Branche -

Corona-Regeln und Bahnpreise Änderungen und neue Gesetze im Dezember 2020

Der Teil-Lockdown wird verlängert, die Bahn erhöht ihre Preise und die Schlechtwetterzeit für das Bauhandwerk beginnt. Was Sie dazu wissen sollten und welche Änderungen noch im Dezember 2020 anstehen, zeigt unser Überblick zum Monatswechsel.

Kaum ein Monat vergeht, in dem wegen der Corona-Krise keine wichtigen Änderungen und neue Maßnahmen anstehen – da ist auch der Dezember keine Ausnahme. Welche Termine im Dezember 2020 außerdem wichtig sind und auf welche Veränderungen sich Betriebe und Verbraucher einstellen müssen, zeigt dieser Überblick.

Änderungen und neue Gesetze im Dezember 2020

Teil-Lockdown bis 20. Dezember verlängert

Da die Corona-Fallzahlen weiterhin auf einem zu hohen Niveau sind, einigten sich Bund und Länder auf eine Verlängerung und Vertiefung des Teil-Lockdowns sowie Sonderregelungen für Weihnachten und Silvester. Wie es im Beschlusspapier heißt, wird der Teil-Lockdown bis zum 20. Dezember verlängert. Mitte Dezember wollen Bund und Länder das weitere Vorgehen besprechen. Diese Maßnahmen wurden beschlossen:

  • Verschärfte Kontaktbeschränkungen: maximal fünf Personen aus zwei Haushalten
  • Ausnahme 23. Dezember bis 1. Januar: Treffen mit maximal zehn Personen
  • Ein Kunde pro 20 Quadratmeter für Geschäfte über 800 Quadratmeter
  • Schulen bleiben offen, Wechselunterricht bei Inzidenz über 200 möglich
  • Verlängerung der Überbrückungshilfen für Betroffene bis Mitte 2021

Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks kann die Verlängerung nachvollziehen, weiß aber auch um die Härten für das Handwerk. "Dieser Verlängerung und Verschärfung des Teil-Lockdowns weit in den Dezember hinein mit der Option einer Fortsetzung nach Neujahr ist der drohenden Überlastung des Gesundheitswesens geschuldet", sagte er. "Dieser Schritt trifft vieler unserer Handwerksbetriebe hart". Richtigerweise hätten die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten "Dezemberhilfen" in Aussicht gestellt.

>>> Lesetipp: Teil-Lockdown verlängert: Was das fürs Handwerk bedeutet

>>> Lesetipp: Bessere Novemberhilfen für das Lebensmittelhandwerk

Ab 1. Dezember: Beginn der Schlechtwetterzeit

In den Wintermonaten sind Arbeitsmangel und saisonale Arbeitsunfälle im Baugewerbe vorprogrammiert. Damit Arbeitnehmer während dieser Zeit nicht in die Arbeitslosigkeit entlassen werden müssen und im Betrieb gehalten werden können, wird in Deutschland das sogenannte Saison-Kurzarbeitergeld (Saison-Kug) gezahlt.

Die Schlechtwetterzeit beginnt am 1. Dezember und endet am 31. März. Sie gilt für das Bauhauptgewerbe, die Betriebe des Dachdeckerhandwerks sowie des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus. Für das Gerüstbaugewerbe beginnt die Schlechtwetterzeit bereits am 1. November.

>>> Lesetipp: Schlechtwetterzeit: Hilfe fürs Handwerk

Ab 1. Dezember: Mehr Rechte für Wohnungseigentümer

Das Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz (WEMoG) gibt Eigentümern von Immobilien ab dem 1. Dezember mehr Rechte für Umbauten. Darunter fallen beispielsweise ein besserer Schutz vor Einbrechern oder ein Glasfaseranschluss. Außerdem besteht der Anspruch, eine Ladesäule für Elektroautos auf eigene Kosten einzubauen.

Ab 13. Dezember: Deutsche Bahn erhöht ihre Preise

Zweimal im Jahr nimmt die Deutsche Bahn Änderungen an ihren Fahrplänen vor. Am 13. Dezember 2020 ist es wieder so weit. Der neue Winter-Fahrplan 202/21 ist dann bis zum 12. Juni 2021 gültig. Mit dem neuen Fahrplan werden die Preise im Fernverkehr um durchschnittlich ein Prozent steigen – bleiben aber günstiger als im Vorjahr, da die Mehrwertsteuer für diese Fahrkarten gesenkt wurde. Die Kosten für Flexpreis-Tickets werden um durchschnittlich 1,5 Prozent teurer, die Preise für die BahnCard 100 steigen um rund 1,9 Prozent an. 

>>> Hier finden Sie Informationen zu den Änderungen und neuen Gesetzen 2021.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2021 - Alle Rechte vorbehalten