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Mobile World Congress Mobile Trends für 2016

Vom 22. bis 25. Februar dreht sich in Barcelona alles rund um die Mobilfunk-Branche. Beim Mobile World Congress geht es jedoch um mehr als nur um Smartphones. Ein Überblick der Messe-Trends.

Mehr Leistung, mehr Extras - die aber nicht jedermann braucht: So könnte man die Smartphone-Trends, die in diesem Jahr auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt werden, beschreiben. Es gibt aber auch einige clevere Ansätze und ein paar echte Hingucker.

Mehr Akkulaufzeit und eine bessere Kamera

Laut einer aktuellen Bitkom-Studie wollen drei Viertel der befragten Nutzer ihr Smartphone seltener ans Ladegerät hängen. Auf Platz zwei und drei der Wunschliste: mehr Speicherplatz und eine bessere Kamera.

Was die Akkulaufzeit angeht, enttäuschen die meisten Hersteller mit ihren Neuheiten auf dem Mobile World Congress "Es ist besser geworden, aber noch längst nicht so, wie Verbraucher sich das wünschen", urteilt Timm Lutter, vom IT-Branchenverband Bitkom. Bei den großen Herstellern eröffnet zumindest LG mit seinem neuen G5 den Nutzern einen Ausweg: Ist der Akku leer, kann er zumindest schnell gegen einen vollen ausgetauscht werden.

Zunehmend mehr Speicherplatz in den Smartphones

Beim Speicher sieht die Sache anders aus. Waren früher noch 8 Gigabyte (GB) bei günstigeren Modellen Standard, sind es mittlerweile häufig 16, die Mittelklasse bewegt sich auf 32 GB zu. Archos packt in sein Diamond 2 Plus gleich 64 GB - reichlich Platz für Fotos und Videos. Weiteren Speicherplatz gibt es bei ZTE, Huawei, Alcatel, Sony, Haier und Co. per SD-Karte. Auch Samsung hat nach dem für seinen begrenzten Speicherplatz viel kritisierten Galaxy S6 auf die Kunden gehört und im Nachfolger wieder einen Steckplatz für Zusatzspeicher eingebaut. Das Galaxy S7 und S7 Edge gibt es entsprechend nur noch mit 32 GB Speicher. Kosten: rund 700 Euro für das S7, etwa 800 für das S7 Edge.

Von Smartwatch bis Phablets: Die Trends des Mobile World Congress 2016

Kameras werden immer besser

Große Fortschritte gibt es bei den Kameras. Selbst die Mittelklasse schießt mittlerweile Bilder, die sich hinter Kompaktkameras nicht mehr verstecken müssen. Und die Smartphone-Oberklasse rüstet weiter auf: Sony schickt mit dem Xperia X (ab Ende Mai für rund 600 Euro) ein neues Spitzenmodell mit 23 Megapixeln (MP) ins Rennen.

Das Smartphone für Handwerker

Mit Blick auf die vielen leistungsstarken Android-Smartphones zeigt sich aber auch eines: Kaum ein Gerät sticht noch aus der Masse heraus. Trotzdem gibt es interessante Ausnahmen, etwa das S60 von Cat Phones. Es kombiniert ein gut ausgestattetes Android-Gerät in einer wasser- und stoßfesten Außenhülle mit einer Wärmebildkamera. Beim Hersteller verspricht man sich für das rund 650 Euro teure Gerät vor allem im Profibereich gute Chancen. Handwerker könnten damit nach Kältebrücken oder defekten Stromleitungen suchen, Energieberater Thermobilder von Häusern machen.

Das sind die weiteren Trends des Mobile World Congress

5G: Die wachsende Smartphone-Nutzung und das Internet der Dinge machen schnellere und leistungsstärkere Netze notwendig. Abhilfe soll der neue Datenfunk-Standard 5G schaffen. An seiner Ausgestaltung wird immer noch gearbeitet - aber immer mehr Mobilfunk-Anbieter lassen bereits Test-Netze laufen.

WEARABLES: Die Geräteklasse der Mini-Computer, die man am Körper trägt, wächst schnell. Der Klassiker sind Fitness-Armbänder. Aber in Barcelona sind auch wieder viele Computer-Uhren zu sehen.  

INTERNET FÜR ENTWICKLUNGSLÄNDER: Nach Barcelona kommt zum dritten Mal Facebook-Chef Mark Zuckerberg, der für sein Projekt Internet.org wirbt. Es soll günstige Online-Anschlüsse in Entwicklungsländern fördern, die Mobilfunk-Anbieter zeigten sich bisher skeptisch.

INTERNET DER DINGE: Von der Zahnbürste bis hin zur Straßenlaterne - alles wird vernetzt. Zugleich hören Diskussionen über Datenschutz und die Verteilung der Investitionen in die nötige Infrastruktur nicht auf.

eSIM: Die Technik für die SIM-Karte, die fest im Gerät verbaut ist und per Funk auf verschiedene Netzbetreiber umgestellt werden kann, gibt es schon länger. Jetzt einigte sich die Branche auf einen weltweiten Standard.

dhz/dpa

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