Deutlich weniger Passagiere in Hahn Steuer treibt deutsche Fluggäste ins Ausland

Die im Januar eingeführte Steuer auf Flugtickets hat an deutschen Billigflughäfen die Passagierzahlen sacken lassen. Am Drehkreuz von Ryanair, Hahn, wurden in den ersten sechs Monaten 12,8 Prozent weniger Passagiere gezählt als in der Vorjahresperiode.

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Steuer treibt deutsche Fluggäste ins Ausland

Hamburg (dapd). Die im Januar eingeführte Steuer auf Flugtickets hat an deutschen Billigflughäfen die Passagierzahlen sacken lassen. Am Drehkreuz von Ryanair, Hahn, wurden in den ersten sechs Monaten 12,8 Prozent weniger Passagiere gezählt als in der Vorjahresperiode. Der Flughafen Berlin-Schönefeld, den Easyjet und Germanwings ansteuern, schaffte nur ein kleines Plus von 1,4 Prozent - weit hinter dem Durchschnittswachstum von bundesweit rund 5 Prozent. Das geht aus Zahlen des Flughafenverbands ADV hervor, wie die "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe) berichtet.

Die Zahlen seien der erste belastbare Indikator, wie die Passagiere auf die Steuer von 8 bis 45 Euro je Ticket reagieren. So zeichne sich ab, dass in Regionen, die an Belgien oder die Niederlande grenzen, viele Deutsche eine längere Anfahrt zu einem ausländischen Flughafen in Kauf nähmen, um die Steuer zu umgehen.

Eindhoven etwa zählte in den ersten sechs Monaten mit 1,2 Millionen Passagieren knapp 30 Prozent mehr. Der 80 Kilometer entfernte Flughafen Weeze am Niederrhein verlor hingegen 2,7 Prozent.

dapd