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Zwei Systeme für Geländefahrten Alles auf Allrad: Der neue Mitsubishi L200

Er gilt als einer der alten Hasen unter den Pick-ups. In diesen Tagen nun rollt eine neue Generation des Mitsubishi L200 zu den Händlern.

Die sechste Auflage des in Thailand gebauten Nutztiers fällt zunächst mit ihrer bulligen Frontpartie auf. Aber natürlich haben die Entwickler auch an vielen anderen Stellschrauben gedreht. An den Karosserieversionen Club-Car mit zwei mal zwei Sitzen und gegenläufig öffnenden Türen sowie der fünfsitzigen Doppelkabine hält Mitsubishi hingegen fest.

Zuschaltbar oder permanent

In erster Linie will Mitsubishi beim neuen L200 mit seiner Allradkompetenz punkten, die mit dem weltweit ersten Serien-Allradfahrzeug PX33 begann. Mehr als 80 Jahre später soll der L200 nun von der gewachsenen Expertise des Herstellers profitieren. So werden gleich zwei Allradsysteme für den Pick-up angeboten. Schon in der Basisversion ist das zuschaltbare Allradsystem "Easy Select 4WD" verbaut. Im Alltag schickt der kupplungsgesteuerte Antrieb die Kraft des neu entwickelten 2.2-Liter-Dieselmotors ausschließlich an die Hinterräder. Bei einem Ausflug ins Gelände oder auf Schnee und Eis kann der Fahrer über einen Drehschalter in der Mittelkonsole auf Allrad umschalten – und das ohne anzuhalten bei bis zu 100 km/h.

Mitsubishi L200

Noch mehr Traktion für anspruchsvollstes Gelände bietet das differentialgesteuerte permanente Allradsystem "Super Select 4WD-II", das erst ab der mittleren Ausstattungslinie angeboten wird. Eigenen Angaben zufolge baut Mitsubishi als einziger Hersteller von Pick-ups die Kombination aus permanentem Allradsystem, sperrbarem Mittendifferenzial und Geländeuntersetzung.

In der Grundposition "4H" verteilt sich das Drehmoment in einem Verhältnis 40 zu 60 zwischen Vorder- und Hinterachse. Gesteuert wird der Kraftfluss über ein Verteilergetriebe mit Viskokupplung und Mittendifferenzial. Auf unbefestigten Wegen oder steilen Anstiegen empfiehlt Mitsubishi die Einstellung "4HLc", die sich auch ideal als Anfahrhilfe auf Matsch und Schnee eigne. Hier ist das Mittendifferenzial gesperrt und das Drehmoment wird symmetrisch auf beide Achsen aufgeteilt – optimal für anspruchsvolles Gelände. Extremste Bedingungen meistert der L200 im Modus "4LLc". Dann fährt der Pick-up mit gesperrtem Mittendifferenzial und Geländeuntersetzung, was für höchste Antriebskraft an den Rädern bei allerdings niedrigen Geschwindigkeiten sorgt.

Erstmals mit Bergabfahrhilfe

Abhängig von der Ausstattung bietet Mitsubishi für den neuen L200 erstmals eine Bergabfahrhilfe, die für eine gleichbleibende Geschwindigkeit auf Abfahrten sorgt, sodass sich der Fahrer voll auf die Lenkung konzentrieren kann. Die neue Offroad-Traktionskontrolle mit vier Fahrmodi für Schotter, Schnee, Sand und steinige Untergründe vermittelt selbst unerfahrenen Geländefahrern Sicherheit. Das System kontrolliert und steuert gleichzeitig Motor, Automatikgetriebe, Traktion sowie Bremsen und passt Reifenhaftung an die jeweilige Oberfläche an. Bei aktivierter "4HLc"- bzw. "4LLc"-Einstellung können die verschiedenen Modi mittels Druckknopf aktiviert werden.

Mitsubishi L200

Der Einstiegspreis für den ab sofort verfügbaren neuen L200 liegt bei 31.490 Euro. In der Plus-Ausstattung ist er ab 34.890 Euro zu haben, für die Top-Version, die es nur als Doppelkabine mit Automatikschaltung gibt, müssen 43.390 Euro hingeblättert werden. Zudem bietet Mitsubishi zum Markteinstieg eine Into-Edition zum Preis von 37.990 Euro mit zusätzlichen Assistenzsystemen, LED-Scheinwerfern und Zwei-Zonen-Klimaautomatik. ste

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