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Deutschland im vergangenen Jahr mit geringster Steigerung innerhalb der EU Arbeitskosten knapp unter 30 Euro

In Deutschland sind die Arbeitskosten im vergangenen Jahr im Vergleich zu den anderen EU-Mitgliedstaaten am geringsten gestiegen. Arbeitgeber zahlten in der deutschen Privatwirtschaft mit 29,10 Euro ein Prozent mehr als im Vorjahr für eine geleistete Arbeitsstunde, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

Im europäischen Vergleich lag das Arbeitskostenniveau in Deutschland nach Dänemark, Schweden, Belgien, Luxemburg, Frankreich und den Niederlanden auf Rang sieben. Dänemark wies mit einem Plus von 3,6 Prozent auf 35,00 Euro die höchsten Arbeitskosten je geleistete Stunde auf. In Bulgarien mussten Arbeitgeber mit 2,10 Euro am wenigsten zahlen. Den stärksten Anstieg verzeichnete Rumänien mit 30,4 Prozent auf 3,90 Euro.

Im verarbeitenden Gewerbe kostete eine Arbeitsstunde in Deutschland 2007 durchschnittlich 33,00 Euro und war damit um 1,2 Prozent teurer als im Vorjahr. Damit lag Deutschland nach Angaben der Statistikbehörde hinter Belgien, Schweden und Dänemark auf Rang vier in der Europäischen Union.

Die Arbeitgeber zahlten in Deutschland auf 100 Euro Bruttolohn und -gehalt 32 Euro Lohnnebenkosten. Damit lag Deutschland den Angaben nach unter dem europäischen Durchschnitt von 36 Euro und nahm mit Rang 14 innerhalb der Europäischen Union einen Mittelplatz ein. In Frankreich und Schweden entfielen auf 100 Euro Lohn zusätzlich 50 Euro Lohnnebenkosten, in Malta waren es nur 10 Euro.

Hauptbestandteil der Lohnnebenkosten sind die Sozialbeiträge der Arbeitgeber, also vor allem die gesetzlichen Arbeitgeberbeiträge zu den Sozialversicherungen sowie die Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung. Die Betrachtung des Verhältnisses der Lohnnebenkosten zu den Bruttolöhnen und -gehältern erlaubt einen Vergleich der Lohnnebenkosten unabhängig vom Lohnniveau der einzelnen Mitgliedstaaten.

ddp

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