Recht + Steuern -

Steuertipp Vermieter: So wird eine neue Einbauküche steuerlich behandelt

Wer privat eine Eigentumswohnung hat, muss seine Mieteinnahmen versteuern, kann im Gegenzug jedoch alle Kosten im Zusammenhang mit dieser Immobilie steuersparend als Werbungskosten gegenrechnen. Dauerstreit mit dem Finanzamt gibt es beim Kauf einer neuen Einbauküche in einer vermieteten Immobilie. Jetzt hat das Bundesfinanzministerium ein Machtwort zur steuerlichen Behandlung einer Einbauküche gesprochen.

Kauft ein Vermieter für seinen Mieter eine neue Einbauküche soll künftig steuerlich Folgendes gelten (BMF, Schreiben v. 16.5.2017, Az. IV C 1 – S 2211/07/10005):

  • Die kompletten Kosten für die Küche sind auf zehn Jahre verteilt abzuschreiben.
  • Wird die Küche während des Jahres gekauft, mindert sich die Abschreibung im Erstjahr. Diese Rest-Abschreibung kann im elften Jahr nachgeholt werden.

Beispiel:

Kauf einer neuen Einbauküche für eine vermietete Immobilie im Juli 2017 für 8.000 Euro. Die Werbungskosten für die Abschreibung der Einbauküche betragen im Jahr 2017:

  • Schritt 1 – Ermittlung Jahresabschreibung: 800 Euro (8.000 Euro : 10 Jahre)
  • Schritt 2 – Ermittlung Abschreibung 2017 von Juli bis Dezember 2017: Jahresabschreibung 800 Euro x 6 : 12 = 400 Euro.

Übergangsregelung für bis zum Jahr 2016 gekaufte Einbauküchen

Wurde die Einbauküche bereits 2016 oder noch früher gekauft, gilt eine Übergangsregelung. In diesem Fall dürfen die Ausgaben für den Herd und die Spüle sofort als Werbungskosten abgezogen werden, sofern diese beiden Küchenteile netto jeweils nicht mehr als 410 Euro gekostet haben. dhz

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2017 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

* = Pflichtfelder. Bitte ausfüllen