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Microsoft Betriebssystem "Windows 10 bis zum Lebensende"

Oliver Gürtler, Chef von Windows Deutschland, erklärt im Interview, welche Gefahren bei alten Betriebssystemen lauern, was hinter der neuen Funktion "Continuum" steckt und wie zukunftssicher Windows 10 ist.

DHZ: Herr Gürtler, zu Windows 8 gab es viele kritische Stimmen. Was macht Windows 10 besser?

Gürtler: Wir haben zugehört. Windows 10 basiert auf dem Feedback von mehr als sieben Millionen routinierten Windows-Nutzern, es ist damit das bisher persönlichste Windows. Aber es ist nicht nur einfach ein neues Betriebssystem, es ist eine neue Generation von Windows: Eine einheitliche Plattform für alle Geräte. Windows 10 vereint dabei bekannte, vertraute Elemente wie das Startmenü und kombiniert diese mit den IT-Trends unserer Zeit – von der persönlichen digitalen Assistentin bis hin zu biometrischen Sicherheitsfunktionen. Gleichzeitig bietet es Unternehmen höchste Sicherheitsstandards.

DHZ: Windows 10 in der Basisversion ist kostenlos. Wollen Sie kein Geld verdienen?

Gürtler: Windows 10 gibt es für ein Jahr als kostenloses Upgrade für Windows 7 und Windows 8.1 PCs. Damit ist es so leicht zugänglich wie nie und erreichbar für potentiell 1,5 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt. Das kostenlose Upgrade zielt also ganz klar auf die weitere Stärkung unseres Ökosystems. Die bisherige Entwicklung zeigt uns, dass diese Strategie erfolgreich ist: In weniger als sechs Monaten nach der Verfügbarkeit läuft Windows 10 mittlerweile auf mehr als 200 Millionen Geräten weltweit. Zudem ist Windows 10 das bislang am schnellsten wachsende Betriebssystem im Unternehmensumfeld: 50 Prozent aller Unternehmen weltweit werden bis Ende 2016 mit der Installation von Windows 10 begonnen haben.

"Wer noch Windows XP nutzt, riskiert die Sicherheiten seiner Daten und jene seiner Kunden."

DHZ: Viele Handwerker nutzen noch alte Windows-Versionen. Können Sie sich Zeit für den Umstieg lassen?

Gürtler: Microsoft empfiehlt seinen Kunden den schnellstmöglichen Umstieg auf das modernste Betriebssystem. Ältere Versionen wie beispielsweise Windows 7 kommen langsam in die Jahre: Bereits vor einem Jahr endete der Grundlegende Support, seitdem erhalten Nutzer zwar weiterhin alle wichtigen Sicherheits-Updates, neue Funktionen erhält das Betriebssystem aber nicht mehr ohne weiteres. Auch die Möglichkeit kostenloser Support-Anfragen entfällt seit dem 13. Januar 2015. Bereits in vier Jahren endet dann schließlich auch der erweiterte Support, so dass sich Firmen im Hinblick auf Sicherheit und Innovationsfähigkeit rechtzeitig über eine Migration auf ein neues Betriebssystem Gedanken machen sollten.

DHZ: Sind die Gefahren bei alten Windows-Versionen wirklich so gravierend?

Gürtler: Das hängt davon ab, ob die genutzte Windows Version von Microsoft noch Support erhält. Nehmen Sie Windows XP: Hier ist der Support lange ausgelaufen, Microsoft bietet keine Sicherheits-Updates mehr für das veraltete Betriebssystem an. Wer das Betriebssystem dennoch weiter nutzt, riskiert die Sicherheit seiner eigenen Daten und auch jene seiner Kunden, beispielsweise durch Angriffe über Malware oder andere Schadsoftware.

DHZ: Gilt das auch für Windows 7?

Gürtler: Windows 7 erhält zwar noch bis zum 14. Januar 2020 Sicherheits-Updates durch Microsoft, moderne und zeitgemäße Sicherheits-Features wie beispielsweise Windows Hello unterstützt es aber nicht. Gerade für Firmenkunden ist es jedoch wichtig, in Punkto Sicherheit am Puls der Zeit zu sein.

DHZ: Worauf müssen Unternehmen dabei achten?

Gürtler: Mit dem zunehmenden Einsatz mobiler Geräte wie Smartphones und Tablets funktioniert die Abschottung der unternehmenseigenen IT über Firewalls von der Außenwelt heute nicht mehr. Nutzer müssen auch mobil einfachen und sicheren Zugriff auf Unternehmensdaten haben, egal wo diese liegen und egal wo der Benutzer ist. Gleichzeitig muss dafür gesorgt werden, dass Geräte und vor allem die genutzten Daten vor Cyberkriminellen sicher sind. Um für solche Szenarien gerüstet zu sein, benötigen Unternehmen höchste Sicherheitsstandards und –Funktionen, wie wir sie mit Windows 10 anbieten: ob Zwei-Faktor-Authentifizierung mit biometrischen Anmeldeverfahren, Datenschutz auf Benutzer- und Dokumentenebene oder auch verbindliche Richtlinien für den Umgang mit sensiblen Daten.

DHZ: Gerade Kleinunternehmer scheuen jedoch den Aufwand von Systemumstellungen.

Gürtler: Noch nie war der Umstieg auf ein modernes Betriebssystem so einfach wie mit Windows 10. Über die Möglichkeit des "In place-Upgrade" läuft die Migration weitgehend automatisch und mit wenig Aufwand. Noch einfacher ist es, wenn die Integration von Windows 10 über die Ausstattung mit neuen Geräten erfolgt. Gleichzeitig bieten wir Unternehmen Hilfestellungen und umfassende Informationen für den Umstieg auf Windows 10 an, vom "Readiness-Kit" bis hin zu speziellen Online-Kursen.

"Windows 10 Pro ist für Kleinbetriebe die sinnvolle Lösung."

DHZ: Welche Windows-10-Version ist für Kleinbetriebe sinnvoll?

Gürtler: Kleinen und mittelständischen Unternehmen bietet Windows 10 Pro eine vertraute und produktivitätssteigende Anwendererfahrung über alle Geräte – ob Laptop, Desktop PC, Tablet oder Smartphone. Es vereinfacht die Verwaltung von Geräten, Apps und Identitäten. Durch flexible Modelle lässt sich die Auslieferung von Feature-Updates gezielt steuern. Stetige Sicherheits-Updates und moderne Sicherheitsfunktionen sorgen gleichzeitig für den Schutz kritischer Informationen – so können Unternehmen effizient wachsen.

DHZ: Im Smartphone-Bereich ist Apple vor Ihnen. Warum sollte ein Unternehmer, der Apple-Systeme nutzt, auf Windows umstellen?

Gürtler: Handwerksbetriebe profitieren nicht nur durch eine geräteübergreifende Office-Integration, sondern auch durch die Kompatibilität der Windows Plattform zu allen wichtigen Applikationen auf dem Markt. Neben gewohnten und kompatiblen Anwendungen bietet Windows 10 auch neue Lösungen, die Firmen einen echten Mehrwert bei der täglichen Arbeit bieten.

DHZ: Zum Beispiel?

Gürtler: Etwa die Continuum-Funktion, mit welcher sich Windows-Smartphones via Dock ganz einfach an einen Bildschirm anschließen lassen und dieselbe Nutzererfahrung bieten, wie an einem Desktop PC – das erleichtert das Arbeiten von unterwegs.

"Continuum kann eine vollwertige Nutzung wie am Desktop-PC bieten."

DHZ: Kann Continuum für Solo-Selbständige also die Anschaffung eines PCs überflüssig machen?

Gürtler: Zusammen mit den Office Apps ermöglicht ein Smartphone mit Windows 10 Mobile, Continuum und dem Display Dock zur Verbindung mit Monitor und Tastatur eine durchaus vollwertige und gewohnte Nutzung wie am Desktop-PC für viele alltägliche Aufgaben. Im Vergleich zu leistungsstarken Notebooks oder Desktop-PCs ist das Smartphone aber weniger als vollwertiger Ersatz, sondern vielmehr als Ergänzung für mobile Arbeitsweisen zu sehen.

DHZ: Machen Betriebe befürchten, dass Microsoft über Windows 10 viele Daten speichert, die eigentlich im Unternehmen bleiben sollten. Berechtigte Ängste?

Gürtler: Nein. Der Kunde hat mit Windows 10 die volle Kontrolle über seine Daten. Microsoft gibt den Nutzern verschiedene Möglichkeiten an die Hand, die Datenschutzeinstellungen in Windows 10 jederzeit anzupassen.

DHZ: Wie lange werden Betriebe mit Windows 10 arbeiten können?

Gürtler: Eine der großen Innovationen von Windows 10 ist "Windows as a Service": Geräte, auf denen ein Upgrade von Windows 10 installiert ist, erhalten kostenlose Aktualisierungen bis zum Ende der unterstützten Lebensdauer des Geräts.

Hautnah und Live dabei

Liveblog: Deutscher Handwerkstag 2016 in Münster

Reporter der Deutschen Handwerks Zeitung berichten vom 8. bis 9. Dezember via Liveblog vom Deutschen Handwerkstag in Münster. Von der Wahl des ZDH-Präsidenten bis zum ZDH-Forum mit Angela Merkel – Bei uns verpassen Sie keinen Programmpunkt.
Hier geht´s zum Liveblog.

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Mario

Nicht für mich

Das Upgrade ging voll daneben. Mein bisher stabil laufendes Win 7 wurde zerschossen und lies sich auch nicht wiederherstelle. Also Neuinstallation mit viel Arbeit, viel Wut und Frust. Aus diesem Grund und der Datensammelwut von Win 10 kommt nun der schon lange in Erwägung gezogene Schritt, Umstieg auf Linux. Bye-bye Windows.

I.Wetzel

Windows10

Hallo,
Ich habe von Windows7 auf Windows 10 umstellen wollen,aber leider funktioniert mein Drucker nicht.Es gibt für den Drucker keine geeignete Treiber.Mein Drucker ist ein HP LaserJet 1005.

I.Wetzel

Windows10

Hallo,
Ich habe von Windows7 auf Windows 10 umstellen wollen,aber leider funktioniert mein Drucker nicht.Es gibt für den Drucker keine geeignete Treiber.Mein Drucker ist ein HP LaserJet 1005.

I.Wetzel

Windows10

Hallo,
Ich habe von Windows7 auf Windows 10 umstellen wollen,aber leider funktioniert mein Drucker nicht.Es gibt für den Drucker keine geeignete Treiber.Mein Drucker ist ein HP LaserJet 1005.

I.Wetzel

Windows10

Hallo,
Ich habe von Windows7 auf Windows 10 umstellen wollen,aber leider funktioniert mein Drucker nicht.Es gibt für den Drucker keine geeignete Treiber.Mein Drucker ist ein HP LaserJet 1005.

I.Wetzel

Windows10

Hallo,
Ich habe von Windows7 auf Windows 10 umstellen wollen,aber leider funktioniert mein Drucker nicht.Es gibt für den Drucker keine geeignete Treiber.Mein Drucker ist ein HP LaserJet 1005.

Markus Kley

Win10 Umstellung funktioniert nicht.

Guten Tag, der Bericht besonders die Antworten sind wirklich gut. Es wäre zu schön um war zu sein. Bei 2 win7 Systemen hatte ich das Upgrade durchgeführt. Beim 1. Ein Laptop hat es zunächst wunderbar funktioniert aber beim 3. starten des Systems ging nichts mehr. Beim 2. System dauerte es etwas länger, aber auch hier habe ich das win7 wieder aufgesetzt. Auch aus anderen Quellen u.a. langjährige Windows PC Händler berichten von immensen Problemen. Mit diesem Hintergrund lasse ich die Finger von Win10. Sollte sich wesentliche Besserung bemerkbar machen strebe ich eine Linux Lösung an. Gruß Markus Kley