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Beschäftigte in der Arbeitnehmerüberlassung Zahl der Leiharbeitnehmer steigt

Anstieg in der Leiharbeitsbranche: Im Gegensatz zum Vorjahr ist die Anzahl der Leiharbeitnehmer im Juni 2015 um gut 5 Prozent gestiegen. Auch die Häufigkeit der Ordnungswidrigkeiten ist gewachsen.

Die Zahl der Leiharbeitnehmer ist im Jahr 2015 im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor.

Zahl der Leiharbeitnehmer leicht gestiegen

Die Bundesregierung bezieht sich in ihrer Antwort auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Demnach gab es im Juni 2015 insgesamt knapp 960.000 Beschäftigte in der Leiharbeitsbranche – gut 5 Prozent mehr als im Juni 2014 und fast 11 Prozent mehr als im Juni 2013. Davon waren rund 770.000 in Leih- und Zeitarbeitsfirmen und  mehr als 190.000 in Betrieben, die nicht ausschließlich oder überwiegend in der Arbeitnehmerüberlassung tätig sind, angestellt.

107.00 in der Metallverarbeitung beschäftigt

Laut Bundesregierung gingen im Juni 2015 etwa 220.000 Leiharbeitnehmer einer Beschäftigung in der Lagerwirtschaft und rund 107.00 in der Metallverarbeitung nach. Auf den weiteren Rängen folgen Tätigkeiten in den Bereichen Maschinenbau- und Vertriebstechnik (um die 60.000) und Büro- und Sekretariatswesen (etwa 40.000). Knapp 888.000 Leiharbeitnehmer sind sozialversicherungspflichtig und etwa 73.000 ausschließlich geringfügig beschäftigt gewesen. Von den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten arbeiteten fast 85 Prozent in Vollzeit, gut 15 Prozent in Teilzeit.

Ordnungswidrigkeiten häufiger begangen

Die Zahl der geahndeten Ordnungswidrigkeiten ist laut Bundesregierung im Jahr 2015 im Vergleich zu den beiden Vorjahren auf insgesamt 2.136 Ahndungen ebenfalls gestiegen. Davon wurden rund 52 Prozent Verwarnungen mit und rund 13, Prozent Verwarnungen ohne Verwarnungsgeld ausgesprochen sowie etwa 34, Prozent Geldbußen verzeichnet. 2013 wurden insgesamt nur rund 1.000 und 2014 insgesamt knapp 2.000 Ordnungswidrigkeiten registriert.

Hinsichtlich der Art der Verstöße gegen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) verweist die Bundesregierung auf Erfahrungswerte, nach denen Verstöße "die gesamte Bandbreite des AÜG und des allgemeinen Arbeitsrechts, einschließlich Verstößen gegen tarifvertragliche Regelungen", umfassten. Demnach treten Verstöße bei der korrekten Berechnung von beispielsweise Feiertagen, Urlaub oder Krankheit häufiger auf als Verstöße gegen Branchenzuschlagstarife. dhz

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