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Heil- und Kostenplan der Zahnärzte ergänzt Zahnersatz: Herstellungsort muss jetzt angegeben werden

Zahnärzte müssen ihren Patienten jetzt den Herstellungsort des Zahnersatzes nennen. Das berichtet der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI). Damit soll die Manipulation von Abrechnungen verhindert werden.

Der VDZI berichtet, die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) hätten sich mit Wirkung zum 1. Februar 2016 auf die Ergänzung der Abrechnung geeinigt. Der Heil- und Kostenplan muss demnach die Angabe des voraussichtlichen Herstellungsortes oder Herstellungslandes des Zahnersatzes enthalten. Der Patient bestätige diese Aufklärung mit seiner Unterschrift.

Herstellungsangaben sollen Manipulation verhindern

Nach Angaben des VDZI ist diese Neuregelung allerdings nur eine Umsetzung der seit dem 1. Januar 2005 bestehenden Informationspflichten nach §87 1a SGB V. Mit der Information soll der Manipulation von Abrechnungen mit im Ausland hergestelltem Zahnersatz entgegengewirkt werden.

Die Zahntechniker freuen sich, dass diese Vorschrift nun endlich eingehalten werden soll. "Die bisher fehlende Umsetzung dieser gesetzlichen Pflicht ist vom VDZI seit 2005 immer wieder kritisiert worden", sagte VDZI-Präsident Uwe Breuer. Durch die Neuregelung würden die Transparenz und die Patientensouveränität entscheidend gestärkt. dhz

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