Recht + Steuern -

Steuer aktuell Vorsteuerabzug: Thermopapier-Belege kopieren oder scannen?

Rechnungen über Betriebsausgaben müssen Unternehmer zehn Jahre lang leserlich aufbewahren. Die Betonung liegt dabei auf dem Wörtchen "leserlich". Fordert das Finanzamt im Rahmen einer Umsatzsteuersonderprüfung oder bei einer Betriebsprüfung Belege an, führen insbesondere Rechnungen auf Thermobelegen zu einem Vorsteuerrisiko.

Lässt sich nur noch erahnen, was auf einem verblassten Thermobeleg gestanden ist, ist der Vorsteuerabzug meist verloren. Denn das Finanzamt kann auf solchen verblassten Belegen die Mindestinhalte für Rechnungen nach § 14 Abs. 4 UStG nicht überprüfen. Durch folgende Vorsichtsmaßnahmen kann der Vorsteuerabzug für Thermobelege gerettet werden:

  • Anfertigung von Kopien der Thermobelege.
  • Einscannen der Belege als Nachweise der Rechnungsinhalte

Dass kopierte Thermorechnungen als Kopie den Vorsteuerabzug retten, steht sogar schwarz auf weiß im Umsatzsteueranwendungserlass (Abschnitt 14b.1 Abs. 5 Satz 3 UStAE).

Tipp: Ist eine Rechnung auf Thermopapier nicht mehr lesbar und existieren weder Kopien noch gescannte Sicherungsdateien, bitten Sie den Prüfer um Nachsicht und versprechen Sie, dass Sie künftig Thermopapierbelege kopieren oder scannen. Oftmals versagt der Prüfer des Finanzamts dann nur für eine Rechnung den Vorsteuerabzug und weist präventiv darauf hin, das Thermopapierbelege in Zukunft lesbar aufzubewahren sind.

Leser-Service: Zum Thema Vorsteuerabzug und Prüfung der Eingangsrechnungen auf die notwendigen Rechnungsinhalte haben wir für interessierte Handwerker einen Ratgeber veröffentlicht, in dem zahlreiche Musterrechnungen und Beispiele für Rechtssicherheit sorgen. Der Ratgeber kann hier bestellt werden. dhz

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2017 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

* = Pflichtfelder. Bitte ausfüllen