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Weihnachten weltweit 20 faszinierende Weihnachtsbräuche rund um die Welt

Spinnweben am Weihnachtsbaum, fliegende Hexen und elektrische Kerzen – rund um das Weihnachtsfest gibt es spannende Bräuche auf der ganzen Welt. Wie in Mexiko, Lettland oder Japan gefeiert wird und wie der Weihnachtsbaum in Ghana aussieht. Die 20 schönsten und verrücktesten Traditionen zum Weihnachtsfest.

1. Feier mit Feuerwerk in Brasilien

Die Brasilianer lassen es an Weihnachten ordentlich krachen. Um Mitternacht am 24. Dezember starten die Familien ein Festmahl. Dieses geht nahtlos in eine große Feier über. Dazu gehört auch ein Feuerwerk. Gefeiert und getanzt wird bis in die frühen Morgenstunden. Am 25. Dezember bring Papai Noël in Brasilien die Geschenke.

2. Weihrauch gegen das Böse in Bulgarien

In Bulgarien gehört Weihrauch zu Weihnachten dazu. Es ist Brauch, dass das älteste Familienmitglied am 24. Dezember mit Weihrauch durch alle Zimmer geht. Das soll das Haus vor Bösem schützen. In der Nacht auf den 25. Dezember bringt Väterchen Frost die Geschenke.

3. Geschenke in Strümpfen in England

Auch in England kommen die Geschenke über Nacht.  Am Morgen des 25. Dezembers freuen sich die Kinder über die Geschenke von Father Christmas. Die Geschenke werden wie in den USA in Strümpfe gesteckt, die traditionell am Kamin befestigt werden.

4. Stechpalme in Frankreich

Die Stechpalme, auch als Mistel bekannt, ist eine beliebte Dekopflanze zu Weihnachten. Sie darf in Frankreich in keinem Haus fehlen. Dort wird sie als Glücksbringer für das neue Jahr angesehen. Die Geschenke bringt Père Noël zur Bescherung am ersten Weihnachtsfeiertag.

5. Mangobäume in Ghana

Ein Weihnachtsbaum gehört für viele Menschen zum Fest der Liebe dazu. Aber was macht man, wenn es keine Tannen gibt? Da Nadelbäume in Afrika nicht weit verbreitet sind, wird für den Weihnachtsbaum in Ghana ein Cashew- oder Mangobaum aufgestellt. Von der westlichen Welt beeinflusst, bringt Santa Claus am 26. Dezember die Geschenke, die fast immer Kleidung beinhalten.

6. Geschmückte Schiffchen in Griechenland

Geschenke gibt es in Griechenland erst in der Silvesternacht am 31. Dezember. An diesem Tag ist das Fest des heiligen Basilius (in Griechenland: heiliger Vassilios). Dieser ist auch für die Geschenke verantwortlich. Griechenland ist eine Seefahrernation. Traditionell werden in der Weihnachtszeit Schiffchen mit Lichterketten geschmückt und dann in den Garten oder ins Fenster gestellt. Auf diese Weise wird an die vielen Seefahrer gedacht, die auf den Weltmeeren unterwegs sind.

7. Dreizehn Tage Bescherung auf Island

Während in den meisten Ländern die Bescherung an einem Tag stattfindet, können sich die Menschen auf Island über dreizehn Tage hinweg über kleine Geschenke freuen. Ab dem 13. Dezember verteilen dreizehn Weihnachtskerle, die Jólasveinar, Geschenke in den Schuhen braver Kinder.

8. Ein Fest für Singles in Japan

Auch Japan wurde von der westlichen Tradition des Weihnachtsfests beeinflusst. Anders als hierzulande trifft dort die Bezeichnung "Fest der Liebe" besonders zu. In Japan ist Weihnachten kein klassisches Familienfest. Paare machen sich einen schönen Abend und gehen oft gemeinsam auf Partys. Singles nutzten den Anlass ebenfalls um auszugehen – mit der Aussicht jemanden kennenzulernen. Geschenke gibt es am 26. Dezember vom Santa Kurōsu.

9. Stärkung der Sonne in Lettland

Lettland hat viele Weihnachtstraditionen. Ein Brauch ist es, dass die Bewohner eines Dorfes gesammelt einen Holzbalken von Haus zu Haus ziehen. Auf dem letzten Hof wird dieser dann verbrannt. Das soll der Sonne zu neuer Stärke im nächsten Jahr verhelfen. Die Geschenke werden bereits am 24. Dezember von Väterchen Frost überbracht.

10. Pinatas schlagen in Mexiko

Typisch für das Weihnachtsfest in Mexiko ist das Zerschlagen einer Pinata. Oftmals in Tierform werden die Pappfiguren mit Süßigkeiten, Obst und Nüssen gefüllt und aufgehängt. Mit verbundenen Augen versuchen dann die Kinder mithilfe eines Stockes die Pinata zu zerschlagen, damit sie an den süßen Inhalt gelangen. Auch hier bringt Santa Claus die Geschenke am 25. Dezember.

11. Keine Kerzen in Namibia

In einem Land, in dem das ganze Jahr Sommerhitze herrscht, sind Kerzen nicht wirklich angebracht, da sie schmelzen würden. Als Alternative werden elektrische Kerzen in Namibia zur Dekoration eingesetzt. Wie auch in Ghana, bringt hier Santa Claus die Geschenke am Abend des 24. Dezembers.

12. Postkarten in den Niederlanden

Entgegen des allgemeinen Trends hält sich in den Niederlanden die Tradition der klassischen Weihnachtspost. Die Niederländer verschicken immer noch viele Briefe und vor allem Postkarten mit Weihnachtsgrüßen. Geschenke gibt es bereits am 6. Dezember, dem Nikolaustag. Der heißt im holländischen Sinterklaas und bringt den Kindern die Geschenke.

13. Besen verstecken in Norwegen

Die Norweger haben einen ungewöhnlichen Brauch an Weihnachten. In allen Haushalten werden Wischmops und Besen versteckt, damit böse Hexen sie nicht klauen und damit durch die Nacht fliegen können. Anstelle eines Weihnachtsmannes bringt in Norwegen ein Weihnachtsgnom, der Julenissen, die Geschenke am 24. Dezember für die Kinder.

14. Zusatzgedeck in Polen

Ein Festmahl darf an Weihnachten nicht fehlen. In Polen stellt man ein zusätzliches Gedeck auf den Tisch. Dieses steht in Gedenken an verstorbene Angehörige und Freunde, aber auch für unerwarteten Besuch bereit. Am Heiligen Abend bringt der Sternenmann die Geschenke ins Haus.

15. Minimalistische Deko in Russland

Während hierzulande geschmückt wird, was das Zeug hält, wird in russischen Häusern und Wohnungen lediglich ein Weihnachtsbaum als Dekoration aufgestellt. Zum Neujahrsfest am 31. Dezember überreicht Väterchen Frost die Geschenke.

16. Weihnachtsziege in Finnland

In Finnland hat der Weihnachtsmann eine Ziegengestalt und trägt den Namen "Joulupukki", was übersetzt Weihnachtsziege bedeutet. Diese bringt am 24.Dezember die Geschenke.

17. Das etwas andere Krippenspiel in Spanien

In den meisten spanischen Haushalten wird in der Weihnachtszeit eine Krippe aufgestellt. In Katalonien bekommt dieses eine besondere Figur. Hier wird ein "Caganer", was übersetzt so viel wie Scheißer bedeutet, an den Rand gestellt. Die Figur mit heruntergelassener Hose, die ihr Geschäft verrichtet und dient als Glücksbringer. Erst am 6. Januar bringen die Heiligen Drei Könige die Geschenke.

18. Spinnwebenschmuck in der Ukraine

Auch in der Ukraine erfolgt die Bescherung erst am 6. Januar. Der Überbringer der Geschenke ist hier ebenfalls Väterchen Frost. Einer alten Geschichte nach ist es Brauch, Spinnweben-Ornamente an den Weihnachtsbaum zu hängen – sie sollen Glück bringen.

19. Zucker am Weihnachtsbaum in Ungarn

Zuckerwürfel als Weihnachtsdekoration? In Ungarn werden in Seidenpapier gewickelte Zuckerstückchen an den Weihnachtsbaum gehängt. Der sogenannte "szaloncukor" (Salonzucker) geht auf die ursprüngliche Platzierung des Baumes im Salon des Hauses zurück. Anstelle des Weihnachtsmannes bringt dort das Christkind die Geschenke am Heiligen Abend.

20. Eine Alte Hexe in Italien

In Italien bringt nicht der Weihnachtsmann die Geschenke, sondern eine alte Hexe. Die "Befana" fliegt mit einem Besen von Haus zu Haus und beschert am 6. Januar, dem Dreikönigstag, alle braven Kinder mit kleinen Geschenken, während unartige Kinder mit Kohle bestraft werden. dhz

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