Unternehmensführung -

Wichtige Worte, weil Weihnachten ist

Glühwein, Gebäck und Gänsebraten füllen zu Weihnachten den Magen. Aber der Mensch hat noch andere Bedürfnisse. Viele blicken jetzt auf das ausgehende Jahr zurück und wünschen sich mehr Anerkennung von ihrem Chef.

"Wir loben viel zu wenig", betont Anselm Bilgri. Der Münchner Theologe und Berater hält deswegen eine Feierstunde für wichtig. "Das muss nicht unbedingt im Advent sein, wenn ohnehin viel los ist. Aber rund um den Jahreswechsel, am Ende von etwas Altem und Anfang von etwas Neuem, sollte etwas Besonderes stattfinden – und wenn es nur ein Kaffeetrinken ist."

Eine feierliche Rede ist dabei nicht jedermanns Sache. Dennoch sind positive Rückmeldungen wichtig. Der Chef muss nichts schönreden. Sein Hauptaugenmerk sollte er zu diesem Anlass aber auf gute Entwicklungen richten, zum Beispiel auf Leistungen, die von allen gemeinsam oder von Einzelnen erbracht wurden und die vielleicht während des Jahres nicht ausreichend gewürdigt wurden. Diese Wertschätzung passe gut in die Weihnachtszeit, meint Anselm Bilgri. Der Theologe will den Wert der christlichen Kultur für die moderne Zeit verfügbar machen, so dass ihre Botschaften für alle Menschen zugänglich sind.

Auf Weihnachten bezogen übersetzt er das so: "Christen feiern jetzt, dass Gott Mensch wird. Im Kern der Sache heißt das, der Mensch steht im Mittelpunkt." Wenn der Unternehmer nun also seine Mitarbeiter und ihre Leistungen in den Mittelpunkt seiner Rede stelle, sei das nicht nur eine nette Geste. "Der Erfolg eines Unternehmens hängt stark davon ab, wie die Menschen darin miteinander umgehen. Alles, was der Chef sagt und was dazu dient, die Beziehungen untereinander zu stärken, hilft auch dem Unternehmen", betont Bilgri den doppelten Vorteil. bst

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