Auto: Themen rund ums Fahrzeug -

Marktübersicht – Transporter und Lieferwagen Allradantrieb: Geländegängige Nutzfahrzeuge im Vergleich

Ob unbefestigte Areale von Großbaustellen, steile, schneebedeckte Zufahrten oder steinige Feldwege: Mit einem 4x4-Antrieb lassen sich solche Hindernisse leicht überwinden. Doch welche geländegängigen Transporter gibt es überhaupt und was können die verschiedenen Systeme wie 4x4 oder Differenzialsperre? Marktübersicht und Modelle im Vergleich.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Auto: Themen rund ums Fahrzeug

Wenn der Grip nicht reicht, bleiben Nutzfahrzeuge auf Feldwegen, auf einem unbefestigten Areal der Großbaustelle oder auf der steilen, schneebedeckten Zufahrt schon mal stecken. Eine unkomplizierte Hilfe bei solchen Problemen ist der 4x4-Antrieb. Ist man im Gelände unterwegs, lässt sich per Tastendruck ein speziell übersetztes Getriebe in den Allradantrieb schalten.

Neben den 4x4-Antrieben gibt es auch die sogenannte Differenzialsperre (die bei nur einem durchdrehenden Rad als technischer Zusatz im Antriebsstrang bereits hilft weiterzukommen) sowie die Visco-Kupplung, die bei Bedarf blitzschnell vom Einachsantrieb zur Allradtechnik wechselt, im Angebot der Hersteller. In ihren Prospekten bewerben die Autobauer diese Systeme jedoch häufig als regelrechte "Alleskönner". Für den Laien ist so die Versuchung groß, von relativ einfachen technischen Zusatzkomponenten an der Antriebsachse sehr viel zu erwarten.

Da heißt es beispielsweise bei Renault, die ihr System "X-Trac" auf der Nutzfahrzeugmesse im Herbst 2016 vorgestellt haben: "Die mechanische Differenzialsperre mit begrenztem Schlupf ist in Kombination mit der erhöhten Bodenfreiheit und dem robusten Unterfahrschutz ideal für häufige Fahrten auf matschigen und verschmutzten Straßen, Forstwegen sowie Großbaustellen." Ideal? 

Renault "X-Trac" – Differenzialsperre sperrt nicht komplett

Betrachtet man die Renault-Technik bei "X-Trac" genauer, sperrt die Differenzialsperre nicht gänzlich. Sie hat eher eine Bremswirkung. Die per Reibscheiben arbeitende Einheit erreicht lediglich eine Sperrwirkung von 25 Prozent. Daraus ergibt sich: Dreht ein Antriebsrad durch, leitet das System ein Viertel der Antriebskraft an das gegenüberliegende Rad, das sonst bekanntlich im Normalfall still stehen würde (siehe Info-Kasten "Drei Antriebsarten die zu mehr Grip verhelfen").

Diese im Antriebsstrang der Fronttriebler Kangoo, Trafic oder Master integrierte Differentialbremse funktioniert automatisch ohne Eingriff durch den Fahrer. Der könnte zudem noch per Taste das System "Extended Grip" zuschalten – ein Renault-Programm, das bis max. 50 km/h die Regelstrategie von ESP und Antischlupfregelung ändert und das Absinken der Motorleistung bei durchdrehenden Rädern verhindert. In begrenztem Umfang mag also dieses technische Zusatzpaket "X-Trac" über manche Hürde helfen, an der ein normal gebautes Fahrwerk arge Probleme durch Schlupf bekäme – aber ideal? Im Morast einer Großbaustelle?

Differenzialsperre – das Minimum für einen geländegängigen Transporter

Wird für den Lieferwagen oder den Transporter eine Differentialsperre geboten, sollte man bei der Order für ein Neufahrzeug nicht zögern. So kostet diese Option beispielsweise beim Iveco Daily Kastenwagen netto 700 Euro. Soll ein Daily Kastenwagen mehr Geländetauglichkeit erhalten, ist dies Sache des zertifizierten Ausrüsters Achleitner, der sich auf komfortable 4x4-Technik spezialisiert hat. Iveco selber bietet zwar auch sehr leistungsfähige Allradlösungen, beschränkt sie jedoch auf die Pritschenvarianten.

Mit der Visco-Kupplung zur Allradtechnik

Mindestens 7.000 Euro netto und damit das Zehnfache gegenüber einer einfachen Differenzialsperre ist als zusätzliche Investition nötig, um beispielsweise aus einem Citroën Berlingo oder dem stark bauähnlichen Peugeot Partner eine 4x4-Version zu machen. Dieser Allradtechnik "Traction Control" liegt die Systemtechnik einer Visco-Kupplung zugrunde (siehe Kasten "Drei Antriebsarten die zu mehr Grip verhelfen").

Der Markenhändler kann diese Option für den Neukauf anbieten, weil eine enge Kooperation mit Ausrüster Dangel besteht und für die Umrüstung zur Allradtechnik übliche Garantieansprüche in gleichem Umfang gelten. Im zugehörigen Flyer findet sich zu diesem 4x4-Antrieb der Satz: "Dank seiner Vorzüge sind Sie für schlechte und schwierige Wegstrecken jeder Art bestens gerüstet."

Marktübersicht: Transporter und Nutzfahrzeuge mit Allradantrieb zum durchklicken

VW setzt bei Caddy und T6 auf "4Motion"

Bei Volkswagen lassen sich der Caddy oder der Transporter T6 als "4Motion“ (4x4-Antrieb) konfigurieren. Hinter dem Begriff verbirgt sich Allradtechnik, die ähnlich arbeitet wie zuvor beschrieben und bei der Serienfertigung als gängige Option gelistet ist. Mit hinzunehmen lässt sich beispielsweise beim Caddy  auch die Ausstattung "Alltrack", die vom verstärkten Unterboden über die erhöhte Bodenfreiheit bis zur komfortablen Fahrwerkseinstellung für schwieriges Gelände reicht. Allerdings sollte man dennoch einen weichen Untergrund mit Vorsicht genießen.

Neuer Crafter wird geländetauglich

Den Transporter T6 gibt es nicht nur als "4Motion", sondern auch als "Rockton", einen teilverglasten Kastenwagen für den Personen- und Materialtransport in schwierigem Gelände. Die Ausführung "Rockton Expedition", wie sie beim T5 zu haben war, ist jedoch nicht mehr verfügbar. Zudem gibt es bei VW inzwischen den neuen Crafter und bereits jetzt steht fest, dass auch er als "4Motion" vom Band rollen wird –erwartet wird dies erst zum Jahresende 2017.

4x4: Allradantrieb bei Mercedes Vito und Sprinter

Herkömmliche Differenzialsperren sind beim Vito 4x4 überflüssig. Das Antriebsmoment wird innerhalb des Verteilergetriebes durch ein Zentral-differenzial aufgeteilt, in einem festen Verhältnis von 45 zu 55 Prozent an die Achsen geleitet und durch ein Electronic Traction System (4ETS) überwacht. Diese von Mercedes-Benz entwickelte Technik ist eng verwandt mit Antrieben in SUV- und Pkw-Modellen des Konzerns und bietet kompakte und leichte Bauformen für den permanenten Allradantrieb.

Beim Sprinter 4x4 wird die Allradtechnik per Taste zugeschaltet und ebenfalls durch 4ETS überwacht. Die Antriebskraft wirkt im normalen Fahrbetrieb im Verhältnis von 33 zu 67 Prozent auf Vorder- und Hinterräder und ähnelt damit dem gewohnten Hinterradantrieb. Per Schalter lässt sich ein Untersetzungsgetriebe zuschalten, um kupplungsschonend in schwierigem Gelände sowie bei extremen Steilstrecken unterwegs sein zu können. Die Höherlegung der Karosserie (vorne 11, hinten 8 cm) gibt zwar deutliche Hinweise auf die Einsatzfähigkeit im Gelände, dennoch bezeichnet ihn Mercedes-Benz nicht als Offroader. Die 4x4-Version startet gegenüber dem vergleichbaren Hecktriebler mit einem Aufpreis von 8.500 Euro netto.

Robuste Technik für harte Einsätze

Dass die Ausstattung für einen geländetauglichen Transporter auch bei netto 20.000 Euro starten kann, zeigt Achleitner beim Crafter. Der Ausrüster macht im Detail deutlich, wie die robuste Technik mit speziellem Verteilergetriebe und etlichen Besonderheiten an Vorder- und Hinterachse aufgebaut ist. Damit will er sich für die harten Anforderungen im Baugewerbe, der Forstwirtschaft, bei Energieversorgern oder Rettungsdiensten empfehlen.

Übersicht: Wer kann in welches Gelände? 16 Nutzfahrzeug-Modelle im Vergleich

Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, ist eine Übersicht zu 16 geländetauglichen Nutzfahrzeugen entstanden. Vom kleinen Lieferwagen bis zur 6-Tonner-Pritsche: Die Übersicht zeigt, was die einzelnen Modelle im Gelände können und wie sie ausgestattet sind.

Von Citroën Berlingo bis Ford Transit

Fahrzeugtyp/Modell Citroën Berlingo 4x4 Traction Control* Citroën Jumper 4x4* Fiat Ducato 4x4* Ford Transit 4x4 Iveco Daily 4x4
Ladevolumen(m³) 3,3** max. 13 max. 13 max. 12,4 max. 18
Nutzlast (kg) max. 896 max. 1870 max. 1870 max. 1300 max. 4000
zul. Gesamtgewicht (kg) max. 2205*** max. 3500 max. 3500 3500 max. 3500*
zul. Anhängelast gebremst max. 1250 max. 2500 max. 2500 max. 2800 max. 3500
Sitzplätze Kombi: 5 Kasten: 2+1 Kasten: max. 3 Kombi: 2-6 DoKa: max. 7 Kasten: max. 3 Kombi: 2-6 DoKa: max. 7 Kasten: max. 3 Kombi: 2 – 6 DoKa: max. 7 Kasten: max. 3 Kombi: 2 – 6 DoKa: max. 7
Aufbauten Laderaummaße L/B/H in mm Kasten: 1800+2050/1500/1200 Kasten klein (L1): 2670/1870/1662 lang (L2): 3120/1870/1932 groß (L3): 3705-4070/1870/1932 Kasten klein (L1): 2670/1870/1662 lang (L2): 3120/1870/1932 groß (L3): 3705-4070/1870/1932 Kasten klein: 3044/1784/1786-2125 mittelgroß: 3494/1784/1786-2125   Kasten klein: 2620/1800/1545 mittelgroß: 2620-3000/1800/1900 groß: 3600-5110/1800/2100
Radstände 1 2 2 2 3
Benzin- bzw. Diesel-Motoren (Leistung in kW/PS sowie mindest. CO2-Ausstoß in g/km) D: 73/100 (108) D: 88/120 (114) D: 96/130 (180)** D: 110/150 (180)** D: 96/130 (164)** D: 109/148 (164)** D: 77/105 (ca.190) D: 96/130 (ca.185) D: 125/170 (ca.185) D: 85/116 D: 100/136 D: 110/150 D: 115/156 D: 132/180
Basispreis (ohne MwSt. in Euro) ca. 22 150,- ca. 25 350,- ca. 25 350,- ca. 36 500,- ca. 30 000,-**
Bemerkungen * stark bauähnlich mit Peugeot Partner ** durch geklappten Beifahrersitz auf 3,7 m³ vergrößerbar (Lang-Version 3,7 m³ auf 4,1 m³ vergrößerbar) *** in Lang-Version ca. 2180 kg 4x4-Ausrüster: Dangel * Karosserie stark bauähnlich mit Peugeot Boxer und Fiat Ducato ** 2,2-Liter HDI auch Pritschen-Versionen verfügbar 4x4-Ausrüster: Dangel * Karosserie stark bauähnlich mit Citroën Jumper und Peugeot Boxer ** 2,3-Liter Multijet, auch Pritschen-Versionen 4x4-Ausrüster: Dangel auch Pritschen-Versionen mit Allradtechnik     * auch Ausführungen mit höherer Nutzlast (Pritschenfzg. bis 7t zGG und zuschalt­bare 4x4-Technik) ** Kastenwagen mit Differenzialsperre (Option) ab Werk möglich, 4x4-Technik durch Ausrüster Achleitner (ca. 16 000 Euro)

Von Mercedes Vito bis Peugeot Boxer

Fahrzeugtyp /Modell Mercedes Vito 4x4 119 CDI BlueTec Mercedes Sprinter 4x4 Opel Movano 4x4* Peugeot Partner 4x4 Traction Control* Peugeot Boxer 4x4*
Ladevolumen(m³) max. 6,9 max. 17 max. 17 3,3** max. 13
Nutzlast (kg) max. 1369 max. 1555 max. 1545 max. 896 max. 1870
zul. Gesamtgewicht (kg) max. 3005 3500* 3500** max. 2205*** max. 3500
zul. Anhängelast gebremst max. 2500 max. 3500 2500 max. 1250 max. 2500
Sitzplätze Kasten: 2-3 Kombi: 2-9 Kasten: max. 3 Kombi: 2 – 6 DoKa: max. 7 Kasten: max. 3 Kombi: 2 – 6 DoKa: max. 7 Kombi: 5 Kasten: 2+1 Kasten: max. 3 Kombi: 2-6 DoKa: max. 7
Aufbauten Laderaummaße L/B/H in mm Kasten (L1): 2586/1270-1685/1252 lang (L2/L3): 2831-3061/1270-1685/1252 Kasten klein: 2600-3265/1780/1650 mittelgroß: max. 4300/1780/1940 groß: max. 4700/1780/2140 Kasten klein: 2583/1765/1700 mittelgroß: 3083/1765/max. 1894 groß: 3733-4383/1765/max. 2048 Kasten: 1800+2050/1500/1200 Kasten klein (L1): 2670/1870/1662 lang (L2): 3120/1870/1932 groß (L3): 3705-4070/1870/1932
Radstände 2 3 4 1 2
Benzin- bzw. Diesel-Motoren (Leistung in kW/PS sowie mindest. CO2-Ausstoß in g/km) D: 140/190 (169) D: 95/129 (ca. 200)** D: 120/163 (ca. 200)** D: 140/190 (ca. 228)*** D: 96/130 (ca.235) D: 107/145 (ca. 215) D: 120/163 (ca. 215) D: 73/100 (108) D: 88/120 (114) D: 96/130 (180)** D: 110/150 (180)**
Basispreis (ohne MwSt. in Euro) ca. 35 030,- ca. 43 320,- ca. 44 850,- ca. 22 150,- ca. 25 350,-
Bemerkungen kein Hochdach mehr im Angebot Verteilergetriebe mit Zentraldifferenzial und besondere elektronische Traktionskontrolle     * auch als max. 5-Tonner ** 4-Zylinder im Sprinter 313/513 BlueTec sowie 316/516 BlueTec *** 6-Zylinder im Sprinter 319/519 BlueTec 4x4 auch in diversen Pritschen-Versionen * stark bauähnlich mit Renault Master ** auch als 4,5-Tonner 4x4-Ausrüster für Kasten/Pritschen-Versionen: Oberaigner * stark bauähnlich mit Citroën Berlingo ** durch geklappten Beifahrersitz auf 3,7 m³ vergrößerbar (Lang-Version 3,7 m³ auf 4,1 m³ vergrößerbar) *** in Lang-Version ca. 2180 kg 4x4-Ausrüster: Dangel * Karosserie stark bauähnlich mit Citroën Jumper und Fiat Ducato ** 2,2-Liter HDI auch Pritschen-Versionen verfügbar 4x4-Ausrüster: Dangel

Von Renault Kangoo bis Renault Master

Fahrzeugtyp /Modell Renault Kangoo X-Trac Renault Trafic X-Trac Renault Master 4x4*
Ladevolumen(m³) 3* max. 7,2* max. 17
Nutzlast (kg) max. 745 max. 1235 max. 1545
zul. Gesamtgewicht (kg) max. 2100 max. 3010 3500**
zul. Anhängelast gebremst 1050 max. 2000 2500
Sitzplätze Kombi: 5 Kasten: 2 Kasten: 3 Kombi: bis 9   Kasten: max. 3 Kombi: 2 – 6 DoKa: max. 7
Aufbauten Laderaummaße L/B/H in mm Kasten: 1731-2115/1218/1130 Kasten (L1): 2537/1268-1662/1320 lang (L2): 2937/1268-1662/1387** Kasten klein: 2583/1765/1700 mittelgroß: 3083/1765/max. 1894 groß: 3733-4383/1765/max. 2048
Radstände 2 2 4
Benzin- bzw. Diesel-Motoren (Leistung in kW/PS sowie mindest. CO2-Ausstoß in g/km) B: 84/114 (140) D: 55/75 (119) D: 66/90 (119) D: 80/110 (119) D: 66/90 (160) D: 85/116 (170) D: 88/120 (155) D: 103/140 (160) D: 96/130 (ca.235) D: 107/145 (ca. 215) D: 120/163 (ca. 215)
Basispreis (ohne MwSt. in Euro) Premiere 9-2016 Premiere 9-2016 ca. 44 850,-***
Bemerkungen * in Lang-Version 4 m³ (Rapid Maxi), geklappter Beifahrersitz: plus ca. 0,5 m³   Frontantrieb * mit Hochdach max. 8,6 m³ (L2H2) ** bei Hochdach Frachtraum ca. 1915 hoch * stark bauähnlich mit Opel Movano ** auch als 4,5-Tonner *** 4x4-Umbau von Kasten/Pritschen-Version durch Ausrüster Oberaigner Auch nur mit X-Trac ab Werk lieferbar

Von Volkswagen Caddy bis Volkswagen Crafter

Fahrzeugtyp /Modell Volkswagen Caddy 4Motion  Volkswagen T6 4Motion* Volkswagen Crafter 4x4*
Ladevolumen(m³) 3,2* max. 7,8** max. 17
Nutzlast (kg) max. 762** max. 1445 max. 1555
zul. Gesamtgewicht (kg) max. 2250** max. 3200 3500**
zul. Anhängelast gebremst max. 1500 max. 2500 max. 3500
Sitzplätze Kasten: 2 Kombi: 5 – 7 Kasten: 2-3 Kombi: 2-9 DoKa: max. 6 Kasten: max. 3 Kombi: 2 – 6 DoKa: max. 7
Aufbauten Laderaummaße L/B/H in mm Kasten: 1780+2250/1340/1257 Kasten: 2572-2975/1244-1700/1410 mittelhoch: 2572-2975/1244-1700/1635 hoch: 2975/1244-1700/1940 Kasten klein: 2600-3265/1780/1650 mittelgroß: max. 4300/1780/1940 groß: max. 4700/1780/2140
Radstände 2 2 3
Benzin- bzw. Diesel-Motoren (Leistung in kW/PS sowie mindest. CO2-Ausstoß in g/km) D: 90/122 (143) D: 110/150 (143) B: 150/204 (203) D: 110/150 (153) D: 150/204 (166) D: 120/163 (229)
Basispreis (ohne MwSt. in Euro) ca. 21 700,- ca. 30 800,- Umbau ab 20 350,-
Bemerkungen * durch Klappsitz vergrößerbar, Caddy Maxi mit 4,2 m³ ** Caddy Maxi: max. 797 kg Nutzlast und 2,3 t zulGG Version Alltrack: Geländepaket lässt sich mit Allradtechnik kombinieren * T6 mit gehobener Ausstattung: Multivan, spez. geländetaugliche Version: Rockton ** mit langem Radstand und Hochdach max. 9,3 m³, auch Pritschen-Versionen * 4x4-Umbau von Kasten/Pritschen-Version durch Ausrüster Achleitner ** auch als max. 5-Tonner, auch Pritschen-Versionen Neuer Crafter (ab 9-2017) auch als 4Motion ab Werk

*Technische Daten laut Hersteller D = Diesel, B = Benzin DoKa= Doppelkabine Stand: 15. November 2016

Differenzialsperre, Visco-Kupplung und 4x4-Antrieb: Die drei Antriebsarten die zu mehr Grip verhelfen kompakt erklärt

  • Die kleine Maßnahme – Differenzialsperre: Bietet der Fahrweg einen ungenügenden Grip und lässt dadurch ein Rad durchdrehen, hat die herkömmlich gebaute Antriebsachse ein Problem. Dies kann eine Differenzialsperre verhindern. Durchaus wirksam kann auch bereits eine Differentialbremse (z.B. Renault X-Trac) sein, die dafür sorgt, dass ein Teil der Antriebskraft vom durchdrehenden Rad weggenommen und dem gegenüberliegenden zugeführt wird. Eine Differentialbremse funktioniert mit Hilfe von Reibscheiben automatisch.
  • Die mittlere Lösung – Allrad via Visco-Kupplung: Bei normaler Bodenhaftung leitet das Fahrzeug den Antrieb nur auf eine Achse. Beispielsweise beim VW-Transporter ist es der Frontantrieb, beim aktuellen Mercedes Vito gibt es Heckantrieb. Kommt es zur verminderten Bodenhaftung der Antriebsachse, bindet eine sogenannte Visco-Kupplung die zweite Achse automatisch mit ein. Der Fahrer muss dafür nichts unternehmen. Sobald die Bodenhaftung des Primärantriebs wieder ausreicht, findet das System zurück zum Einachsantrieb.
  • Komfortable 4x4-Technik – zuschaltbarer Allradantrieb: Was vor Jahren nur mechanisch umzuschalten war, kann heute bei einem voll geländetauglichen Fahrzeug bei Schritttempo sogar per Taste erfolgen. Dann lassen sich andere Getriebübersetzungen wählen und – bei sehr komfortablen Modellen – sogar ein vollautomatischer Geländemodus zuschalten. Denn erst mit einer Vorwärtsganguntersetzung bzw. Differenzialsperren im Antriebsstrang gelingt eine ambitionierte Geländefahrt: Sonst wäre ein Anfahren am Berg, die extrem steile Abfahrt sowie das Überwinden großer Unebenheiten auf drei Rädern nicht sicher möglich
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