IT + Kommunikation -

Microsoft Betriebssystem Windows 10: Download ab sofort ohne Zustimmung

Die Installationsdatei von Windows 10 befindet sich in diesen Tagen plötzlich auf dem Computer vieler Nutzer. Der Grund: Microsoft macht das Betriebssystem ungefragt zum "empfohlenen Update". Wie Sie den Download verhindern können.

Microsoft möchte sein neues Betriebssystem Windows 10 möglichst schnell auf vielen Rechnern weltweit installiert haben. Das sagt auch Windows-Chef Oliver-Gürtler im DHZ-Interview und spricht von 50 Prozent aller Unternehmen weltweit bis Ende 2016.

Um das Tempo einzuhalten, hat der Konzern das neue Betriebssystem nun zum "empfohlenen Update" erklärt. Die Folge: Während Windows 10 bis Ende Januar als "optionales Update" nur mit Zustimmung des Nutzers heruntergeladen wurde, passiert das jetzt ganz automatisch und eventuell ohne, dass es der Computernutzer überhaupt bemerkt.

Windows-Installationsdatei nimmt Speicherplatz

Nach dem "heimlichen" Download befindet sich auf dem Computer des Nutzers eine sechs Gigabyte große Installationsdatei und belegt damit ungefragt sogar noch jede Menge Speicherplatz auf der Festplatte des Computers.

Immerhin: Bevor Windows 10 dann wirklich installiert wird, ist die Zustimmung des Nutzers erforderlich. Windows wird also automatisch heruntergeladen, aber nicht automatisch installiert. Es kann also nicht passieren, dass plötzlich anstatt Windows 7 oder 8 das Update auf Windows 10 installiert ist, wenn der Nutzer hierzu nicht seine Erlaubnis erteilt hat.

Wer aus Versehen der Installation zustimmt, muss auch nicht zwangsläufig bei Windows 10 bleiben. Innerhalb von 30 Tagen ist eine Rückkehr zu Windows 7 oder 8 möglich.

Windows-Nutzer können allerdings Vorkehrungen treffen, um auch den automatischen Download zu verhindern. Das ist mit wenigen Klicks möglich.

Automatischen Windows-10-Download in 5 Schritten verhindern

  • Auswahl des Windows-Startknopfs in der Taskleiste (unten links)
  • Computer nach dem Stichwort "Update" durchsuchen
  • Den Menüeintrag "Windows Update" auswählen
  • im erscheinenden Fenster "Einstellungen ändern" auswählen
  • Häkchen bei "Empfohlene Updates auf die gleiche Weise wie wichtige Updates bereitstellen“ entfernen und mit OK bestätigen
Alternativ ist die Umstellung auch über den Menüpunkt "Systemsteuerung" möglich.

Mit diesen Einstellungen wird Windows 10 nur noch mit der Zustimmung des Nutzers heruntergeladen.

Wer allerdings ohnehin auf Windows 10 wechseln wollte, muss nichts unternehmen. In diesem Fall kann dem Start der Installation zugestimmt werden.

Mehr zu Windows 10 erfahren Sie im Artikel "Windows 10 kann mehr als Witze erzählen" und im Interview "Windows 10 bis zum Lebensende".

Mehr zum Thema
© deutsche-handwerks-zeitung.de 2016 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

* = Pflichtfelder. Bitte ausfüllen