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Caddy 4x4 VW Caddy Alltrack 4Motion im Praxistest

Mit dem neuen Caddy Alltrack bietet VW einen echten Kletterer. Vor allem, wenn der Kastenwagen mit dem Allradantrieb 4Motion ausgestattet ist. Die Deutsche Handwerks Zeitung hat eine erste Testfahrt unternommen - auf und neben der Straße.

Im Test: Die neue Caddy-Generation. Auch die gibt es in einer "Abenteuer-Variante" mit kurzem Radstand. Hier bekommt der Cross Caddy mit dem Alltrack einen würdigen Nachfolger. Erhältlich ist das Fahrzeug als Kastenwagen sowie als Pkw-Variante. Doch was ist beim Alltrack wirklich neu? Neben dem serienmäßig eingebauten Berganfahr-Assistent und einem Infotainment-System fällt vor allem eines auf. Der 4Motion-Allradantrieb, der nun auch in der 150-PS-Dieselvariante zu haben ist.  

4Motion-Antrieb: Allradsystem schlägt sich deutlich auf den Preis nieder

Das Allradsystem 4Motion ist lediglich in den beiden Zweiliter-Dieselvarianten mit 122 und 150 PS zu haben. Und vor allem der Top-Diesel schlägt mit einem Preis von rund 36.200 Euro ordentlich zu Buche.  

Grundsätzlich ist der Alltrack – ohne 4x4 Allrad - in allen Motor-Varianten zu bestellen. Das Spektrum reicht von den vier 2,0 l-TDI-Diesel-Motoren mit 75, 102, 122 oder 150 PS über 1,0 l-, 1,2 l- und 1,4 l-TSI-Benziner bis zur sparsamen 1,4 l-TGI-Erdgasmotorisierung mit 110 PS. Beim Getriebe stehen Fünf- und Sechsgang-Schaltgetriebe sowie Sechs- und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe zur Verfügung. Abhängig von der jeweiligen Motorisierung.

Offroad überzeugend – auf der Landstraße angenehm zu fahren

Dennoch zeigt sich im Praxistest, dass der Caddy Alltrack 4x4 gerade für Handwerker die viel im Gelände oder auf Baustellen unterwegs sind einige interessante Möglichkeiten bietet. Denn gerade abseits der Straße oder auf eisigem und verschneitem Untergrund überzeugt das Allradsystem. Offroad zeigt der 4Motion-Allrad eine äußert präzise Regelung und ist so problemlos in der Lage, steile Berge rauf und runter zu fahren, die mit einem Frontantrieb unmöglich zu erklimmen sind. Außerdem verfügt die vierte Caddy-Generation über eine relativ wirksame Traktionskontrolle, die auf losem oder eisigem Untergrund einen guten Vortrieb ermöglicht. Ein Nachteil des neuen Allrad-Caddys ist jedoch die geringe Bodenfreiheit. Hier könnten Handwerker an so manch heikler Stelle Probleme bekommen.

So schlägt sich der VW Caddy Alltrack 4Motion im Praxistest

Auf der Landstraße zeigt sich vor allem der 150-PS starke Caddy als stressfrei zu bedienen. Das ruckelfreie Automatikgetriebe ermöglicht eine angenehme Fahrt. Aber auch mit einer kleineren Motorisierung (102-PS Diesel) und dem Schalten per Hand (6-Gang) ist das Rollen über Autobahnen und Landstraßen bequem. Grund dafür: Auch bei sehr niedrigen Drehzahlen schiebt der Motor des Caddy beständig an.

Genügend Stauraum für den Arbeitsalltag

Ein wichtiges Kriterium für die Alltagstauglichkeit ist die Ladefläche. Hier hat der Caddy einen 1,78 Meter langen und 3,2 Kubikmeter großen Laderaum zu bieten, der jeweils durch die Heckklappe sowie zwei Schiebetüröffnungen zugänglich ist. Die Türen sind wahlweise mit oder ohne Durchsicht erhältlich.

Im Innenraum des Caddy Alltrack findet der Kunde keine wirklich neuen Elemente. Die Bedienelemente für Heizung, Lüftung und Klimaanlage (serienmäßig in der Pkw-Variante) liegen in der Mitte der Instrumententafel griffgünstig für Fahrer und Beifahrer. Optional hat Volkswagen zudem eine beheizbare Frontscheibe im Programm. Durchaus etwas für das Auge sind die speziell für den Alltrack designten Sitzbezüge sowie die Zierblende in der Armaturentafel in Carbon-Optik. Außerdem gibt es ein Lederpaket (Lenkrad, Handbremshebel, Schaltstulpe) mit farbigen Nähten. In der Pkw-Version können zudem optional weitere Ausstattungspakete wie das Chrompaket bestellt werden.

Caddy Alltrack 4Motion Praxistest_Modelle

Zahlreiche neue Fahrassistenen

Darüber hinaus stehen bei dem neuen Caddy Alltrack zahlreiche Fahrerassistenz –Systeme serienmäßig oder optional zur Verfügung. Zu den serienmäßig eingebauten Helfern zählen unter anderem der Front Assist, die City-Notbremsfunktion, ein Regensensor an der Frontscheibe, der Berganfahrassistent und eine Multikollisionsbremse. Der Front Assist kann den Fahrer vor drohenden Kollisionen warnen und automatische Bremsung einleiten. Übersieht der Fahrer bei Geschwindigkeiten unterhalb 30 km/h ein Hindernis, bremst die City-Notbremsfunktion automatisch ab.

Optional stehen beispielsweise die automatische Distanzregelung ACC – ein Sensor misst und überwacht die Entfernung und die Relativgeschwindigkeit zu vorausfahrenden Fahrzeugen - oder der Fernlichtassistent "Light Assist" zur Verfügung.  Zudem gibt es die Möglichkeit eine Rückfahrkamera zu ordern.

Zu haben ist der Caddy Alltrack in der Basisversion mit dem 84 PS starken TSI-Einstiegsmotor ab 16.485 Euro netto für den Kastenwagen und ab 20.470 Euro netto für den Pkw.

Test-Fazit: 

Gerade mit der 150 PS Motorisierung überzeugt das 4Motion-Paket im Praxistest. Der Allrad-Antrieb könnte für viele Handwerker zur nützlichen Hilfe im Alltag werden. Auch in Sachen Laderaum hat der Caddy einiges zu bieten. Negativ schlägt der Preis der Allrad-Version aufs Gemüt. Mehr als 36.000 Euro sind kein Pappenstiel. Ohne den im Test eingebauten 4Motion-Antrieb kostet die 150-PS-Diesel-Variante rund 4.500 Euro weniger.

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Verena Walter

VW Caddy Alltrack - tolles Auto

Wir haben den VW Caddy Alltrack in Wien auf Herz und Nieren getestet. Eins ist klar - der neue Volkswagen hält was er verspricht. Das Video dazu, inklusive Luftaufnahmen mit dem DI Phantom 2, gibts auf http://www.netzfilm.de