Die privaten Haushalte in Deutschland haben zehn Billionen Euro gespart, davon 5 Billionen Euro in Immobilien und nochmals 4,7 Billionen Euro Geldvermögen. Bei dieser Summe sind Sachvermögen wie Pkws, Wohnungseinrichtungen oder Schmuck noch nicht eingerechnet.
Zehn Billionen Euro, eine Eins mit zwölf Nullen – diese unvorstellbare Summe haben die Deutschen angespart. Zieht man Kredite im Wert von 1,5 Billionen Euro ab, dann haben die Deutschen immer noch ein "Nettovermögen" von weit über acht Billionen Euro. Der Bankenverband hat die entsprechenden Zahlen veröffentlicht und bezieht sich dabei auf Daten der Deutschen Bundesbank. Das Handelsblatt erklärte in seiner Donnerstagsausgabe, die Summe sei so hoch wie die Staatsschulden aller 27 EU-Mitgliedsstaaten zusammen.
Obwohl die Wohneigentumsquote in Deutschland niedriger ist als in anderen europäischen Ländern, gelten Immobilien hierzulande als sehr solide Anlage, gerade auch für die Altersvorsorge. Auch beim Finanzvermögen achten die Deutschen vor allem auf Sicherheit. So entfallen von den etwa 4,7 Billionen Euro Geldvermögen mehr als zwei Drittel auf Bargeld, Spar- und Festgeldkonten sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen. Nur fünf Prozent sind in Aktien investiert, bezogen auf das gesamte Geld- und Immobilienvermögen sind das nicht einmal drei Prozent.
Laut dem Vermögensbarometer der Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverbands gewinnt Immobilieneigentum stark an Bedeutung. Dies würde darauf hinweisen, dass viele Sparer zurzeit reale Vermögenswerte bevorzugen. Attraktivität eingebüßt haben die Kapital-Lebensversicherung und die private Rentenversicherung. dhz
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