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Steuer aktuell: Dienstwagen Warum Fahrtenbücher ab 2015 Pflicht sein sollten

Gewährt ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern einen Dienstwagen auch zur privaten Nutzung, sollte für 2015 die Führung von Fahrtenbüchern obligatorisch sein. Denn damit besteht ein Wahlrecht, ob 2015 die Umsatzsteuer für die Bereitstellung des Dienstwagens nach der 1-Prozent-Regelung oder nach der Fahrtenbuchmethode ermittelt wird.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Beruflich unterwegs

Ohne Fahrtenbuch wird der bei der Lohnsteuer zu versteuernde geldwerte Vorteil für Privatfahrten und für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte nach der 1-Prozent-Regelung ermittelt. Dabei beträgt der geldwerte Vorteils für Privatfahrten monatlich 1 Prozent des inländischen Bruttolistenpreis im Zeitpunkt der Erstzulassung des Dienstwagens.

Doch für die Dienstwagennutzung muss nicht nur der Arbeitnehmer Lohnsteuer bezahlen. Auch der Arbeitgeber wird zur Kasse gebeten. Es wird Umsatzsteuer fällig. Diese Schätzmethode ist immer dann steuerlich ungünstig, wenn entweder der Listenpreis sehr hoch ist oder wenn der Dienstwagen kaum privat genutzt wird.

Fahrtenbuchmethode 2015 einführen

Damit Arbeitnehmer und Arbeitgeber steuerlich günstig fahren, sollten sie ab 2015 unbedingt zweigleisig fahren.

Das bedeutet: Der geldwerte Vorteil wird nach wie vor nach der 1- Prozent -Regelung ermittelt. Parallel wird jedoch auch ein Fahrtenbuch geführt. Stellt sich am Jahresende heraus, das die Fahrtenbuch-Methode günstiger ist als die 1-Prozent-Regelung, kann die Fahrtenbuchmethode rückwirkend angewandt werden.

Tipp: Voraussetzung für die Anwendung der Fahrtenbuch-Methode ist jedoch ein ordentliches Fahrtenbuch, das ganzjährig bzw. ab dem Kaufdatum des Dienstwagens bis zum Ende des Jahres geführt wird. Arbeitgeber, die erstmals 2015 ein Fahrtenbuch einführen, sollten Ihre Mitarbeiter auf Schulungen und Unterweisungen zum Thema „Fahrtenbuch“ schicken. dhz

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv .  

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