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Zuliefer- und Maschinenbaumesse 1.200 Aussteller bei Messe-Duo in Leipzig

Das Leipziger Messe-Duo aus Zuliefermesse Z und Maschinenbaumesse intec ist eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Mitteldeutschland verbunden. Vom 26. bis 29. Februar 2008 werden fast 1.200 Aussteller aus ganz Europa erwartet – etwa 200 mehr als 2007.

An der Zuliefermesse, dem jährlichen Branchentreffpunkt für Zulieferer und ihre Kunden aus der Automobilindustrie, dem Anlagen- und Maschinenbau, beteiligen sich in diesem Jahr 443 Aussteller aus 20 Ländern. Wie in den Vorjahren bilden mit über einem Drittel ausländische Aussteller einen bedeutenden Anteil. Die stärksten Fraktionen stellen hierbei Zulieferunternehmen aus der Tschechischen Republik, Polen, Italien, Russland sowie Rumänien. Erstmals dabei sind Lettland und Slowenien. Russland ist durch seine Industrieregionen Nischni Nowgorod und St. Petersburg vertreten.

"Das Thema Kooperation besaß von Anfang an auf der Zuliefermesse einen hohen Stellenwert, und dieser nimmt weiter zu. Dabei geht es nicht um wirtschaftspolitische Willensbekundung, sondern um gelebte Kooperationen, auch über Ländergrenzen hinweg. Die Z ist eine Plattform, die für solcherart Austausch prädestiniert ist", sagt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Messe.

So präsentiert sich auf der Z 2008 das neue EU-Netzwerk zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen enterprise europe network, das mit Beginn dieses Jahres seine Arbeit aufgenommen hat. In Sachsen bietet das Netzwerk unter dem Namen EEN Sachsen seine Leistungen an und stellt sich am 26. Februar zusammen mit seinen Partnern aus Polen und Tschechien im Ausstellerforum auf der Messe vor.

Der vor einem Jahr gegründete Automobil-Cluster Ostdeutschland (ACOD) wird auf der Z durch die Länderinitiativen aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin-Brandenburg repräsentiert. ACOD-Geschäftsführer Dietmar Bacher sagt: "Alle ostdeutschen Zulieferer sollen die Chance haben, ihre Produkte bekannter zu machen, mit den 1-TIERs in Kontakt zu treten und Lieferbeziehungen aufzubauen. Das ist über eine Messe wie die Z gut erreichbar." Der ACOD wolle zu einer höheren Wertschöpfung und Innovationskraft in Ostdeutschland beitragen, so dass sich hier ein Zentrum für High-Tech-Produkte der Automobilindustrie entwickle, erklärt Dietmar Bacher. Weiterhin biete die Organisation den vorwiegend kleinen und mittelständischen Mitgliedsunternehmen Hilfe zur Selbsthilfe an, die diese in die Lage versetze, Systemlösungen zu realisieren.

Einkäufertage auch für intec

Die seit vielen Jahren zur Z rege genutzten Einkäufertage bringen gezielt Geschäftspartner zusammen, und dies nun auch für die Kunden der intec. 2008 haben sich die Einkaufsabteilungen von 14 Unternehmen angesagt, wobei der Anteil aus Westeuropa gestiegen ist. "Der Trend geht bei den Einkäufertagen zu einer verstärkten Nachfrage an Hochtechnologien gegenüber Teilen. Damit dürfte der Preis nicht mehr das Hauptargument in den Gesprächen sein", vermutet Projektdirektorin Kersten Bunke-Njengue.

Auf der intec präsentieren 717 Aussteller Werkzeug- und Sondermaschinen sowie weitere Produktgruppen und Verfahren zur Metallbearbeitung – Umformtechnik, mechatronische Systeme, Werkzeuge, Sensortechnik und anderes mehr. Gegenüber 2007 ist die Ausstellerzahl um 36 Prozent und die Ausstellungsfläche um 50 Prozent gewachsen. Zusammen belegen intec und Z etwa 42.000 Quadratmeter.

Sachsen stellen die meisten Aussteller

"Viele Firmen, die 2007 erst einmal zum Schnuppern gekommen waren oder kleine Stände gebucht hatten, haben sich für eine Messepräsentation bzw. für eine größere Standfläche entschieden – eine sehr erfreuliche Entwicklung", so Wolfgang Marzin. Auch die starken deutschen Maschinenbauländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern sind noch stärker präsent als 2007. Jeder fünfte Aussteller stammt aus Baden-Württemberg. Platz eins belegen nach wie vor die Sachsen.

"Es ist gelungen, das Messeangebot der intec stärker auf ihre Kernbereiche, den Werkzeug- und Sondermaschinenbau sowie die Fertigungstechnik zu fokussieren. In diesem Zug ist der Anteil an Herstellern gestiegen, und mehr Unternehmen sind mit ihren Stammhäusern auf der Messe vertreten", bilanziert Deliane Träber, Geschäftsbereichsleiterin der Leipziger Messe.

Zu den ausstellenden Marktführern gehören unter anderem die Auerbach Maschinenfabrik, Deckel Maho Gildemeister, Festo, GF Agie Charmilles, HAAS Automation Europe, die Index Werke, Mori Seiki, Niles-Simmons, Profiroll, REIS Robotics sowie Trumpf Laser- und Systemtechnik.

Ausländische Aussteller kommen beispielsweise aus Italien, Japan, Österreich, Polen und der Schweiz. Erstmalig sind Unternehmen aus der Türkei und aus Finnland auf der intec.

hjs

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