Recht + Steuern -

Diese Fristen sollten Arbeitgeber nicht verpassen Arbeits- und Sozialrecht: Stichtag 31. März

Arbeitgeber müssen im Sozial- und Arbeitsrecht viele fristgebundene Meldebestimmungen beachten. Werden diese Meldefristen nicht eingehalten, drohen Säumniszuschläge und Bußgelder. Um diese zu vermeiden, werden nachfolgend die demnächst fälligen Meldepflichten kurz dargestellt.

Stichtag 31. März – Schwerbehindertenausgleichsabgabe

Arbeitgeber mit jahresdurchschnittlich mindestens 20 Arbeitsplätzen im Sinne des Schwerbehindertenrechts (§§ 154 ff. Neuntes Sozialgesetzbuch – SGB  IX) haben auf wenigstens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Wird die gesetzliche Beschäftigungspflicht nicht erfüllt, müssen Arbeitgeber eine Ausgleichsabgabe zahlen.Die Pflicht zur Beschäftigung behinderter Menschen wird durch die Zahlung der Ausgleichsabgabe nicht aufgehoben.

Arbeitgeber müssen bis 31. März der zuständigen Agentur für Arbeit für das vorangegangene Kalenderjahr, die Daten anzeigen, die für die Berechnung über den Umfang der Beschäftigungspflicht erforderlich sind. Und die Ausgleichsabgabe ist an das zuständige Integrationsamt abzuführen. Bei nicht fristgerechter Zahlung wird ein Säumniszuschlag erhoben. Für Arbeitgeber mit weniger als 20 Arbeitsplätzen im Sinne des Schwerbehindertenrechts besteht eine Anzeigepflicht nur auf Aufforderung der zuständigen Agentur für Arbeit.

Formulare sowie elektronische Berechnungshilfen sind im Internet unter iw-elan.de verfügbar. Informationen für Arbeitgeber unter bmas.de abgerufen werden

Stichtag 31. März – Künstlersozialabgabe

Handwerksbetriebe, Verbände oder Vereine sind nach § 24 Abs. 1 Satz 2 Künstlersozialversicherungsgesetz zur Künstlersozialabgabe verpflichtet, wenn sie für die Zwecke ihres Unternehmens Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit betreiben und dabei nicht nur gelegentlich Aufträge an selbstständige Künstler oder Publizisten erteilen. Als nur gelegentlich erteilt gelten seit 1. Januar 2015 Aufträge, deren Summe der abgabepflichtigen Entgelte in einem Kalenderjahr 450 Euro nicht übersteigen (Bagatellgrenze).

Die Abgabe berechnet sich aus den im Kalenderjahr 2017 an Künstler und Publizisten gezahlten Entgelten. Die Entgelte sind der Künstlersozialkasse bis zum 31. März zu melden. Hierzu muss ein Vordruck der Künstlersozialkasse verwendet werden. Wird die Entgeltmeldung nicht, nicht rechtzeitig, falsch oder unvollständig erstattet, nimmt die Künstlersozialkasse eine Schätzung vor. Auch eine Erhebung von Säumniszuschlägen und eines Bußgeldes ist möglich.

Der Vordruck für die Entgeltmeldung sowie weitere Informationen und Formulare sind im Internet unter kuenstlersozialkasse.de hinterlegt.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2018 - Alle Rechte vorbehalten