Weiterbildungsabschluss - ein erfolgreicher Anfang - Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald - deutsche handwerks zeitung

Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald - Ausgabe 13-14/2010

Weiterbildungsabschluss - ein erfolgreicher Anfang

Die Zukunft gehört der individuellen, authentischen Dienstleistung vor Ort

Die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten sich zusammen mit Präsident Walter Tschischka (2. Reihe, 4.v.re.), Hauptgeschäftsführer Dieter Müller (letzte Reihe, li.), Ehrenvizepräsident...

Insgesamt 71 Urkunden und Zeugnisse konnte der Präsident der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald, Walter Tschischka, an erfolgreiche Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer in der Bildungsakademie der Kammer überreichen. Sie waren Lohn für den Besuch verschiedenster Kurse mit unterschiedlichen Zielen in den letzten zwölf Monaten.

Zuvor hatte der Mannheimer Kammerpräsident in seiner Laudatio an Artur Fischer erinnert, der nicht nur durch die Fischer-Baukästen, sondern vor allem seinen Plastikdübel bekannt geworden sei. Angesichts seiner Kreativität, die sich in mehr als 1.100 Patenten niederschlage, forderte er die Absolventen auf, mit der erworbenen Qualifizierung zu wuchern und die Wissenspfunde in die Waagschale zu werfen. In einer Zeit, in der Wirtschafts- und Wissensspionage hohen Rang habe, werde deutlich, dass man in der Bundesrepublik vor allem mit Wissen punkten könne. „Dazu haben Sie mit Abschluss Ihrer Kurse den erfolgreichen Anfang gesetzt!“, rief ihnen Tschischka zu.

Egal, ob als staatlich anerkannter Betriebswirt des Handwerks, ob als CNC-Fachkraft oder geprüfter Kfz-Servicetechniker, ob als technischer Fachwirt oder als Gebäudeenergieberater: Tschischka sah eine gute Zukunft für alle Erfolgreichen, denn die Zukunft gehöre - im Angesicht der Globalisierung - der Dienstleistung vor Ort. „Es gibt eine Nachfrage nach individuellen, spezifischen, authentischen Lösungen“, stellte Tschischka wörtlich fest.

Einen wichtigen Ansatz für die Zukunft sah er in der Führung der Menschen. Egal, ob ein großer Industriebetrieb oder ein berühmtes Fußballteam: Beide brauchen Führung, wobei „Führen“ nicht bestimmen bedeute, sondern Zusammenarbeit mit Mitarbeitern voraussetze.

Tschischka forderte die erfolgreichen Teilnehmer auf, sich nach dieser Weiterbildung zu bewähren. Aber: „Mit dem erfolgreich bestandenen Kurs hat für Sie ein gutes Stück Ihrer Zukunft begonnen“, machte er den Anwesenden abschließend Mut.

Zuvor hatte bereits der Vizepräsident der Kammer, Maler- und Lackierermeister Alois Jöst, auf die drei „L“ verwiesen, nämlich lebenslanges Lernen. Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kurse seien nicht fertig, sondern jeder müsse - auch als älterer Mensch - immer wieder zum Anfänger und damit zum Lernenden werden. Denn lebenslanges Lernen sei nicht nur ein Prozess, so Jöst, sondern erfordere auch von jedem eine große Offenheit, um diesem Prozess zu begegnen.

Für die Teilnehmer sprach die Heidelberger Friseurmeisterin Constanze Ely die Ängste, aber auch die Erfolge, der zurückliegenden Zeit an und ermunterte alle zu mehr Aufmerksamkeit für den Nachbarn (siehe Bericht unten).

 
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