Die Verhandlungen zwischen Bundesregierung, Wirtschaft und Gewerkschaften über einen neuen Ausbildungspakt, der im Oktober vereinbart werden soll, sind offenbar festgefahren. Nun drängt die Zeit.
"Die aktuellen Gespräche zur Verlängerung des Ausbildungspaktes und zur Aufnahme neuer Mitglieder sind derzeit vor allem wegen grundsätzlich unterschiedlicher Erwartungen der bisherigen Paktmitglieder und des Deutschen Gewerkschaftsbundes ins Stocken geraten", heißt es in einem "Ruhr Nachrichten" vorliegenden Brief der Präsidenten der beteiligten Wirtschaftsverbände an Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte nach einem Spitzentreffen mit DGB-Chef Michael Sommer und den Vorsitzenden der Einzelgewerkschaften erklärt, sie wolle die Gewerkschaften für den Ausbildungspakt gewinnen. Es gebe zwar noch einige Vorbehalte auszuräumen, aber man sei auf einem guten Weg, sagte die Kanzlerin.
Für den 26. Oktober ist die Unterzeichnung einer neuen Vereinbarung geplant. In dem Schreiben an Brüderle heißt es weiter, die Neuauflage der Vereinbarung müsse "in den Kontext der bisherigen Arbeit und Erfolge des Paktes gestellt werden". Der DGB hatte den Ausbildungspakt in der Vergangenheit wiederholt scharf kritisiert.
dapd
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