Bildergalerie: Umfrage: Das sagen Handwerker zum Wahlergebnis

Hans Auracher
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Hans Auracher, Elektroinstallateurmeister aus München

"Ich bin selber in keiner Partei politisch aktiv. Ich bedaure allerdings sehr, dass es die FDP nicht wieder in den Bundestag geschafft hat. Gerade für den Bereich der Wirtschaftspolitik sind dort sehr kompetente Personen vertreten, die jetzt fehlen werden. Froh bin ich über das gute Abschneiden der Union. Angela Merkel ist die dominierende Persönlichkeit der deutschen Politik, allerdings werden die Koalitionsverhandlungen nicht einfach.

Eine Koalition mit den Grünen fände ich reizvoll. Ich halte die Grünen besonders im Bereich der Energiepolitik für kompetent. Doch die Grünen haben sich zuletzt eher nach links bewegt und die Schnittmenge mit der Union ist doch relativ klein. Ich tippe daher auf eine Große Koalition. Bei der SPD hat Peer Steinbrück im Wahlkampf gezeigt, dass er durchaus einer Angela Merkel auf Augenhöhe begegnen kann, aber er steht ja nicht zur Verfügung. Sigmar Gabriel als möglichen Vizekanzler kann ich überhaupt nicht einschätzen. Wie es auch ausgeht, Angela Merkel wird Deutschland auch in den nächsten vier Jahren hervorragend führen."

Laura Lammel
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Laura Lammel , Geschäftsführerin Lammel Bau in München

"Ich begrüße es sehr, dass Angela Merkel Bundeskanzlerin bleibt. Die anstehenden nationalen, aber auch europäischen Herausforderungen, insbesondere die Bewältigung der Schuldenkrise, sind bei ihr in den richtigen Händen. Eine neue Bundesregierung muss die Rahmenbedingungen für Mittelstand und Handwerk verbessern. Mittelstand und Handwerk haben Deutschland gut durch die Krise gebracht, stehen für hohen Qualitätsstandard und für eine gute Ausbildung unserer jungen Menschen. Ich erwarte mir von einer neuen Bundesregierung, dass der besondere Stellenwert des Handwerks auf europäischer Ebene besser anerkannt und geschützt wird."

Karl Arnold
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Karl Arnold,Schreinermeister aus Luhe-Wildenau

"Der große Stimmenanteil der Union hat mich schon überrascht. Trotzdem bedauere ich es, dass es die FDP nicht in den Bundestag geschafft hat. Sie wäre ein verlässliches Standbein für den Mittelstand gewesen. Aber man sieht: Der Bürger gibt eine klare Entscheidung auf dem Wahlzettel vor. Ich glaube, durch die große Mehrheit der CDU/CSU wird es in den kommenden Jahren trotzdem eine gute Politik geben. Und Jürgen Trittin hat eine Abfuhr erhalten. Der Mittelstand braucht jetzt klare Aussagen dazu, genauso wie zur Energiewende und Europapolitik.Vor allem sollte die neue Regierung auch damit anfangen, für die künftige Generation den Schuldenberg abzubauen. Ich bin auch gespannt, was bei der Pkw-Maut passiert."

Franz Xaver Kremhöller
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Franz Xaver Kremhöller, Metzgermeister aus Niederalteich

"Eigentlich bin ich von dem Ausgang der Wahlen nicht überrascht. Ich habe mir schon gedacht, dass Merkel das Rennen macht. Allerdings war ich davon ausgegangen, dass es die FDP in den Bundestag kommt. Jetzt mache ich mir Sorgen um die Konstellation, die CDU/CSU kann ja nicht alleine regieren. Mir wäre es lieber gewesen, einige hätten sich für die FDP entschieden, sie war in der Vergangenheit ein verlässlicherer Partner als die SPD. In einer Großen Koalition will natürlich auch die SPD ihr Programm miteinbringen. Das wird nicht einfach. Meiner Ansicht nach würde es aufgrund der großen Mehrheit der Union reichen, wenn der Koalitionspartner zwei bis drei Ministerposten im Kabinett bekommen würde. Eine Große Koalition wird nicht fertig bringen, was Schwarz-Gelb geschafft. hat. Das wird nicht der große Wurf werden, aber Deutschland wir wirtschaftlich trotzdem gut dastehen."

Andreas Brückner
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Andreas Brückner, Friseurmeister aus Eisfeld.

"Ich bin positiv überrascht, wie vernunftorientiert die Bürgerinnen und Bürger gewählt haben. Schade nur, dass die CDU/CSU die absolute Mehrheit verpasst haben. Noch bedauerlicher finde ich als FDP-Mitglied, dass es die Liberalen nicht in den Bundestag geschafft haben. Meine Partei hat sich einfach nicht gut genug verkauft. Mit dem Fehlen der FDP geht ein Stück Demokratie verloren, hoffentlich nur vorübergehend. Das Beste wäre jetzt wohl eine große Koalition. Da die SPD im Bundesrat ohnehin schon die Mehrheit hat, wäre diese Konstellation wohl die konfliktfreieste."

Frank Siegle
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Frank Siegle, Fleischermeister aus Bietigheim-Bissingen.

"Dass Angela Merkel Kanzlerin bleibt, garantiert Kontinuität und Stabilität. Nicht gut finde ich, dass die FDP rausgeflogen ist. Es ist imemr besser, wenn auch kleinere Parteien im Parlament sind. Regierungstechnisch wird es wohl auf eine große Koalition hinauslaufen. Das ist das, was der größte Teil der Bevölkerung gewünscht hat. Für den Mittelstand erwarte ich, dass es zumindest nicht noch schwerer wird. Zum Beispiel bei den Energiekosten sollte es Erleichterungen geben."

Siegmund Bauknecht
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Siegmund Bauknecht, Kfz-Meister aus Ostrach und Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Sigmaringen.

"Das ist ein gutes Wahlergebnis für die CDU/CSU und ein guter Tag für Deutschland, das Handwerk und den Mittelstand. Die Steuer- und Verkehrspolitik einer rot-grünen Bundesregierung wäre für das Handwerk und den Mittelstand schlecht und unternehmerfeindlich gewesen. Schade, dass es für die Union nicht zur absoluten Mehrheit gereicht hat. Schade auch, dass ihnen der Koalitionspartner abhanden gekommen ist, aber das hat die FDP selbst zu verantworten. Ich denke, es wird auf eine große Koalition hinauslaufen, auch wenn mich die große Koalition beim letzten Mal enttäuscht hat. Die Grünen haben sich im Vorfeld schon zu sehr von einer möglichen schwarz-grünen Koalition distanziert, da können sie nicht mehr zurück."

Rene Löschner
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René Löschner, Heizungsinstallateurmeister aus Dorfchemnitz.

"Ich bin mit dem Wahlausgang sehr zufrieden,auch wenn ich mir natürlich gewünscht hätte, dass es die FDP wieder in den Bundestag schafft. Die Politik der vergangenen Legislaturperiode war doch gut für unser Land und auch für das Handwerk. Gerade unsere Branche wird von der Energiewende profitieren, weil die Kunden motiviert sind, in umweltfreundliche Technik zu investieren. Jetzt bin ich gespannt, welche Koalition zustande kommt. Bei der SPD hatte ich den Eindruck, die wollen gar nicht regieren. Die Sozialdemokraten waren doch überhaupt nicht richtig angriffslustig."

Frank Walter
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Frank Walter, Schreiner und Geschäftsführer Walter Fenster + Türen aus Kassel.

"Über das Ergebnis bin ich schon überrascht. Mit der Stärke der CDU und dem Scheitern der FDP hätte ich nicht gerechnet. Letztlich finde ich es auch dramatisch, dass die FDP aus dem Bundestag geflogen ist. Damit fällt ein Regulativ in der Regierung und die lieberale Grundidee im Parlament weg. Die CDU ist jetzt noch mehr gefordert, für den Mittelstand dauerhaft etwas zu tun. Vor allen Dingen auf regionaler Ebene müssen die jetzt an der Regierung beteiligten Parteien Ansprechpartner fürs Handwerk bereitstellen. Dadurch erwarte ich mir weitere Erleichterungen für die Betriebe und die Mitarbeiter."