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"Nutzfahrzeug des Jahres" meistert Offroad-Abenteuer Albanien mit dem Amarok

In Albanien findet sich die größte Schlaglochdichte Europas. Beste Voraussetzungen also, um das Land der Skipetaren mit dem "Nutzfahrzeug des Jahres" zu erkunden: dem VW Amarok.

Albanien, Amarok Adventure Tour 2014
Eselkarren und moderne Fahrzeuge wie der VW Amarok begegnen sich in Albanien nicht nur auf den unbefestigten Straßen der Dörfer, sondern manchmal sogar auf der Autobahn. -

Jahrelang nahezu abgeschottet von der Außenwelt, sucht Albanien seit mehr als zwei Jahrzehnten seinen Weg in die Normalität. Aber noch gelten seine Straßen als die schlechtesten in Europa. Für Volkswagen Nutzfahrzeuge Grund genug, die Amarok Adventure Tour 2014 durch das Balkanland zu starten.

Private Autos waren unter der Herrschaft des 1985 verstorbenen Diktators Enver Hoxha in Albanien nicht erlaubt. Die Nachwehen dieser Politik sind bis heute spürbar. Verkehrsregeln scheinen die Albaner nicht zu kennen, was nicht heißt, dass sie nicht rücksichtsvoll wären. Wer am vielbefahrenen Skanderbeg-Platz im Zentrum Tiranas als Fußgänger die mehrspurige Straße queren möchte, muss nur festentschlossenen Schrittes loslaufen. Die Fahrzeuge halten. Sonst allerdings nicht.

Amarok Adventure Tour 2014 durch Albanien

Die Regel ist, dass es keine Regel gibt, hat uns unser Guide Matthias Göttenauer eingeschärft, bevor wir mit den Allrad-Pick-ups Richtung Süden starten zu einer Tour voller Kontraste. In der Industriestadt Elbasan schleudern die Schlote stinkende Rauchwolken in den Himmel, wenig später erinnert die Szenerie am Straßenrand an die Anfänge des Erdölzeitalters in Texas. Wir steifen Kuçova, das Zentrum der albanischen Erdölförderung.

Auf Schotterpisten ins Gebirge

Nur wenige Kilometer weiter südlich klettern die Amaroks über historisches Kopfsteinpflaster hinauf zur Burg von Berat. Die „Stadt der tausend Fenster“ wurde 2008 in die Unesco-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und ist längst zu einem der touristischen Höhepunkte Albaniens geworden.

Bis Poliçan folgt die Straße dem Fluss Osumi, ehe unsere Route ins Tomorrit-Gebirge abbiegt. Jetzt kann der Amarok zeigen, warum ihn deutsche Handwerker zum Nutzfahrzeug des Jahres wählten. Mit Highline-Ausstattung und Acht-Gang-Automatikgetriebe nimmt der Amarok selbst die härteste Schotterpiste, ohne dem Fahrer die Schweißperlen auf die Stirn zu treiben. Ganz anders muss es da den Laster-Fahrern gehen, die aus den hoch oben gelegenen Steinbrüchen ihre schwere Fracht ins Tal bringen müssen.

Amarok Adventure Tour 2014 durch Albanien

Die Amarok Adventure Tour 2014 führte durch Albanien, dem Land mit den schlechtesten Straßen Europas. Dafür überrascht der Balkanstaat mit einer grandiosen Landschaft.

Zum Glück ist wenig los auf den Serpentinen. Nichts erinnert heute an die Pilgerscharen, die im August zum Tomorr strömen. Jahr für Jahr ziehen die Bektashi auf den knapp 2.400 Meter hohen Berg, um am Grabmal von Abas Ali ihrem Heiligen zu huldigen, jenem Mann, der der Legende nach in der Schlacht von Kerbela im Jahr 680 als Fahnenträger auf Seiten der Schiiten ritt. Die Opfer-Zeremonie des Derwisch-Ordens, dessen Anhänger den Koran viel weniger streng auslegen als die Schiiten, lockt inzwischen sogar westliche Touristen ins albanische Tomorrit-Gebirge.

Zurück im Tal des Osumi geht es bei stetig steigender Schlaglochdichte weiter nach Süden. Als die kleine, aber durchaus auffällige Amarok-Kolonne schließlich den Nationalpark Hotovas-Dangelli erreicht, taucht die Sonne hinter den Horizont. Am Tagesziel, den heißen Quellen von Benja, wird im Schein der Taschenlampen das Zeltlager errichtet. Lagerfeuerromantik am Ende eines aufregenden Offroad-Abenteuers. Mehr als zehn Stunden Fahrzeit für 300 Kilometer. Die albanische Infrastruktur relativiert unsere Vorstellung von Reisegeschwindigkeit.

Eselkarren auf der Autobahn

Das hat seine Vorteile. So schärft sich selbst für den motorisierten Reisenden das Auge für die Schönheiten der Natur dieses Balkanlandes, etwa beim grandiosen Blick auf das Vjosa-Tal während der Fahrt zum antiken Amphittheater von Amantia. Über Vlora und einen Abstecher zur Adria geht es auf der Schnellstraße zurück nach Tirana. Wer allerdings glaubt, der glatte Asphalt erlaubt ein Finale der Entspannung, hat sich zu früh gefreut. Die Autobahn wird von Eselkarren, Radfahrern und Fußgängern bevölkert, so dass in jeder Sekunde vollste Aufmerksamkeit erforderlich bleibt.

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