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Ducato feiert 35. Geburtstag 23. Oktober 1981 - die Geburtsstunde des Fiat Ducato

Fiat feiert: vor 35 Jahren kam der Fiat Ducato auf den Markt. Mit Vorderradantrieb, leistungsstarken Motoren und großem Laderaum ergänzte der Ducato das Transportersegment von Fiat. Heute wird der in über 10.000 Varianten gefertigte Transporter in weltweit mehr als 80 Ländern verkauft.

Der Fiat Ducato wird 35. Am 23. Oktober 1981 wurde der Transporter präsentiert. Über drei Jahrzehnte später ist der Ducato einer der beliebtesten Transporter auf Europas Straßen. Daran war 1981 beim Produktionsstart (Verkauf in Deutschland ab 1982) noch nicht zu denken. Allerdings läutete der Ducato laut Fiat damals eine technische Revolution ein. Die Bauweise - vorne quer eingebauter Motor, Antrieb und Tank zusammen mit dem Führerhaus in einem Modul zusammengefasst - und der Vorderradantrieb waren komplett neu im Bereich der Nutzfahrzeuge.

Zur Produktion des neuen Transporters errichtete Fiat seinerzeit ein eigenes Werk, die Società Europea Veicoli Leggeri. Auf Deutsch: Europäische Gesellschaft für leichte Nutzfahrzeuge. Die Fabrik ist heute eine der größten ihrer Art im EMEA-Wirtschaftsraum (Europa, Mittlerer Osten, Afrika). 2015 rollte im Val di Sangro in der Nähe der italienischen Stadt Verona der fünfmillionste Ducato vom Band.

Der Ducato: Ein "globaler Transporter"

Fiat beschreibt seinen Ducato als "globalen Transporter", und dies nicht ganz zu Unrecht. Der Fiat Ducato wird aktuell in mehr als 80 Ländern verkauft. Berücksichtigt man alle lieferbaren Versionen von Karosserie, Motoren und Radständen, stehen heute mehr als 10.000 Varianten als Kastenwagen, für den Personentransport sowie als Basis für Aufbauten (Reisemobile usw.) zur Verfügung.

Die Geschichte des Fiat Ducato im Überblick

Der Fiat Ducato Typ 280: Die erste Modellgeneration von 1981 bis 1990

Schon die erste Generation des Fiat Ducato überzeugte mit einem neuen technischen Layout. Die Bauweise mit vorne quer eingebauter Motor, Antrieb und Tank zusammen mit dem Führerhaus in einem Modul zusammengefasst sowie Vorderradantrieb ermöglichte eine deutlich bessere Raumnutzung als bei bis dahin verwendeten Konzepten.

Die streng rechteckig gebaute Karosserie wurde in zwei Dachhöhen sowie in den Varianten Kastenwagen, Kombi, Bus und Pritsche angeboten. Besonders "komfortabel" war damals die Busvariante "Panorama". Sie verfügte über einen Teppichboden sowie eine Zusatzheizung und einzeln verstellbaren Sitze für die Passagiere. Zwei Radstände (2.923 und 3.653 Millimeter) führten beim Kastenwagen zu einem Ladevolumen von bis zu 9,8 Kubikmeter und zwei Nutzlastklassen (1,0 und 1,3 Tonnen) bei einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 2,8 Tonnen.

1984 erste technische Überarbeitung

Bereits 1984 wurde die erste Generation des Fiat Ducato technisch überarbeitet. Dank schräg gestellter Stoßdämpfer war der Laderaumboden nun durchweg flach. Bei der 1985 neuen Modellvariante Maxi waren bis zu 3,5 Tonnen Gesamtgewicht zugelassen. Ab 1989 gab es den Fiat Ducato auch mit Vierradantrieb, der vom österreichischen 4x4-Spezialisten Steyr-Puch entwickelt wurde.

Typ 290: Die zweite Generation des Ducato von 1990 bis 1994

Nach insgesamt 13 Jahr vollzog Fiat 1994 den ersten Generationswechsel des Ducato. Optische Neuerungen unter anderem: Die in Details geänderte Front, die jetzt einteiligen Seitenfenster, die größeren Außenspiegel und die größere seitliche Schiebetür.

Zudem stieg die Leistung des 2,5-Liter-Turbodiesels auf 70 kW (95 PS). Außerdem war erstmals eine weitere Antriebstechnologie verfügbar - der Fiat Ducato Elettra fuhr rein elektrisch. Ein dritter Radstand (3.200 Millimeter) ergänzte zusätzlich das Angebot.  Bereits am 1. Oktober 1991 rollte der 500.000 Fiat Ducato vom Band.

Von 1994 bis 2002 bringt Fiat die dritte Modellgeneration - Typ 230 – auf den Markt

1994 präsentierte Fiat die dritte Modellgeneration. Ein modernes Design verpassten der bis dahin kantigen Karosserie damals deutlich rundere Formen. Ab diesem Zeitpunkt waren außerdem drei unterschiedliche Dachhöhen lieferbar, womit sich das maximale Ladevolumen auf 12,0 Kubikmeter erhöhte.

Außerdem etablierte der Fiat Ducato eine technische Neuerung, die heute als Standard bei Transportern gilt: den im oberen Bereich der Mittelkonsole platzierten Schalthebel. 1994 wurde der Fiat Ducato zudem als "Van of the Year" ausgezeichnet.

2002 bis 2006: Typ 244, die vierte Generation des Ducato

Einen weiteren Schritt in Richtung Pkw-Komfort ging der Fiat Ducato 2002. Vor 14 Jahren brachte Fiat mit der vierten Generation unter anderem eine Sitzhöhenverstellung und das höhenverstellbares Dreispeichen-Lenkrad in den Ducato. Auch motorenseitig entwickelte sich der Fiat Ducato weiter. Turbodiesel mit Common-Rail-Einspritzsystem kombinierten ab 2002 hohe Leistung mit niedrigem Verbrauch. Der Fiat Ducato Bipower, der wahlweise mit Benzin oder Erdgas betrieben werden konnte, legte den Grundstein für die Position von Fiat Professional als Europas Marktführer bei Transportern mit Erdgas-Antrieb.

Die fünfte Modellgeneration (Typ 250) von 2006 bis 2014

Ab 2006 war die fünfte Modellgeneration des Fiat Ducato auf dem Markt. Sie wurde in zahlreichen Karosserievarianten für den Warentransport, als Fahrgestell mit Einzel- oder Doppelkabine und für den Personentransport angeboten. Zur Verfügung standen fünf Längen auf vier Radständen (3.000 bis 4.035 mm) mit einem Ladevolumen bis zu 17 Kubikmeter. Die Motorenpalette wurde gebildet von drehmomentstarken Turbodieseln, die mit der weiter entwickelten Generation der MultiJet Direkteinspritzung ausgerüstet waren.

Seit 2014: Fiat Ducato die Sechste (Typ 250)

Die aktuelle, bereits sechste Generation des Fiat Ducato bietet laut dem Hersteller im Segment die höchste Achslast vorne (bis zu 2,1 Tonnen), die höchste Achslast hinten für Fahrzeuge mit einfacher Hinterachse (bis zu 2,5 Tonnen) sowie die höchste Nutzlast. Erstmals ist der Fiat Ducato darüber hinaus mit Luftfederung an der Hinterachse erhältlich. Seit 2015 steht außerdem wieder eine Variante mit Vierradantrieb zur Verfügung, die beim französischen Spezialisten Dangel komplettiert wird.

Zunächst vor allem in Europa erfolgreich, hat sich der Fiat Ducato längst auch in Russland, Lateinamerika, dem Mittleren Osten und Australien etabliert. Der Ducato wird aktuell in mehr als 80 Ländern verkauft, darunter auch in Nordamerika als Modell ProMaster der Marke RAM, die ebenfalls zu Fiat Chrysler Automobiles gehört. dhz

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