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Website-Tuning für die Voice-Suche Fünf Tipps zur Optimierung für gesprochene Suchanfragen

Gerade auf mobilen Geräten gewinnt die Voice-Suche immer weiter an Bedeutung. Auswirkungen hat dies auch auf die künftigen Content- und SEO-Strategien von Unternehmen und Shopbetreibern. Die Experten der Münchener Online-Marketing Agentur Online Solutions Group (OSG) haben fünf grundlegende Tipps zusammengestellt, die Betreiber von Websites und Shops beachten sollten, um sich in Sachen Content und Technik für die Voice-Suche fit zu machen.

Aufwändiges Eintippen war gestern: Google bestätigt, dass mittlerweile rund 20 Prozent der mobilen Anfragen per Sprachsuche erfolgen – Tendenz stark steigend. Die Herausforderung für Betreiber von Onlineshops und Websites: Menschen sprechen naturgemäß anders als sie schreiben. Inhalte, die für klassische Suchanfragen optimiert wurden, sind nicht zwangsläufig auch die erste Wahl für Ergebnisse der Sprachsuche. Fünf Tipps, mit denen sich Shop- und Webseitenbetreiber hinsichtlich Content und Technik für das Thema Voice-Suche rüsten können:

1) Long Tail Keywords gewinnen durch Voice-Suche an Bedeutung

Die meisten Internetnutzer haben sich längst angewöhnt, kurze, möglichst auf den Punkt gebrachte und exakte Suchanfragen zu stellen. Wer gerade umgezogen ist und in Stuttgart Möbel kaufen möchte, wird sich bei der Texteingabe vermutlich auf die knappe Suchanfrage "Möbelhaus Stuttgart" oder "Möbel Stuttgart" beschränken. Anders liegt der Fall oft bei der Sprachsuche: Die Erfahrung zeigt, dass Nutzer dort häufig längere, aber auch detailliertere Suchanfragen stellen. Möglich wäre beispielsweise: "Ok Google, zeig mir Möbelhäuser in Stuttgart mit großer Küchenabteilung". Marketing- und SEO-Verantwortliche sollten also bei der Erstellung von Texten und Inhalten gerade den Long-Tail-Aspekt im Auge behalten und ihren Content nicht allein an den gängigen Haupt-Keywords ausrichten.

2) Konkrete W-Fragen berücksichtigen

Die längeren Suchanfragen bei der Voice-Suche führen auch dazu, dass Nutzer statt einzelner Suchphrasen öfter komplette Fragesätze an die Suchmaschinen übermitteln. "Welche Öffnungszeiten hat das Möbelhaus xyz?" oder "wo bekomme ich die beste Pizza in München?" sind nur zwei Beispiele hierfür. Wer zu solchen und ähnlichen Anfragen gut in den Suchergebnissen ranken möchte, kann mit Content punkten, der auf die entsprechenden "W-Fragen" abgestimmt ist – auch FAQ-Listen sind häufig eine gute Ansatzmöglichkeit. Bei der Recherche von typischen Kundenanfragen lohnt sich zudem ein Gespräch mit Mitarbeitern aus Vertrieb und Kundensupport.

3) Dialogorientierte, am gesprochenen Wort orientierte Inhalte

Wer Fragen stellt, möchte im Idealfall auch möglichst passende Antworten erhalten. Gerade bei jüngeren Nutzern ist zu beobachten, dass die Nutzung der Voice Search fast schon den Charakter eines echten Dialoges hat. Die Voice-Suche gleicht einer Unterhaltung mit dem Smartphone oder dem Tablet. Wer eine umgangssprachliche Anfrage stellt, will nicht unbedingt eine Antwort erhalten, die in einem trockenen, wissenschaftlichen Stil gehalten ist. Wenn möglich – und dem Thema und der Zielgruppe angemessen – sollten Inhalte deshalb so aufbereitet werden, dass sie sich relativ nahe an der gesprochenen Sprache bewegen. Das bedeutet keinesfalls, dass auf Komplexität und Tiefgang verzichtet werden soll, oder gar schlechte umgangssprachliche Texte verwendet werden sollten – ganz im Gegenteil: Wird dieser Ansatz gut umgesetzt, entstehen vielmehr Texte, die besonders verständlich und angenehm zu lesen sind – und davon profitieren letztlich alle Besucher und Leser der Website oder des Onlineshops.

4) Local SEO einbinden

Ob im Auto oder zu Fuß in der Innenstadt: Wer per Smartphone eine Suchanfrage per Voice-Suche stellt, der macht dies in vielen Fällen aufgrund eines aktuellen Bedarfs vor Ort. Es geht häufig darum, genau jetzt das richtige Geschäft oder das passende Restaurant in der näheren Umgebung zu finden. Daher gilt: Eine Strategie zur Optimierung für die Sprachsuche sollte immer eng mit Local-SEO-Aspekten verbunden werden. Das kann sowohl ortsbezogenes Linkbuilding sein, aber auch Content mit regionalem Bezug. Sicherstellen sollte man auf jeden Fall, dass Basics wie Adress- und Kontaktdaten, Öffnungszeiten oder Standort korrekt in Form von Microdata vorhanden sind.

5) Ein Muss: Die Optimierung für mobile Endgeräte

Die Sprachsuche ist vor allem auf mobilen Geräten ein Thema Unerlässlich ist daher, dass die jeweilige Website dem "State of the Art" der Optimierung für mobile Endgeräte entspricht. Dazu zählen kurze Ladezeiten und responsive Designs ebenso wie eine bestmögliche Usability und Navigation auf Touchscreen-basierten Geräten. Bekannterweise hat Google den mobilen Index Ende 2016 ohnehin zum Hauptindex erklärt – ein Grund mehr, der "Mobile Usability" besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

"Von Siri über Cortana bis zum Assistant von Google werden gesprochene Suchanfragen in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen", erklärt Florian Müller, Gründer und Geschäftsführer der Münchener Online-Marketing Agentur Online Solutions Group (OSG). "Wer sich jetzt mit diesem Thema beschäftigt, hat noch die Chance, sich Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten und Nischen zu besetzen. Denn bislang sind nur wenige Webseiten und Shops wirklich konsequent für die Voice-Suche optimiert. Gleichzeitig ist die Gelegenheit günstig, sich spätestens jetzt – sofern noch nicht geschehen – eindringlich um die mobile Nutzbarkeit der Seiten zu kümmern, die einen wesentlichen Faktor für das Suchmaschinenranking ausmacht." dhz

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