Panorama -

"geplant + ausgeführt" Architekturwettbewerb geht in die nächste Runde

Die Bewerbungsphase für die neunte Auflage von "geplant + ausgeführt" ist eröffnet. Der Architekturwettbewerb bietet eine Bühne für Referenzobjekte.

Architektur schafft Aufmerksamkeit. Beim Bau des Kirchenzentrums Seliger Pater Rupert Mayer im oberbayrischen Poing ist das eindrucksvoll gelungen. Während die Einwohner über ihre Kirche als "Sprung­schanze Gottes" scherzen, räumt der sakrale Neubau mit seiner prägnanten Dachlandschaft einen Preis nach dem anderen ab.

So konnte der Münchner Architekt Andreas Meck kurz vor seinem plötzlichen Tod im Sommer dieses Jahres mit dem "Großen Nike" noch einen der renommiertesten Architekturpreise Deutschlands entgegennehmen. Dass auch die Leistung des Handwerks an diesem herausragenden Bauwerk gebührend gewürdigt wurde, liegt an einem anderen Preis, mit dem der Kirchenneubau schon im vergangenen März ausgezeichnet wurde, dem Architekturpreis "geplant + ausgeführt". Zur Internationalen Handwerksmesse (IHM) erhielt auch das beteiligte Bauunternehmen Rank aus München einen Siegerpokal.

Bis 22. Januar bewerben

Im nächsten Jahr erlebt der Wettbewerb "geplant + ausgeführt" nun schon seine neunte Auflage. Bis zum 22. Januar 2020 können sich Architekten, Innenarchitekten oder Handwerker aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz und Südtirol) mit ihren gemeinsamen Bauprojekten bewerben. Die Teilnahmebedingungen und einen Link zur Anmeldeseite finden Sie unter www.ihm.de/geplant-ausgefuehrt.

Der Aufwand kann sich lohnen, selbst wenn man nicht zu den Gewinnern gehört. Denn die besten 30 der eingereichten Objekte werden zunächst während der IHM in München präsentiert, um an­schließend im Rahmen einer Wanderausstellung an weiteren Orten gezeigt zu werdn. Die Projekte der Kandidaten von diesem Jahr sind noch bis zum 20. Dezember im Ausstellungspavillon der Schule für Holz und Gestaltung in Garmisch-Partenkirchen zu sehen.

DHZ vergibt Publikumspreis

Kapelle der Barmherzigkeit

Und nicht zuletzt zeigt auch die DHZ auf ihrer Internetseite die Projekte. Bei einem Online-Voting können die Leserinnen und Leser der Deutschen Handwerks Zeitung ihren Favoriten wählen. Das Projekt mit den meisten Stimmen erhält am 12. März 2020 den Publikumspreis. In diesem Jahr erhielt mit der Kapelle der Barmherzigkeit in Ried am Wolfgangsee erstmals ein Projekt aus Österreich die meisten Stimmen und wurde mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Alles zusammen bildet für Bau- und Ausbaubetriebe wie für Architekten und Innenarchitekten eine gute Bühne, um ihren Referenz­objekten jene Aufmerksamkeit zu schaffen, die guter Architektur gebührt. ste

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten