Konjunktur -

Marktvergleich in Europa Umfrage: Deutsche blicken positiv in die Zukunft

Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt sorgt für viel Zuversicht. Die Mehrheit der Deutschen schätzt, dass sich auch ihre persönliche finanzielle Situation in den kommenden Monaten verbessern wird, dies zeigt eine Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen.

Wie wird sich der Arbeitsmarkt in den kommenden 12 Monaten entwickeln? Wie Ihre persönliche finanzielle Situation? Was bereitet Ihnen die größten Sorgen? Die Antworten auf diese Fragen hat das Marktforschungsunternehmen Nielsen analysiert. Die Ergebnisse der Studie zeigen: Die Deutschen blicken optimistischer in die Zukunft als die meisten anderen Europäer.

In keinem anderen Land wird demnach von den Verbrauchern die Lage auf dem Arbeitsmarkt so gut bewertet wie in der Bundesrepublik. Auch die Einschätzung zur Entwicklung der persönlichen finanziellen Situation in den nächsten zwölf Monaten und das Konsumklima seien überdurchschnittlich.

Welche Länder blicken am optimistischsten in die Zukunft?

Platz 1: Dänemark

Platz 2: Deutschland und Großbritannien (Die Befragung fand im Mai - also vor der Brexit- - statt.)

Platz 3: Tschechien

Platz 4: Türkei (Die Befragung fand im Mai - also vor dem Putschversuch in der Türkei- - statt.)

Platz 5: Irland

Quelle: Nielsen

Mehrheit glaubt an weiteres Wachstum auf dem Arbeitsmarkt

"Seit 2011 ist das Verbrauchervertrauen deutlich gestiegen - auch dank der Stabilität der deutschen Wirtschaft in Krisenzeiten", betonte Nielsen-Deutschland-Chef Ingo Schier. Die Mehrheit (59 Prozent) der Befragten schätzt demnach die Arbeitsmarktsituation in der Bundesrepublik in den nächsten zwölf Monaten als gut oder sehr gut ein, das sind neun Prozentpunkte mehr als 2011. Eine so positive Einschätzung herrsche in keinem anderen europäischen Land.

Deutsche geben mehr Geld aus als andere

Immerhin 51 Prozent der Befragten rechnen damit, dass sich ihre persönliche finanzielle Situation in den nächsten zwölf Monaten gut oder sogar sehr gut entwickelt. Die gute Stimmung spiegelt sich im Konsumverhalten. Während in anderen europäischen Ländern Geld, das nicht zum Lebensunterhalt benötigt wird, überwiegend in den Sparstrumpf wandert, geben die Bundesbürger ihr Geld angesichts niedriger Sparzinsen lieber aus - vor allem für neue Kleidung und Urlaub. Allerdings sei die Kauflaune seit Jahresbeginn auch in Deutschland etwas gesunken, berichtet Nielsen.

Wird das Geld doch einmal knapp, sparen viele in Deutschland (63 Prozent der Befragten) der Umfrage zufolge zunächst einmal, indem sie beim Lebensmitteleinkauf zu günstigeren Marken wechseln. Weitere beliebte Sparmethoden sind "häufiger selbst kochen anstatt Essen zu bestellen" und "weniger für Kleidung ausgeben". Im europäischen Durchschnitt zeigen sich andere Prioritäten: Die meisten Befragten sparen erst einmal, indem sie weniger für neue Kleidung ausgeben oder schränken ihre Freizeitaktivitäten außer Haus ein. Nur 49 Prozent der europaweit Befragten greifen zu günstigeren Lebensmittelmarken.

Am meisten Sorgen macht der Terrorismus

Ganz ungetrübt ist die Stimmung in Deutschland aber laut Umfrage dennoch nicht.

Diese Themen machen den Deutschen am meisten Sorgen

  1. internationaler Terrorismus
  2. Gesundheit
  3. Immigration

Diese Themen machen den Europäern am meisten Sorgen

  1. Terrorismus
  2. Jobsicherheit
  3. Wirtschaft

Über die Befragung

Nielsen hat für die Umfrage europaweit 17 009 Personen befragt, davon 500 in Deutschland. Nach Unternehmensangaben ist die Umfrage repräsentativ für die Internetnutzer der beteiligten Länder. Gefragt wurde unter anderem: "Wie wird sich ihrer Meinung nach der Arbeitsmarkt in ihrem Land in den nächsten 12 Monaten entwickeln? Sehr gut, gut, nicht so gut, schlecht, weiß nicht", "Wie wird sich ihre persönliche finanzielle Situation ihrer Meinung nach in den nächsten zwölf Monaten entwickeln?", "Was macht Ihnen mit Blick auf die nächsten sechs Monate die größten Sorgen?"

Weitere Informationen zur Studie gibt es hier. dhz/dpa

 

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