Deutschland -

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung 2008 verlangsamt sich das Wachstum

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet zum Jahresbeginn 2008 ein gegenüber dem Vorquartal leicht gebremstes Wachstum in Deutschland.

"Das DIW-Konjunkturbarometer weist für das erste Quartal des laufenden Jahres ein Wachstum – gemessen am saison- und kalenderbereinigten Verlauf des Bruttoinlandsproduktes – von 0,3 Prozent aus", teilt das DIW mit. Damit habe sich die Expansion der Wirtschaftsleistung, die im Schlussquartal des Vorjahres noch mit einer Rate von voraussichtlich gut 0,4 Prozent zulegen konnte, etwas abgeschwächt.

"Die leichte Delle im Konjunkturverlauf kommt nicht überraschend", erklärte DIW-Konjunkturforscher Stefan Kooths. Für aufkeimenden Konjunkturpessimismus bestehe jedoch kein Anlass, da die Wachstumsaussichten für das Gesamtjahr unverändert seien. In die derzeitige DIW-Prognose für das Gesamtjahr 2008 von plus 2,1 Prozent und kalenderbereinigt plus 1,7 Prozent sei bereits ein schwächerer Jahresauftakt genau in dieser Größenordnung eingearbeitet, erläuterte Kooths.

Am deutlichsten zeige sich die Wachstumsverlangsamung im Produzierenden Gewerbe ohne Bauwirtschaft. Dieses werde mit einer Rate von 0,3 Prozent im ersten Quartal 2008 gegenüber dem Vorquartal einen ganzen Prozentpunkt einbüßen. Die deutliche Wachstumseintrübung in der Industrie sei aber "voraussichtlich vorübergehender Natur", sagte Kooths.

Die Bauwirtschaft müsse sich im ersten Quartal 2008 auf einen Produktionsrückgang von 0,4 Prozent einstellen. Im Bereich Handel, Gaststätten und Verkehr sei im ersten Quartal ein Anstieg von 0,4 Prozent möglich. Die übrigen Dienstleistungsbereiche dürften laut DIW im ersten Quartal 2008 mit knapp 0,5 Prozent bei den unternehmensnahen Dienstleistern und 0,2 Prozent bei öffentlichen und privaten Dienstleistern nur unwesentlich schwächer als im Vorquartal wachsen.

ddp

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten