Nach zwischenzeitlich abgebremstem Wachstum hat der Bestand an Handwerksbetrieben in Sachsen 2009 wieder stärker zugenommen.
Wie aus der Handwerkstag-Betriebsstatistik hervorgeht, erhöhte sich die Gesamtzahl aller Unternehmen zwischen 1. Januar und 31. Dezember 2009 um 421 auf jetzt 58.613 (Zugänge: 4.609; Abgänge: 4.188).
Zurückzuführen ist der Zuwachs hauptsächlich auf ein Mehr an Betrieben im zulassungsfreien Handwerk, darunter vor allem bei Fliesen-, Platten- und Mosaiklegern, Fotografen und Schneidern. Ein deutliches Plus gab es auch bei zulassungspflichtigen Gewerben – also jenen, die nur von einem Inhaber mit Meisterbrief ausgeübt werden dürfen. Verstärkung erhielten hier zuallererst die Berufe Friseur, Kraftfahrzeugtechniker und Zimmerer.
Rückläufig dagegen ist die Zahl von Betrieben vor allem im Elektrotechniker-, Bäcker-, Schuhmacher- und im Uhrmacherhandwerk. Auch in der Gruppe der handwerksähnlichen Gewerbe gibt es mehr Ab- als Neuanmeldungen.
Unabhängig davon dominieren mit anteilig knapp zwei Dritteln (64 Prozent) zulassungspflichtige Gewerbe weiterhin die Unternehmenslandschaft im Sachsen-Handwerk.
Die Handwerksdichte im Freistaat liegt mit 14,0 Betrieben pro 1.000 Einwohner deutlich über dem bundesdeutschen Mittel von 11,8. Allein in Sachsen – dem bevölkerungsreichsten Land im Osten Deutschlands – ist rund ein Drittel aller Handwerksbetriebe der neuen Bundesländer (ohne Berlin) ansässig. Beschäftigt sind im sächsischen Handwerk mehr als 300.000 Menschen.