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Steuer aktuell Wie ist eine Meistergründungsprämie steuerlich zu behandeln?

Viele Handwerker machen sich nach der Meisterprüfung mit einem Handwerksbetrieb selbständig. Eine finanzielle Hilfestellung bekommen sie durch die Meistergründungsprämie. Doch wie ist diese Prämie steuerlich zu erfassen?

Die steuerliche Behandlung dieser Meistergründungsprämie hängt entscheidend davon ab, in welcher Rechtsform der Handwerker seinen Handwerksbetrieb führt. Hierbei sind folgende Unterscheidungen zu beachten (OFD Rheinland und OFD Münster, Verfügung v. 21.2.2013):

Einzelunternehmen bzw. Personengesellschaft

Handelt es sich bei dem Handwerksbetrieb um ein Einzelunternehmen oder um eine Personengesellschaft, ist die Meistergründungsprämie als steuerpflichtige Betriebseinnahme zu versteuern. Die Zahlung hängt mit der gewerblichen Tätigkeit als Handwerker zusammen und ist nach dem Einkommensteuergesetz nicht steuerfrei. Der Gewinn des Handwerksbetriebs erhöht sich durch die Meistergründungsprämie also um 7.500 Euro.

Kapitalgesellschaft

Gründet der Handwerker aus Haftungsgründen eine GmbH oder kauft er einen GmbH-Anteil, stellt der Zuschuss in Höhe von 7.500 Euro keine Betriebseinnahme der GmbH dar. Die Meistergründungsprämie mindert vielmehr die Anschaffungskosten für den GmbH-Anteil. Das bedeutet, dass irgendwann beim Verkauf des GmbH-Anteils ein um 7.500 Euro höherer Veräußerungsgewinn nach § 17 EStG entsteht, der versteuert werden muss.

Tipp: Die Meistergründungsprämie muss zurückgezahlt werden, wenn innerhalb eines bestimmten Zeitraums bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllt sind (u.a. Anstellung von Personal). Eine gewinnmindernde Rückstellung für dieses Rückzahlungsrisiko darf erst bilanziert werden, wenn eindeutig feststeht, dass der Zuschuss zurückgezahlt werden muss.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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