Unternehmensgründern fehlt das Geld - Finanzen + Geld - deutsche handwerks zeitung

Finanzen + Geld - 09.08.2010

ZEW-Studie

Unternehmensgründern fehlt das Geld

Eine mangelhafte Finanzbasis, Fehlentscheidungen und unerwartete Marktentwicklungen sind die häufigsten Gründe für das Scheitern junger Unternehmer. Das hat eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung herausgefunden.

In der Folge raten die Experten zu einer ausreichenden Kapitaldecke in der Startphase. Ferner verweisen sie darauf dass auch die Möglichkeit, Unternehmenskrisen mit Hilfe des Insolvenzrechts zu bewältigen, derzeit nicht optimal geregelt seien.

Die Angst vor dem Scheitern sei eines der wichtigsten Gründungshemmnisse, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Ernst Burgbacher. Laut der Studie wage nur jeder zehnte Unternehmer nach dem Scheitern einen erneuten Schritt in die Selbstständigkeit. Um dieses Ziel aber schneller zu erreichen, werde in der Insolvenzreform eine deutliche Reduzierung der Frist zur Restschuldbefreiung angestrebt.

Für die Erhebung "Ursachen für das Scheitern junger Unternehmen in den ersten fünf Jahren ihres Bestehens" hat das ZEW den Angaben zufolge unter anderem 3000 Unternehmen analysiert, die zwischen 2006 und 2009 geschlossen wurden. Von ihnen hätten fast drei Viertel mindestens einmal im Laufe ihrer Geschäftsaktivitäten die Gewinnschwelle überschritten.

Zwischen 2000 bis 2008 haben der Studie zufolge im Durchschnitt jährlich zwischen 60.000 und 75.000 junge Unternehmen, die nicht länger als fünf Jahre aktiv gewesen seien, ihre Geschäfte wieder aufgegeben. Etwa 40 Prozent von ihnen haben jedoch ohne unmittelbaren wirtschaftlichen Zwang aufgegeben.

ddp

 
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