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Mindestlohn, Porto und Corona-Krise Änderungen und neue Gesetze im Mai 2020

Die Corona-Krise bestimmt weiterhin den Alltag und sorgt immer wieder für kurzfristige Gesetzesanpassungen. Im Mai stehen jedoch noch weitere wichtige Änderungen an. Alles was Sie dazu wissen sollten, zeigt unser Überblick zum Monatswechsel.

Kaum eine Woche vergeht, in der es durch die Corona-Krise keine Änderungen oder Gesetzesanpassungen gibt. Welche wichtigen Termine ab 1. Mai 2020 außerdem anstehen und auf welche Veränderungen sich Verbraucher einstellen müssen, zeigt der folgende Überblick.

Änderungen und neue Gesetze im Mai 2020

Änderungen im Mai: Corona-Beschränkungen werden gelockert

Ab dem 4. Mai 2020 dürfen Friseurbetriebe wieder öffnen – "unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen sowie unter Nutzung von persönlicher Schutzausrüstung", wie es im Bund-Länder-Beschluss heißt. Damit sich Friseursalons auf diese Eröffnung vorbereiten können, hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) einen Branchenstandard für Friseurbetriebe entwickelt. Er basiert auf dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard, den das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) vergangene Woche veröffentlicht hat.

Außerdem sind ab dem 4. Mai in einigen Bundesländern Gottesdienste unter strengen Hygienemaßnahmen wieder erlaubt.

Lesetipp: Corona-Schutz: Diese Regeln gelten ab sofort in Friseursalons

Ab 1. Mai 2020: Höherer Mindestlohn im Handwerk

Mindestlohn für Maler und Lackierer

Der Mindestlohn für Maler und Lackierer steigt zum 1. Mai 2020. Beschäftigte in der Branche erhalten statt den bisherigen 10,85 Euro künftig 11,10 Euro pro Stunde. Für Gesellen wird der Mindestlohn von 13,30 Euro auf 13,50 Euro angehoben.

In diesem Gewerk ist der Mindestlohn für alle Arbeitgeber der Branche als Lohnuntergrenze verbindlich, unabhängig davon, ob sie tariflich gebunden sind. Der Mindestlohn gilt als allgemeinverbindlich. Außerdem sind auch Betriebe mit Sitz im Ausland verpflichtet den Mindestlohn zu bezahlen, wenn sie Beschäftigte nach Deutschland entsenden.

Lesetipp: Mindestlohn für Maler und Lackierer: Das gilt ab Mai 2020

Mindestlohn für Steinmetze

Seit Mai 2018 gilt für Steinmetze ein einheitlicher bundesweiter Mindestlohn von 11,40 Euro. Ab 1. Mai 2020 folgt die nächste Stufe mit 12,20 Euro.

Deutsche Post: Porto für Pakte ab Mai wieder günstiger

Zu Beginn des Jahres hatte die Deutsche Post die Preise für den Versand von Paketen erhöht. Die Porto-Gebühren wurden im Durchschnitt um drei Prozent erhöht. Diese Änderung hat die Post nun wieder zurückgenommen – auch weil Kritik von der Bundesnetzagentur laut geworden ist und ein Verfahren eingeleitet wurde.

Ab dem 1. Mai 2020 gelten für Pakete somit wieder die gleichen Portogebühren wie im vergangenen Jahr. Der Preis für den Versand eines mittelgroßen Päckchens bis zu zwei Kilo innerhalb Deutschlands liegt beispielsweise wieder bei 4,50 Euro, statt 4,79 Euro.

Im Mai: Zusätzlicher Feiertag in Berlin

Am 8. Mai 2020 jährt sich die Kapitulation der Deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg zum 75. Mal. Der Tag wird auch als "Tag der Befreiung" Berlins von den Nationalsozialisten bezeichnet und markiert das Ende des Kriegs.

Die Berliner Landesregierung hatte sich dafür ausgesprochen, den 8. Mai in diesem Jahr zu einem einmaligen gesetzlichen Feiertag für die Bewohner Berlins zu machen. 2021 soll an diesem Tag wieder regulär gearbeitet werden.

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