auf den neuesten Stand gebracht. Der Anteil elektronischer Systeme in und an Motor- und Fahrrädern wächst kontinuierlich und in den Betrieben werden Fachkräfte dringend benötigt, die mit dieser Fahrzeugtechnik arbeiten. Aus dem Zweiradmechaniker wird nun der Zweiradmechatroniker.

Komplexe Mechatronik-Systeme vermittelt

Die neue Ausbildungsordnung tritt - vorbehaltlich der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt - am 1. August 2014 in Kraft. Im Anschluss an die Ausbildung steht den Gesellen offen, ob sie sich zum Meister, zum Geprüften Zweirad-Servicetechniker oder zum Staatlich Geprüften Techniker weiterbilden.

Die neue Ausbildungsordnung beinhaltet mehr elektrisches und elektronisches Arbeiten an Zweirädern. Zudem wird den Lehrlingen beigebracht, wie komplex verknüpfte Mechatronik- und IT-Systeme gewartet werden. Dies erfordere neue Reparatur- und Diagnosemethoden. Auch die Weiterentwicklung von Leichtbaustoffen wie Carbon finde in der Ausbildung Berücksichtigung, so das BIBB. Es wird aber weiterhin in den zwei Fachrichtungen Fahrradtechnik und Motorradtechnik ausgebildet.

Gute Zukunftsaussichten

Im Jahr 2013 stieg die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr um fast 10 Prozent. Die Zahl der Auszubildenden liegt seit mehreren Jahren konstant bei rund 2.000. Der Anteil der jungen Männer unter den Auszubildenden beträgt rund 90 %. Die Übernahmechancen als Fachkraft sind gut. meh

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