Die Krankenkassenbeiträge steigen, der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung wird gleichzeitig reduziert. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet dadurch mit hohen Kosten, die auf die zu kommen.
BA rechnet mit Kosten in Milliardenhöhe
Insgesamt werde die Bundesagentur "im nächsten Jahr insgesamt fünf Milliarden Euro Minus im operativen Geschäft machen", sagte der Vorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise der "Passauer Neuen Presse".
Tatsächlich könnten die Belastungen noch erheblich höher sein, denn "diese Annahme beruht auf den geltenden Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung, also 1,2 Prozent Wachstum 2009. Mitte Oktober liegen die neuen, sicher niedrigeren Schätzungen zur Konjunkturentwicklung vor." Weise versicherte, Arbeit und Leistungen der Agentur seien dennoch nicht von Einschränkungen bedroht.
Hinsichtlich der Entwicklung der Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr gab sich Weise "immer noch ein bisschen optimistisch". Er erwarte, dass die Arbeitslosigkeit 2009 im Jahresschnitt nicht steige. "Unser Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat selbst für ein Wachstum von nur noch 0,5 Prozent errechnet, dass wir auf einen Jahresdurchschnitt 2009 von 3,3 Millionen Arbeitslosen kommen. So viel werden auch für 2008 als Schnitt erwartet", sagte Weise.
ddp