Weichen auf Wachstum - Politik + Wirtschaft - deutsche handwerks zeitung

Politik + Wirtschaft - Ausgabe 19/2009

Weichen auf Wachstum

ZDH: Substanzbesteuerung abschaffen Einstellungshemmnisse abbauen - Von Von Karin Birk

Schreiten jetzt auf den Pfaden der Macht gemeinsam: Angela Merkel (CDU) und Guido Westerwelle (FDP). Foto: ddp

Das Handwerk setzt nach dem Sieg des schwarz-gelben Bündnisses bei der Bundestagswahl auf eine wirtschaftsfreundlichere Politik: „Die deutliche Mehrheit für eine Koalition aus CDU/CSU und FDP hat die Voraussetzungen geschaffen, Deutschland mit einer reformorientierten Politik aus der aktuellen Krise zu führen“, sagte ZDH-Präsident Otto Kentzler.

Die politischen Weichen müssten jetzt so gestellt werden, dass zusätzliches Wachstum angestoßen, Beschäftigung kurzfristig gesichert und mittelfristig aufgebaut werden könne. Notwendig sind nach Ansicht des ZDH vor allem steuerliche Entlastungen. So sollten kurzfristig bei der Unternehmensteuer die Substanzbesteuerung abgeschafft und Familien bei der Einkommensteuer durch einen zusätzlichen Grundfreibetrag für Kinder entlastet werden, forderte ZDH-Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer am Rande der Tagung der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammern in Bayreuth. Mittelfristig sollte auch der „Mittelstandsbauch“ beim Einkommensteuertarif abgebaut werden. Im Vorfeld der Koalitionsverhandlungen hatten sich die Unionsparteien auf Steuerentlastungen in Höhe von 15 Milliarden Euro in der jetzt beginnenden Legislaturperiode geeinigt. Einen Zeitpunkt für den Einstieg in die Entlastungen nannten sie aber nicht. Schwierig gestaltet sich in Anbetracht des Protestes der Kommunen auch der Plan, gewinnunabhängige Teile wie Mieten oder Pachten aus der Gewerbesteuer herauszunehmen, sagte Otto Bernhardt, scheidender finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, im Gespräch mit der DHZ.

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Weitere Informationen zum Ausgang der Bundestagswahl
unter DHZ-Code 1206570

 
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