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Bundesleistungswettbewerb Bauhandwerk Deutsche Meisterschaft: Das sind die Gewinner

Sieben Deutsche Meister im Bauhandwerk wurden in Biberach gekürt. Beim Bundesleistungswettbewerb maßen sich die besten Nachwuchshandwerker Deutschlands auf anspruchsvollem Niveau. Erfolgreichstes Bundesland war Bayern mit drei Goldmedaillen.

Robin Scherer
Maß- und Paßgenauigkeit sowie höchstes handwerkliches Können fordern die Aufgaben beim Bundesleistungswettbewerb von den Teilnehmern. -

Der Bundesleistungswettbewerb in den Bauberufen fand vom 9. bis 11. November 2013 in Biberach statt. In sieben Gewerken machten 61 Teilnehmer den Deutschen Meister unter sich aus. "Wir sind sehr gerne Gastgeber für den 62. Bundesleistungswettbewerb", sagte Thomas Rothfuß, Gesamtleiter des Zimmerer Ausbildungs Zentrum und Kompetenz Zentrum Holzbau und Ausbau in Biberach.

Bundesleistungswettbewerb Bauhandwerk

Beim Bundesleistungswettbewerb geht es um Millimeter. Handwerkliches Geschick, Maß- und Passgenauigkeit sind gefragt. Die Arbeiten werden in jedem Gewerk von einer dreiköpfigen jury bewertet. Die besten Nachwuchshandwerker Deutschlands tragen nicht nur den Titel "Deutsche Meister", sondern haben auch die Chance, es in die Nationalmannschaft ihres Gewerkes zu schaffen und an den EuroSkills 2014 im französischen Lille oder an den WorldSkills 2015 in Sao Paulo/Brasilien teilzunehmen.

Das sind die Sieger des Bundesleistungswettbewerbs im Bauhandwerk 2013:

Maurer
Gold: Vitali Kuhn (26) aus Schwarzenbek in Schleswig-Holstein
Silber: Sven Jungmann (19) aus Völklingen im Saarland
Bronze: Marcell Pingel (23) aus Rostock in Mecklenburg-Vorpommern

Die Aufgabe für die Maurer bestand aus drei Modulen: einmal musste ein Bagger plastisch mit Mauerwerk dargestellt werden, zweitens das Stadtwappen der Stadt Biberach mit einem Biber sowie eine Deutschlandflagge und die Jahreszahl 13. Gewollt ist, die Teilnehmer an ihre Leistungsgrenze zu bringen. "Die Aufgabe erfordert allerhöchstes handwerkliches Können", sagte Jurymitglied Kai-Uwe Holtschmidt, "das sind die Besten, die wir zur Zeit in Deutschland haben, deswegen muss der Wettbewerb entsprechend schwer sein."

Beton- und Stahlbetonbauer
Gold: Florian Meppelink (20) aus Laar in Niedersachsen
Silber: Pascal Gottfried (20) aus Rattelsdorf in Bayern
Bronze: Timo Niß (20) aus Hamburg

Straßenbauer
Gold: Janek Döring (19) aus Harsefeld in Niedersachsen
Silber: Philipp Wähner (24) aus Erlau in Sachsen
Bronze: Alexander Göck (20) aus Maihingen in Bayern

Bei den Straßenbauern gingen neun Teilnehmer an den Start. Ihre Aufgabe war es, an einem Wettbewerbstag ein Stück Gehweg mit verschiedenen Pflasterarten zu legen. Der schwierigste Part war dabei das Pflaster in Schuppenform zu legen.

Stuckateure
Gold: Marc Armbrüster (22) aus Baienfurt in Baden-Württemberg
Silber: Robin Scherer (18) aus Burgbernheim in Bayern
Bronze: Alexander Borelbach (21) aus Orsfeld in Rheinland-Pfalz

Bei den Stuckateuren gingen sieben Teilnehmer an den Start. Die gestellte Wettbewerbsaufgabe war Trockenbau verbunden mit klassischer handwerklicher Stuckarbeit. Gefragt war auch hier exaktes und genaues Arbeiten. "Die Teilnehmer müssen sich viel Mühe geben, denn jeden Fingerabdruck auf dem Lochblech würde man sehen", sagte Jurymitglied Frank Schweizer. Die internationale Messlatte für die Stuckateure liegt hoch, denn bei den WorldSkills 2013 in Leipzig holte Andreas Schenk den Weltmeistertitel.

Fliesen-, Platten- und Mosaikleger
Gold: Eric Brie-Knöpfle (20) aus Löffingen in Baden-Württemberg
Silber: Volker Rosenberg (20) aus Berumbur in Niedersachsen
Bronze: Johannes Frei (20) aus Großkrotzenburg in Hessen

Im schwäbischen Biberach bestand die Wettbewerbsaufgabe für die neun Fliesen-, Platten- und Mosaikleger darin, in zwei Tagen eine Eisenbahn zu fertigen. Ebenfalls eine anspruchsvolle Aufgabe, weil verschiedene diagonale Schnitte gefordert waren. Auch dieses Gewerk war bei den WorldSkills 2013 sehr erfolgreich, als Björn Bohmfalk die Goldmedaille für Deutschland gewann.

Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer
Gold: Maximilian Braun (20) aus Augsburg in Bayern
Silber: Nico Adomat (20) aus Hessisch Oldendorf in Niedersachsen
Bronze: Marcel Henning (24) aus Berlin

Zimmerer
Gold: Christian Dietrich (20) aus Ansbach in Bayern
Silber: Nick von Allwörden (19) aus Buchholz in Schleswig-Holstein
Bronze: Sebastian Luib (21) aus Bad Saulgau in Baden-Württemberg

Viel los war in der Halle der Zimmerer. Ihre Wettbewerbsaufgabe hieß: Zeltdach mit ungleicher Dachneigung und mit geneigter Spitzgaube. Die besondere Schwierigkeit lag hier in den verschiedenen Dachneigungen. "Das Niveau ist für einen Bundesentscheid sehr hoch", bewertete Europameister und WorldSkills-Bronzemedaillengewinner Andreas Fichter die Aufgabe.

Brunnenbauer
Gold: Gian Rudolph (21) aus Celle in Niedersachsen
Silber: Christoph Hellstern (24) aus Muggensturm in Baden-Württemberg
Bronze: Martin Richter (19) aus Windelsbach in Bayern

Bayern war das erfolgreichste Bundesland mit drei Goldmedaillen, zweimal Silber und einmal Bronze. Auf Platz zwei rangiert Niedersachsen vor Baden-Württemberg. Derzeit werden im Bauhandwerk rund 35.000 Azubis ausgebildet, 80 Prozent davon im Handwerk. dan

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