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Werbemittel im Handwerk nutzen Werbegeschenke, die begeistern

Handwerksbetriebe sollten bei Werbemitteln auf Qualität achten und Kreativität beweisen. Auf Messen können Werbemittel als Türöffner im Kundengespräch dienen. Doch nehmen Sie sich vor Geschenkejägern in Acht.

Schauen Sie sich auf Ihrem Schreibtisch im Büro um. Höchstwahrscheinlich werden Sie eine Vielzahl klassischer Werbeartikel finden: Kugelschreiber, Notizblöcke, Haftnotizen, aber auch Kalender, Tassen, Flaschenöffner und sonstige kleine Helfer – mit bunten Logos der Unternehmen bedruckt, die nachhaltig in Erinnerung bleiben.

Besonders elektronische Werbeartikel erfreuen sich wachsender Beliebtheit – seien es USB-Sticks, Powerbanks, Ersatzakkus für Smartphones und Fitnessarmbänder. Dauerbrenner bleiben Textilien und Süßwaren, der neueste Trend sind Hosenträger.

Kein Zweifel, Werbeartikel gehören zum Standard in der Kundenkommunikation. Kleine Markenbotschafter, die alle Sinne ansprechen und die gerade für das erfolgreiche Marketing im Handwerk ein ungeheures Potenzial bieten.

Wie aber gelingt es, dieses Potenzial auszuschöpfen­ – gerade auch im Blick auf das zur Verfügung stehende Budget?

Hoher Erinnerungswert

Der besondere Mehrwert des Werbegeschenks liegt in seinem hohen Erinnerungswert. Im Gegensatz zu klassischer Werbung, einer Zeitungsanzeige, einem Radiospot oder einem PR-Beitrag erreichen Werbeartikel nachgewiesenermaßen gleichbleibend hohe Erinnerungswerte und das meist über einen langen Zeitraum hinweg. Besonders gilt das für solche Artikel, die man wirklich braucht, gerne nutzt und die anders sind als die anderen.

Ein Kugelschreiber, der eine andere Form hat, flüssiger schreibt, angenehmer in der Hand liegt. Haftnotizen, die durch die lustige Herzform in Neonfarbe für gute Laune sorgen. Ein Hammer, der als Flaschenöffner dient. Ein Spitzer in Form einer Werkzeugkiste. Füllpaste, die bei Ausbesserungen hilft. Eine Waschlotion, die schmutzigste Hände zuverlässig säubert. Die Liste der Möglichkeiten ist schier endlos.

Sympathisch und nützlich

Doch was macht den hohen Erinnerungswert aus und wie gelingt es, den besonderen Wert und Nutzen Ihres Unternehmens mit dem richtigen Werbemittel zu transportieren?

Laut einer aktuellen DIMA-Studie nutzen 54 Prozent aller Befragten die Werbemittel gerne, deren Qualität stimmt. Auch haben viele Kunden inzwischen Umweltverträglichkeit und Fairtrade im Blick.

Es macht also Sinn, Zeit und Kreativität zum einen in die Wahl des richtigen Werbemittels und zum anderen in Qualität und Herkunft zu investieren. Denn ein Werbegeschenk verleiht dem Kommunikationskern des Unternehmens Form und Kontur – verbunden mit der attraktiven Geste der Großzügigkeit.

Wenn man bedenkt, dass Werbeartikel oftmals ein bis zwei Jahre im stetigen Gebrauch sind, dann wird deutlich, dass ein gezieltes Give-away dem Unternehmen einen festen Platz im Haushalt und Herzen des Kunden sichern kann.

Als Türöffner nutzen

Gerade bei einer Messepräsentation ist ein Werbegeschenk fast zwingend. Es wirkt nicht nur als Türöffner, sondern es hilft auch, sich von der Konkurrenz abzusetzen und bei einem anschließenden Telefonat einen guten Anfang zu finden. Vor reinen Werbemitteljägern sollte man sich allerdings hüten und die Geschäftsabsicht im Blick haben, bevor das Geschenk vergeben wird.

Ebenso wie ein Messebesuch können Feste im Jahreszyklus einen guten Anlass bieten, um saisonal auf sich aufmerksam zu machen. Wer zum Beispiel ein Auftragsloch im Winter hat, könnte sich mit einem lustig gestalteten Adventskalender oder einem Heizungsentlüfter, der die Form eines Tannenbaums oder Häuschens hat, frühzeitig in Erinnerung rufen.

Für eine Bäckerei ist vielleicht die Osterzeit ideal, um auf die besonders leckeren Osterfladen hinzuweisen. Radiergummis in Plätzchenform sind dagegen an Weihnachten passend. Allerdings ist es wie bei jedem Geschenk auch bei einem Werbemittel wichtig, dass es von Herzen kommt und mit dem nötigen Wertebewusstsein überreicht wird.

Wer die Wahl hat ...

Für welche Art von Werbegeschenk soll man sich also entscheiden? Vorab sollten Sie einige Punkte bedenken: Welches Produkt passt zu Ihrem Unternehmen? Welche Mengen werden benötigt? In welchem Zusammenhang wollen Sie das Werbemittel einsetzen? Bei einer Messe oder beim täglichen Kundenkontakt? Soll es einen saisonalen Aufhänger geben? Was möchten Sie konkret erreichen? Welches Budget wollen Sie investieren? Wie hoch sollen die Kosten je Stück sein? Setzen Sie auf Masse oder Exklusivität?

Ein Austausch mit Familie, Mitarbeitern, Kunden und der Besuch einer Fachmesse können inspirieren. Die alljährliche Werbeartikel-Fachmesse Trend feierte 2016 in Mannheim 30-jähriges Bestehen, die Werbemittelmesse München findet meist im Januar statt. Angesichts der Tatsache, dass in Deutschland 2015 insgesamt rund 3,4 Milliarden Euro in Werbeartikel flossen, erfreuen sich einschlägige Messen hoher Beliebtheit. Im persönlichen Gespräch mit Anbietern ergeben sich oftmals neue Ideen, können individuelle Lösungen zugeschnitten, Preise und Messerabatte ausgehandelt werden.

Individualität zählt

Ein guter Ansatz ist sicher, bei Kundenbesuchen herauszuspüren, was der Kunde wirklich braucht und was pfiffig zu realisieren ist. Wie oft fehlt im entscheidenden Moment ein Schraubenzieher, ein Maßband, ein Lineal, ein Schreibinstrument.

Auch bedruckte Pflaster sind ein guter Hinweis, das nächste Mal den Handwerker zu rufen. Gerade die kleinen Helfer, die Sie selbst in Ihrem beruflichen Umfeld bei der täglichen Arbeit am dringendsten benötigen, sind oft die, mit denen Sie Ihrem Kunden vertrauensvoll in Erinnerung bleiben.

Übrigens: Bei Geschenken unter zehn Euro besteht keine Aufzeichnungspflicht. Teurere Werbemittel sind steuertechnisch als Geschenk zu betrachten und nur eingeschränkt als Betriebsausgabe abzugsfähig. Informieren Sie sich bei Ihrem Steuerberater.

Einen umfassenden Werbemittelüberblick mit Anbieterliste und Messeterminen bietet der Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft e.V. unter www.gww.de

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