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Lockdown, Kreditkartenzahlung und Meisterpflicht Änderungen und neue Gesetze im Februar 2021

Der Lockdown wird verlängert, die Abgabefrist für die Steuererklärung wird verschoben und die Wiedereinführung der Meisterpflicht jährt sich zum ersten Mal. Alles was Sie dazu wissen müssen und welche Änderungen im Februar 2021 noch anstehen, zeigt unser Überblick zum Monatswechsel.

Kaum ein Monat vergeht, in dem wegen der Corona-Krise keine wichtigen Änderungen und neuen Maßnahmen anstehen – da ist auch der Februar keine Ausnahme. Welche Termine im Februar 2021 außerdem wichtig sind und auf welche Veränderungen sich Betriebe und Verbraucher einstellen müssen, zeigt dieser Überblick.

Änderungen und neue Gesetze im Februar 2021

Lockdown bis 14. Februar verlängert

Der eigentlich bis Ende Januar angesetzte Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird angesichts hoher Infektions- und Todeszahlen bis Mitte Februar verlängert. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am 19. Januar beschlossen. Sie vereinbarten auch, die Maskenpflicht zu verschärfen. So müssen künftig in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften OP-Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen des Standards KN95/N95 oder FFP2 getragen werden. Außerdem müssen Arbeitgeber ihren Beschäftigten das Arbeiten von zu Hause aus überall dort ermöglichen, wo es die Tätigkeiten zulassen.

Der verlängerte Lockdown trifft einige Gewerke aus dem Handwerk direkt wie etwa Friseure und Kosmetiker. B äcker, Konditoren und Metzger haben zudem massive Einbußen durch die Schließung ihrer Cafés bzw. Mittagsimbisse. Auch die Gewerke rund um Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen leiden aktuell sehr unter dem Lockdown.

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Abgabefrist für Steuererklärung verlängert

Anfang des neuen Jahres schreiben sich viele die Steuererklärung auf ihre To-Do-Liste. Die Abgabefrist für die Steuerklärung 2019 durch einen Steuerberater würde eigentlich am 28. Februar ablaufen – nach einem Gesetzesentwurf von CDU/CSU und SPD soll diese Frist jedoch bis zum 31. August 2021 verlängert werden. Zinsen auf Steuernachzahlungen für 2019 sollen frühestens ab Oktober 2021 anfallen.

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Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Kreditkartenzahlung

Das Bezahlen mit der Kreditkarte im Internet soll durch die Zwei-Faktor-Authentifizierung sicherer werden. Kunden müssen sich dafür vorab für ein entsprechendes Sicherheitsverfahren, zum Beispiel "3-D Secure", registriert haben. Registrieren kann man sich z. B. im Online-Banking. Einige Banken haben die Registrierung für Kunden auch schon bei der Kartenbestellung vorgenommen.

Ab 15. Februar greift die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Einkäufe ab 150 Euro. Ab dem 15. März 2021 soll die Zwei-Faktor-Authentifizierung dann grundsätzlich für alle Kreditkartenzahlungen gelten.

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WhatsApp verschiebt Änderung der Nutzungsbedingungen

Eine Änderung, die doch nicht im Februar kommt: Die neuen Nutzungsbedingungen des Messaging-Dienstes WhatsApp. Nutzer der App sollten eigentlich bis Anfang Februar den neuen Datenschutzregeln zustimmen – sonst könne man die App nicht weiter nutzen. Zahlreiche Nutzer reagierten verärgert, weshalb WhatsApp die Deadline auf den 15. Mai verschoben hat. Es seien falsche Informationen über die neuen Datenschutzregeln verbreitet worden, die man bis Mitte Mai verstärkt ausräumen wolle, teilte die Facebook-Tochter mit.

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Im Februar: Ein Jahr Meisterpflicht

Die Wiedereinführung der Meisterpflicht in zwölf Gewerken jährt sich zum ersten Mal. Am 11. Februar 2020 wurde sie offiziell im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Viele Berufsverbände hatten sich in den Monaten zuvor dafür eingesetzt, dass ihr Gewerk wieder in die Anlage A der Handwerksordnung aufgenommen wird. Mit dabei waren schlussendlich: Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Betonstein- und Terrazzohersteller, Estrichleger, Behälter- und Apparatebauer, Parkettleger, Rollladen- und Sonnenschutztechniker, Drechsler und Holzspielzeugmacher, Böttcher, Glasveredler, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Raumausstatter sowie Orgel- und Harmoniumbauer.

Die überwiegende Mehrheit der Verbände zeigt sich nach einem Jahr erfreut über die Meisterpflicht in ihrem Gewerk. "Die Meisterbetriebe der jetzt wieder zulassungspflichtigen Handwerke verbinden damit auch eine persönliche Anerkennung", sagt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. Außerdem sähen die Betriebe eine gesteigerte Wertschätzung bei ihren Kunden, Jugendlichen und in der Öffentlichkeit.

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