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ZDFzeit-Doku "Das Fielmann-Imperium" Augenoptikermeisterin als TV-Expertin im Einsatz

Am Dienstagabend ist Optikerin Eva-Maria Trummer als Expertin in einer ZDFzeit-Doku zu sehen. Dort testete sie Fielmann Brillen. Der Deutschen Handwerks Zeitung hat sie einen Blick hinter die Kamera gegeben.

Die Optikerin Eva-Maria Trummer ist nicht nur in den sozialen Medien sehr aktiv. Am Dienstagabend, 18. Juni um 20.15 Uhr, ist sie auch im Fernsehen zu sehen. Für eine ZDFzeit-Doku, in der der Brillenkonzern Fielmann geprüft wird, stand sie als augenoptische Expertin vor der Kamera.

Wie es dazu kam? Bereits vor mehr als einem Jahr hatte ein ZDF-Redakteur sie angefragt, ob sie denn für eine ZDF-Doku als Expertin zu Verfügung stehen wolle. Er sei durch ihren Youtube-Kanal auf sie aufmerksam geworden, erzählt Trummer. Die junge Handwerkerin überlegt nicht lange und sagte zu. "Das ist natürlich eine wahnsinnig gute Chance für mich", sagt die Optikerin. Der Film würde schließlich zur besten Sendezeit, um 20.15 Uhr, ausgestrahlt werden und so eine gute Plattform für sie sein. Außerdem fand sie es spannend, sich in diesem Rahmen mit einem augenoptischen Thema auseinanderzusetzen und ihre Expertise weiterzugeben.

Die erste Klappe für die Doku fiel im Mai 2018. Gedreht wurde dann bis August in Köln und München. Neben sieben Fielmann-Filialen, wurden auch Brillenhändler wie Apollo und MisterSpex geprüft. Trummer war damit beauftragt, den Einkauf der Brillen zu begleiten, die Einarbeitungsarbeiten zu begutachten, einen Sehtest durchzuführen, die Zentrierungsdaten zu messen und den Style der Brillen zu bewerten. Außerdem wurden die Brillen von Gutachtern und vom TÜV überprüft.

Anstrengende Dreharbeiten

 "Die Dreharbeit habe ich total unterschätzt", sagt Trummer. Die acht Tage, die sie vor der Kamera stand, seien sehr anstrengend gewesen. So begann ein Produktionstag um 9 Uhr und dauerte bis 19 Uhr, wobei die Pausen oft relativ kurz waren. Im Vorfeld eines Drehtages gab es ein Briefing, in dem erklärt wurde, was an dem Tag ansteht. So wurde zum Beispiel gesprochen, wann Outfitwechsel anstanden. "Es gab auch einen groben Drehplan", so die Optikerin. Darin war festgelegt, an welchen Tagen an welchen Orten gefilmt wird.

Ein Training, wie sie sich vor der Kamera verhalten soll, gab es nicht. "Ich wurde quasi ins kalte Wasser geworfen", sagt Trummer lachend. Am Anfang sei es schon ungewohnt gewesen, vor der Kamera zu stehen, aber sie habe sich schnell daran gewöhnt. Durch ihren Youtube-Kanal und Instagram-Account habe sie schon Erfahrung im Umgang mit einer Kamera gesammelt.

Trummer hat viel Erfahrung sammeln können

Im Nachhinein zieht Trummer ein positives Fazit und würde sich auch wieder vor eine Kamera stellen, allerdings mit einer anderen Respekthaltung. Der Dreh habe schon viel Zeit und Kraft gekostet. Aber sie hat auch einiges an Erfahrung mitnehmen können. "Dadurch, dass ich Läden und auch Kunden von einer anderen Seite kennengelernt habe, habe ich einige Erfahrungen gemacht", sagt Trummer. So ist ihr aufgefallen, dass Augenoptiker schnell in eine Fachsprache fallen, die die Kunden oft nicht mehr nachvollziehen können. "Da habe ich mich dann auch selber hinterfragt und wir achten in unserem Laden jetzt darauf, dem Kunden alles für ihn verständlich zu erklären."

Die Sendung wird sie sich zusammen mit ihren fünf Kollegen anschauen. Zuerst habe sie sich überlegt, ein Event für die Kunden zu veranstalten. Diese Idee hat sie aber wieder verworfen, da sie die Sendung ganz in Ruhe anschauen will. So wird sie am Dienstagabend bei Pizza und Getränken ihren Fernsehauftritt in kleiner und intimer Runde genießen.

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