IT + Kommunikation -

Studie von Das Örtliche 95 Prozent aller KMU könnten im Netz besser gefunden werden

190.000 ausgewertete Websites, klares Ergebnis: Kleine und mittelständische Betriebe verschenken bei ihrem Web-Auftritt massiv Potenzial – vor allem Handwerksbetriebe schneiden schlecht ab. In welchen Bereichen Nachholbedarf besteht.

In sieben von zehn Fällen beginnen Verbraucher ihre Suche nach Produkten und Dienstleistungen online. Das allein sollte eigentlich schon Grund genug für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sein, die eigene Website professionell zu pflegen. Die Realität sieht jedoch größtenteils anders aus, wie eine Studie von Das Örtliche in Zusammenarbeit mit der Search & Information Industry Association (SIINDA) jetzt zeigt.

Website: Die häufigsten Fehler von KMU

Von rund 190.000 analysierten KMU-Websites schöpfen demnach nur fünf Prozent das volle Potenzial aus, wenn es darum geht, die Auffindbarkeit im Netz zu optimieren. Am schlechtesten schneiden laut Analyse Websites von Handwerksbetrieben und der Gesundheitsbranche ab. Zu den häufigsten Defiziten zählen etwa doppelte oder fehlende Seitentitel und Beschreibungen, langsame Ladezeiten in den mobilen Versionen und eine fehlende hierarchische Seitenstruktur.

Doch auch bei der Ansprache der Kunden, die den Weg bereits auf die eigene Unternehmensseite gefunden haben, besteht noch Optimierungsbedarf. So hatte nur jeder fünfte Betrieb seine Inhalte innerhalb der vergangenen 30 Tage wenigstens einmal aktualisiert. Lediglich 15 Prozent der lokalen Händler mit Website betreiben auch einen eigenen Webshop und geben potenziellen Kunden so einen ersten Einblick in ihr Sortiment. Nur 43 Prozent der Webauftritte waren SSL-verschlüsselt und nur acht Prozent der Betriebe bemühen sich um eine emotionalere Kundenansprache mithilfe von Videos.

Potenzial von Social Media bleibt größtenteils ungenutzt

Auch die sozialen Medien spielen bei der Suche nach Produkten und Dienstleistungen zunehmend eine Rolle. Ein Bereich, der von vielen KMU ebenfalls vernachlässigt wird. Lediglich 17 Prozent der untersuchten Betriebe haben einen Facebook-Account. Nur acht Prozent sind auf Instagram präsent und nur vier Prozent pflegen einen Auftritt bei Twitter. Google-AdWords buchen lediglich neun Prozent der KMU. Facebook-Retargeting betreibt nur einer von 100 Betrieben.

"Die Studie zeigt deutlich, dass kleine und mittelständische Unternehmen jeden Tag aufs Neue Chancen auf potenzielle Neukunden verschenken. Und das nur, weil sie entweder überhaupt nicht online auffindbar sind oder ihren Online-Auftritt mehr schlecht als recht ausgebaut haben", erklärt Dirk Schulte, Geschäftsführer der Das Örtliche Service- und Marketing GmbH.

Wie es Betriebe besser machen können, hat Das Örtliche in einem Whitepaper "Gut sichtbar im Internet" zusammengefasst. dhz

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten