VW Caddy Maxi 4Motion: Lückenfüller - Auto / Fuhrpark - deutsche handwerks zeitung

Auto / Fuhrpark - Ausgabe 1-2/08

DHZ-Test

VW Caddy Maxi 4Motion: Lückenfüller

Die Lücke ist geschlossen: Als einziger Hersteller bietet Volkswagen mit dem Caddy Maxi 4Motion nun im Segment der leichten Nutzfahrzeuge bis 3,2 t allradangetriebene Fahrzeuge an. Die Deutsche Handwerks Zeitung war bei der Präsentation dabei. Von Patrick Choinowski

Interessant für Handwerker ist der Kastenwagen. Im Vergleich zum normalen Caddy ist der Maxi um 47 cm länger. Der Radstand misst 3.002 mm. Damit erreicht der kompakte Kleintransporter eine Ladekapazität von 4.200 l. Insgesamt können 800 kg zugeladen werden. Unterstützend beim Beladen dient die serienmäßige Schiebetüre auf der rechten Seite. Außerdem kann zwischen einer nach oben öffnenden Heckklappe oder Heckflügeltüren gewählt werden. Eine massive Trennwand, die durchgängig oder mit einem Fenster versehen werden kann, trennt die Fahrerkabine vom Laderaum.

Hoher Geräuschpegel

Den Geräuschpegel während der Fahrt kann diese aber nicht dämmen. Gegenüber dem Caddy Maxi Life nehmen die Fahrgeräusche auf der Autobahn beim Kastenwagen deutlich zu. Auch die Innenausstattung präsentiert sich im Vergleich zur Pkw-Version eher spartanisch. Keine großen komfortablen Besonderheiten befinden sich im Cockpit: der Fahrersitz ist in der Höhe verstellbar, zur Serie gehört auch das in Höhe und Neigung verstellbare Lenkrad. Klimaanlage, Sitzheizung, Navigationssystem oder das Licht-Sicht-Paket müssen extra bezahlt werden. Dafür hat Volkswagen aber an ein reichhaltiges Angebot an Ablageflächen gedacht. Eine große Dachgalerie über der Windschutzscheibe, Ablagen sowie zwei Flaschenhalter in der Mittelkonsole sind für Werkzeug oder sonstige Utensilien vorgesehen. In den vorderen Türen lassen sich sogar 1 1/2-l-Flaschen verstauen.

Geeignet ist der Caddy Maxi 4Motion für Handwerker, die in Gebirgsregionen oder häufig bei schwierigen Witterungsverhältnissen ihre Aufträge erfüllen müssen. In steilem Gelände auf morastigem Untergrund gerät der 4Motion jedoch an seine Grenzen. Da die Bodenfreiheit eher gering ist, besteht bei Wendemanövern im steilen Gelände die Gefahr, dass das Fahrzeug aufsitzt. Setzt der Handwerker den Caddy Maxi 4Motion in solch einem Gelände ein, empfiehlt sich der optional verfügbare Unterfahrschutz.

Antrieb erfüllt nicht die Euro-5-Norm

Dennoch, der 1,9-l-Vierzylinder-Turbodiesel mit seinen 105 PS und seinem 6-Gang-Getriebe erlaubt auf unbefestigtem Untergrund schonendes Agieren und verfügt über ordentlich Zug. Selbst auf ansteigenden Schotterwegen hat der Caddy Maxi 4Motion für ein zügiges Anfahren genug Pferdestärken unter der Haube. Für die Umsetzung des Allradantriebs musste die Hinterachse neu entwickelt werden. Und der Verbrauch hält sich in Grenzen. Laut Volkswagen benötigt der Kompaktlieferwagen rund 6,8 l Diesel auf 100 km im Durchschnitt. Einziger Nachteil: Volkswagen verpasste dem Caddy Maxi mit Allradantrieb nicht das neue Dieselaggregat des kürzlich vorgestellten T5. Somit erreicht der kompakte Kleintransporter nur die Euro-4- und nicht die Euro-5-Norm.

Der Caddy Maxi 4Motion in Bildern >

Lückenfüller
Bild: Volkswagen
Bild: Volkswagen
Bild: Volkswagen
Bild: Volkswagen
Bild: Volkswagen
Bild: Volkswagen
Bild: Volkswagen
Bild: Volkswagen
Bild: Volkswagen

 
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