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Rauchen, Streaming, eCall, Mindestlohn Änderungen im März 2018: Neue Gesetze und Regelungen

Rauchen wird teurer, dafür gibt´s in einigen Handwerksberufen Änderungen beim Mindestlohn. Neue Regeln gibt es auch seitens der EU. Pkw-Modelle müssen ab März über ein sogenanntes eCall-Notrufsystem verfügen, Streaming soll EU-weit komfortabler werden. Alle Änderungen im März 2018 in der Übersicht.

Mit dem März kommt der Frühling – zumindest aus meteorologischer und astronomischer Sicht. Der astronomische Frühlingsbeginn ist auf den 20. März datiert, meteorologisch startet der Frühling bereits zum Monatsbeginn.

Nachdem im Oktober auf Winterzeit gestellt wurde, dürfen die Deutschen am 25. März die Uhren wieder auf Sommerzeit drehen, was eine Stunde weniger Schlaf bedeutet. Das sind aber nicht die einzigen Änderungen im März 2018. Auch der Gesetzgeber hat wieder an einigen Stellen geschraubt. Diese Gesetze und Regelungen gelten ab März 2018:

eCall: Automatisches Notrufsystem in Neufahrzeugen wird Pflicht

Die Zahl der Unfalltoten im Straßenverkehr könnte jährlich um zehn Prozent gesenkt werden, wenn Rettungsdienste schneller vor Ort wären. Das geht aus Schätzungen der EU-Kommission hervor. Um nach dem Unfall keine Zeit zu verlieren, sollen Pkws und Transporter künftig automatisch einen Notruf an die zuständige Rettungsleitstelle absenden. Möglich macht dies das Notrufsystem eCall (emergency call), welches ab 31. März in allen Neufahrzeugen vorgeschrieben ist. Wie der eCall funktioniert, erklärt die Deutsche Handwerks Zeitung im Beitrag "2018: eCall für neue Pkw und Transporter zur Pflicht".

Änderungen im März 2018: Rauchen wird teurer

Die Zigarettenindustrie drückt drei Viertel ihrer Einnahmen in Form von Tabak- und Mehrwertsteuer an den Staat ab. Um den Gewinn zu erhöhen, bietet der US-amerikanische Anbieter Philip Morris künftig weniger Leistung zum selben Preis. Eine 7-Euro-Packung Marlboro soll im Automatenverkauf nur noch 22 statt bislang 23 Zigaretten enthalten. Ähnliches droht Konsumenten der Philip-Morris-Marken L&M und Chesterfield: Auch hier müssen Raucher ab 1. März entweder mehr zahlen oder mit weniger Inhalt rechnen.

Neuer Mindestlohn für Bau, Dachdecker und Gebäudereinigung

Ende 2017 haben die Tarifparteien neue tarifliche Mindestlöhne für Beschäftigte im Baugewerbe, Dachdeckerhandwerk sowie in der Gebäudereinigung ausgehandelt. Diese sind seit dem 1. Januar 2018 gültig. Nun hat auch das Bundeskabinett die Mindestlohnverordnungen gebilligt. Für nicht tariflich gebundene Betriebe bedeutet das, dass auch sie ab 1. März die Branchenmindestlöhne an ihre Beschäftigten bezahlen müssen. Selbiges gilt für Beschäftigte, die von ausländischen Unternehmen nach Deutschland entsandt werden.

Wie hoch der Mindestlohn in den einzelnen Berufen ist, erfahren Sie hier:

Mindestlohn im Baugewerbe steigt zum 1. Januar 2018

2018: Neuer Mindestlohn 2 für Dachdecker

2018: Höherer Mindestlohn für Gebäudereiniger

Netflix & Co.: Deutsches Angebot jetzt EU-weit verfügbar

Im Ausland die Lieblingsserie streamen – das war bislang nur eingeschränkt möglich. Schuld daran war das sogenannte Geoblocking. Wer Dienste wie Netflix, SkyGo oder Amazon Prime im Ausland nutzen wollte, konnte lediglich auf das dort verfügbare Angebot zurückgreifen – nicht aber auf die gewohnte deutsche Auswahl. Mit dem 20. März 2018 ändert sich das.

Das EU-Parlament hat durchgesetzt, dass die Ländersperre für Nationen innerhalb der EU künftig nicht mehr gelten soll. Eine kleine Begrenzung besteht aber dennoch. Das deutschsprachige Angebot soll nur für "vorübergehende Aufenthalte" verfügbar sein. In der Praxis dürfte dies aber nur in wenigen Fällen problematisch werden. Nach Aussage der deutschen Verbraucherzentrale werden auch mehrwöchige Urlaube oder einige Semester im Ausland als "vorübergehend" gewertet. 

Bezahlung per Nachnahme: Post ändert die Gebührenstruktur

Wer seine Waren online anbietet und Kunden eine Zahlung per Nachnahme erlaubt, den erwartet ab dem 1. März 2018 eine Änderung. Bisher erhob die Post für den Nachnahme-Service zwei Gebühren – ein Nachnahmeentgelt und ein Übermittlungsentgelt. Nachdem die Bundesnetzagentur eine entsprechende Genehmigung ausstellte, werden diese Gebühren nun in ein einheitliches Entgelt umgewandelt. Relevant ist dies aber nur für Online-Händler, für Online-Shopper bleibt alles beim Alten.

März 2018: Endlich Entscheidung über GroKo

Am 2. März ist Schluss – bis dahin müssen alle SPD-Mitglieder entweder für oder gegen eine Große Koalition mit der Union gestimmt haben. Aktuell ist noch überhaupt nicht absehbar wie das Ergebnis aussehen wird. Juso-Chef Kevin Kühnert hatte mit einer No-GroKo-Kampagne kräftig die Werbetrommel gegen ein Bündnis mit der Union gerührt. Welche Vor- und Nachteile der Koalitionsvertrag für das Handwerk bereithält, steht in diesem ausführlichen Beitrag: "Handwerk sieht Licht und Schatten im Koalitionsvertrag"

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